\

LIBRARY

'v- ___— .

OF WlODtRNART Received:

I

Scanned from the collection of

The Museum of Modern Art Library

Coordinated by the

Media History Digital Library www.mediahistoryproject.org

Funded by a donation from David Sorochty

FL f''-

Digitized by the Internet Archive

in 2013

Iittp://arcliive.org/details/filmmag03berl

\

^^^

^fU^IMERl / BERLIN, 6. JANUAR 1 929 / P R E I S 4 0 P F E N N 1 G

LJJoroiliv (2/ebasiian

t '

r*

Das große Ufa-Lustspiel

m

it Nicolai Kolin und Gustav Fröhlich

Manuskript: Julius Urgiss und Friedrich Raff nach der Komödie von Georg Kaiser ,, Der mutige Seefahrer''

Regie: Wilhelm Thiele ^ Prod. -Leitung: No6 Bloch

Das Ulieil der Presse:

. , . Geor<i Kaisers Komiidie ,,Dcr niuti<>c Seefahrer" erlebt damit die amüsanteste fil- mische Bcarbcitunis. Das Um und Auf, der Mittel- und Höhepunkt ist der famose Nicolai Koiin, der wieder von mitreißendster Ko- mik ist. Berliner Montagspost

. . . Von Nicolai Kolin in einer einzigen, grandiosen Charakterstudie vorgeführt. Wun- dervoll dieses zwischen List, Güte und Ver- schlagenheit rumorende Temperament . . . eine Leistung, die in ihrer epischen Dichte und Verflochtenheit die Tradition russischer Schauspielkunst genial weiterführt . . . ein vorbildliches Ensemble, aus dem sich das Brüderpaar Gülslorffs und A. Bondireff's überwältigend heraushebt. Montag Morgen

. . . Dieser Film ist unter einem guten Stern geboren, geht hin, seht ihn euch an.

Welt am Montag

. . . Ein Abend voller Laune und Heiter- keit, der vom Publikum mit dankbarem

Lachen quittiert wurde . . . Wilhelm Thiele, der Regisseur . . , beschwingt, leicht und spritzig und baut eine humorvolle, mensch- liche Komödie auf, die fesselt. Nicolai Kolin . . . ein liebenswerter Prachtmensch mit halb lustig blinzelnden, halb naiv schauenden Augen, ein etwas weltfremdes, gutmütiges, ewig grol3es Kind mit wirklichem, von innen- heraus quellendem, unaufdringlichem Humor, Eine glänzend gelungene Figur, an die man schmunzelnd zurückdenkt . . . Ganz großer Erfolg im Universum. Berliner Morgenpost

. . . Beifall, der am Schluß zum Orkan an- wächst, wie man ihn in solcher Einmütigkeit lange nicht mehr erlebt hat. Nicolai Kolin . . . ein ganzer Künstler, ein ganzer Mensch.

Neue Zeit

Nicolai Kolin als mutiger Seefahrer . . . das zu sehen ist unvergeßlich.

Neue P'eiißische Ztg.

D 1 j: ^\ o c 11 1. \ s c ii w i i r n i: u i i l m f w i. r \ d r

*

ii

«

I

i

OUo Gebühr als Blücher im Emelka-Film „^äierloo"

',

V

Oben und rechts: Clara Bow

Mitte: Der für die Aufnahmen erricii- teie Turm und das eigens für den Film gebaute dreimotorige Flugzeug

Unten: Richard

Arlen.CharlesRogers

(Aus dem Film

„Wings")

P/iol. Paramount

Dreiundzwanzi^ Kameraleute pholographicrlen die fjroßarligen Liiftszencn.

Die Herstellung von „Wings" erforderte die un- 'interbrochene Arbeit von fast zwei Jahren.

Ein vollständig eingerichtetes Laboratorium, in dem täglich mehr als dreitausend Meter Negativ- und Positivfilm zur Bearbeitung gelangen konnten, wurde während der Herstellung dieses Films in San Antonio in Texas erbaut. (Die Kopieranstalt der Ufa liefert täglich rund 80 000 Meter.)

Dreihundert Flugzeuge französische und amerikanische wirkten in diesem Film mit.

An vier räumlich weit von einander getrennten Schauplätzen wurden zu gleicher Zeit Szenen für „Wings" gedreht. Zwei Gruppen arbeiten bei San Antonio, achtzig Kilometer voneinander cnlfernl, eine unter der Führung des Regis- seurs William Wcllman, die andere unter dem künstlerischen Obcrleiter Lucien Hub- bard. Gleichzeitig machte in Hollywood in einer Entfernung von 2200 Kilometer Norman McLeod eine Anzahl Innenaufnahmen für ,, Wings", und Harry D'Abbadie D'Arrasl

pholographierte i'ariser Szenen.

Paris die typischen

deutsche, englische, \ Maschinen

l

^

^^*lr ^

w

Oben rechts: Charles Rogers

Mitte: Vor dem Aufstieg

ten: Clara Bow,

rles Rogers, Clara

w, Richard Arien

Namhafte Kriegsflieger von vier Nationen wurden für wich tige Rollen in dem Fliegerfilm „Wings" ausgewählt. Unte ihnen befanden sich der Deutsche Carl von Hartmann der Amerikaner James Healy, der Franzose Pearsons un der Engländer S. C. Campbell. *

Von den 650 männlichen Komparsen, die in den Folies Bergere-Szenen von „Wings" mit- wirkten, waren 327 in Frankreich gewesen und kannten das berühmte Vergnügungslokal aus eigener Anschauung.

Charles Rogers und Richard Arien, die Träger der männlichen Hauptrollen in dem Fliegerfilm ,, Wings", verbrachten während der Aufnahmen der Kampfszenen 78 Stunden in der Luft.

Obwohl der Film mit staatlicher Unter- stützung hergestellt wurde das amerikani- sche Luitministerium stellte Flugzeuge, Luft- schiffe, Tanks, Kriegsmaterial, Soldaten zur Verfügung , beliefen sich die Kosten von „Wings" doch noch auf 1 Million 200 000 Dollar.

Der Fliegerfilm der Paramount ,, Wings" läuft seit dem L August 1927 vor täglicli ausverkauftem Hause im Criterion - Theater in New York und wird jetzt in Deutschland laufen.

Sie trifft des Morgens nie verspätet im Ate- lier ein Sic lächelt einen freundlichen Gruß an alle Arbeiter, welche bei ihren Aufnahmen beschäftigt sind vom Regisseur bis zum Elektriker und Laufjungen.

Sie sitzt nicht müßig umher und raucht lange Zigaretten auf noch längeren Zigarettenspitzen. Ich habe sie eigentlich noch nie rauchen ge- sehen.

Sie ist nicht übertrieben temperamentvoll.

Wer sie ist? Sie ist Baclanova, früher Schau- spielerin am Moskauer Künstlertheater und jetziger Flimmerstar in Hollywood.

Baclanova ist fabelhaft interessant. Ob- wohl sie ihr Temperament ihren Mitarbeitern gegenüber im /^aum hält, vergleicht man die Russin häufig mit einem Vulkan, welcher einem Ausbruch nahe ist. Sic ist voll von nervöser Energie dynamisch. Sie kann mit dem besten Willen nicht länger als einen Augen- blick stillesitzen.

Nur manchmal packt es sie. Dann sitzt sie stundenlang auf ein und demselben Fleck und hört kaum, was ihr gesagt wird, sondern starrt abwesend ins Weite.

Doch diese Stimmungen kommen nur äußerst selten vor. Man findet Baclanova meistens lebendig, gespannt und sprungbereit, wie ein edles Vollblut, das auf das Fallen der Barriere wartet.

Die Schranke fällt, wenn die Aufnahme be- ginnt. Sie stürzt sich, sich selbst vergessend, mit ungeheurem Feuer in ihre Rolle. Nach Beendigung ihrer Szene ist sie oft gänzlich erschöpft, aber ihre Kräfte, sich in kürzester Zeit wieder zu sammeln, sind ungeheuer.

An seltenen Anlässen, wenn Baclanova grü- belt, ist sie unergründlich. Sic selbst weiß nicht einmal, was sie sieht, wenn ihre blau- grauen Augen unbeweglich in die Ferne schwei- fen. Eine unglaublich große Schwermut scheint ihre Seele dann zu befallen schwarz und un- durchdringlich. Vielleicht ist es ein Erbe ihrer Vorfahren, die in den düsteren Steppen Nord- rußlands einen zähen Kampf ums Dasein führten? . . .

Nur eins kann Baclanovas schwarze Wolken- wand durchbrechen, und zwar das Wort des Regisseurs. Wenn Baclanova vor die Kamera gerufen wird, wirft sie ihre düsteren Gedanken gleich einem schwarzen Mantel von sich.

Niemand und nichts anderes kann sie aus dieser schwermütigen Stimmung in die Wirk- lichkeit zurückrufen. Ein zerstreutes Lächeln und einsilbige Antworten sind ihre einzige Er- widerung. Baclanova ist aber niemals unhöf- lich, denn sie ist vor allem anderen ein sehr freundliches Menschenkind.

Die amerikanische Arbeitsweise jigefällt Baclanova sehr gut,

Sic erzählte mir: „Ich arbeite gar zu gern an Filmen, bei wel- chen alle Mitarbeitenden, ganz gleich ob Star, Komparse oder Techniker, Freunde sind und wo es keinen unheimlich großen Star gibt" (sie hob ihre Hände weit über ihren Kopf empor, um die Größe des Stars anzudeuten) ,,und eine Menge winziger Darsteller" (die- ses Mal illustrierte sie ihre Rede, indem sie sich fast bis auf den Fußboden beugte).

Baclanova liebt die Wahrheit über alles. ,,Das", sagte sie mir, „kommt von meiner Ausbildung am Moskauer Künstler-Theater.

Das Motto dieses Theaters ist CS, Wahrheit durch Konzentration zu erzielen. Ein Teil meines Stu- diums bestand darin, allein in einem Zimmerchen zu sitzen und mich auf eine bestimmte Gemüts- bewegung zu konzentrieren, bis ich diese zur vollkommenen Zu- friedenheit meiner Lehrer porträ- tieren konnte. Um dieses Ziel zu erreichen, mußte ich meine Rolle fühlen, ich mußte sie in der gan- zen Tiefe meines Wesens erleben." Erst vor kurzem legte die Ba- |clanova eine treffende Probe ihrer Liebe für Natürlichkeit ab. Der ""Regisseur befahl ihr, unordentlich und schmutzig auszusehen, gerade so, als ob sie auf der Straße ge- legen habe.

Sie nickte, blickte blitzschnell um sich, bückte sich und schabte so viel Schmutz vom Fußboden des Glashauses zusammen, wie sie nur konnte, und beschmierte ihr Kleid damit. Dieses wiederholte sie einige Male und besah sich darauf im Spiegel. Aber sie war mit ihrem Aussehen noch nicht zufrieden. Da legte sie sich der Länge nach auf den Fußboden und rollte sich im Staube. Dann stand sie auf, schmierte etwas Farbe auf Wangen und Stirn und zerriß ihren Strumpf. Als sie sich darauf im Spiegel betrach- tete, waren sie und auch der Re- gisseur zufrieden.

Baclanova hat keine kompli- zierte Philosophie und Regeln wie anchc Filmschauspielerinncn, die ren Schwestern mitteilen, wie an im Film erfolgreich sein ann. Neue Erfahrungen spornen ie an und erfreuen sie.

Ihr Wahlspruch ist: ,,Man muß leben, um verstehen zu können! '

*

viel größere Mittel zur Verfügung als bei uns in Deutschland.

Die beiden berühmten Seeschlachten, die zu den größten Szenen des Films gehören, wurden in Kali- fornien gedreht, und zwar Abukir und Trafalgar hintereinander am gleichen Ort, während sie im Bild natürlich vollständig voneinander getrennt sind. Die Schiffe sind genau nach alten Modellen ge- arbeitet, aber in ihrer natürlichen Größe rekon- struiert. Die Masten ragen bis 35 Meter Höhe zum Himmel, und die Bordseiten, kanonenbe- wehrt, reichen bis zu 15 Meter Höhe über den Wasserspiegel.

lieber 800 Komparsen wohnten eine Reihe von Tagen am Strand von Catalina, und für alle diese Männer mußten Uniformen der briti- schen Matrosen aus der Zeit des 18. Jahrhun- derts hergestellt werden.

Für die ,,Lady Hamilton" wählte man Co- rinne Griffith aus. Den Lord Nelson übergab man Victor Varconi, weil selbstverständlich im amerikanischen Film dieser Held der Liebes-

Liebesgeschichten der wun- dervollen Frau und des be- rühmten Seefahrers sind Gegenstand vieler Romane und ernster kulturhisto- rischer Bücher gewesen, so daß es klar war, daß den Film immer wieder dieser Stoff gereizt hat.

In der Nachkriegszeit griff zuerst Richard Os- wald hier in Deutschland diesen Stoff auf. Er machte daraus einen Großfilm, der sich aber im Ausmaß nicht mit dem messen kann, was jetzt Amerika darbietet.

Ganz abgesehen davon, daß die Technik in- zwischen rapid weiterge- gangen ist, stehen den Filmfabrikanten in Hol- lywood im allgemeinen

i^cschichle ein scliöncr Mann sein muß, etwas, das man vom historischen Lord Nelson nur bedingt sagen rconntc.

Ucberhaupt hätte derjenige, der als Zuschauer den Aufnahmen beiwohnte, mancherlei historisch amü- sante Dinge sehen können.

So wurden die drei großen Schlachtschiffe, die an sich durch Segel fortbewegt wurden, außerdem noch von kleinen Schleppern gezogen, damit der Wind die Schlachtflottc nicht von der Richtung abtrieb, die vorher festgelegt war, um 20 Ope- rateuren bestimmt die Möglichkeit zu geben, den grandiosen aber auch kostspieligen Kampf im Bild festzuhalten.

Wenn man nun noch hört, daß neben diesen großen Kampfszenen prächtige Bilder von Volksfesten in London, am Golf von Neapel, der große Einzug Nelsons in die britische Hauptstadt mit einem Menschenaufwand von 2000 Personen für die ,, Ungekrönte Königin" verwendet wurden, so kann man verstehen, daß die amerikanische Herstellungsfirma dieses

Links: Corinne Griff ith

Recfiis: Victor Varconi

Unten: Marie Dressler, Corinne Griff ith

historische Erzeugnis als das beste Bild des Jahres be- zeichnet und daß sie glaubt, es würdig dem berühmten ,,Ben-Hur"-Film an die Seite stellen zu können. Wenn die „Ungekrönte Königin" auch nicht die Aufnahme- dauer beanspruchte wie ,,Ben Hur" (für diesen Film mußten bekanntlich die Aufnahmen, für die eine Expedition nach Italien ausgerüstet war, in Hollywood wiederholt wer- den), so stellen 200 Auf- nahmetage immerhin einen Zeitraum dar, der auf die Größe, den Umfang und die Qualität eines Films den be- rechtigten Schluß zuläßt, daß CS sich hier wirklich um einen in jedem Sinne ,, großen" Film handelt.

Wenn man jetzt im Ufa-Atelier Tempelhof einem Herrn in den besten Jahren begegnet, dessen Gesicht ebenso unverkennbar englisch zugeschnitten ist wie sein Anzug und dessen lange Zigarettenspitze nicht minder berühmt ist als seine Romane, so hat man Edgar Wallace vor sich. Die lite- rarische Karriere dieses Mannes ist ohne Vorbild, denn er be- gann erst vor sechs Jahren zu schreiben, und doch zählen seine Romane bereits über 100 Bände, die Zahl seiner Theaterstücke geht in die Dutzende, und Edgar Wallace ist außerdem noch Theater- und Sportkritiker sowie Sachverständiger für Hunde- rennen. Es nimmt wunder, daß ihm überhaupt noch die nötige Zeit zum Besuche eines Filmateliers bleibt, aber das eigentliche Element im Wesen dieses Schriftstellers ist das unerschütterliche angelsächsische Phlegma, das sich allen Situationen gewachsen zeigt und das Edgar Wallace mit seinem Hut im Arbeitszimmer ablegt. Friedrich Zelnik verfilmt einen der vielen Romane, den ,, Roten Kreis", dieses Weltautors, dem man es auf das Wort glauben darf, wenn er erklärt, daß er sich an den vor etwa vier Jahren geschriebenen Roman nicht mehr erinnern könnte. Es würde ihm auch schwer fallen, aus der eben aufgebauten Deko- ration, die einen Ballsaal mit Karnevalstreiben zeigt, auf ein Kapitel seines Romanes zu schließen, denn diese Szene kommt

ist

im Buch gar nicht vor. Sie ist nur für den Film erfunden j worden, um ein belebendes Element hineinzubringen,

Edgar Wallace, der englische Bühnen- und Filmverhältnisse genau kennt und der augenblicklich in Berlin weilt, um eines seiner reißerischen Bühnenstücke einzustudieren, lobt die deutsche Filmarbeit, weil ihm das eifrige Arbeitstempo in den Glashäusern behagt und er die präzise Arbeit des Regisseurs zu würdigen versteht. Ein Routinier wie Friedrich Zelnik kann einen Außen- stehenden natürlich schnell in das Wesen der deutschen Auf- nahmetechnik einführen. In einem Zelnikfilm versteht es sich na- türlich von selbst, daß die Hauptrolle von Lya Mara dargestellt wird. Dieser Liebling des Publikums hat diesmal eine besondere Überraschung vorbereitet, Lya Mara erscheint nämlich auf dem Maskenball als Chiromanlin, als Anhängerin der Handlesekunst, die aus den Linien der Handfläche das Schicksal deutet. Für diesen Zweck hat sie sich in ein indisch-chinesisches Kostüm geworfen und sogar eine glatte schwarze Perücke aufgestülpt, so daß man im ersten Augenblick verblüfft über diese Handlung ist und an Anna May Wong erinnert wird. Aber Lya Maras Lachen hat nichts Orientalisches an sich, sondern ist höchst lebendig europäisch. Lya Mara bleibt eben auch unter der Maske Lya Mara,

Buster Keaton kontrolliert ein Baseballspiel durchs Radio

f.Siö^ OMC Sku^.....

2, (jl}mgei^yfiü&^ nadj

Sia/S mackb SduOies^'^

kebteio

s,Siegauf9a^

um

Kjd/t lAmc -HÄNDEN

vftÄ &il Sie. ERKENNEN

VON MAR/ ANNE RASCH IG

Die Hand :tls das Meisterwerk der Schöpfunj« steht in ihrer vollendeten Zweckmäßijjkeit unübertroffen da. Die Natur verlieh offenbar dem Menschen dieses {Genialste Gebilde seines Korpers zum ausdrück- lichen Zeichen dafür, daß er die höchste Entwicklunj^s- stufe unter den Lebewesen zu erreichen bcfahij^t ist. Dieses ,,0r}5an der OrjSanc", wie Aristoteles schon die Hand benannt hat, läßt in crhöhterem Maße wie andere Körperteile eine Erkennunj« und Beurteilun<J unserer Wesensart, unserer Kräfte und Schwächen, unserer Wünsche und Ziele zu.

Das ^ilt nicht nur von der Form der Außenhand, der Glicderun<5 der Fini^cr, sondern mehr noch von der Innen- hand und ihrem je nach Empfindun<^en und Fortschritt veränderlichen bedeutunj^svollen Liniennetz, Sobald man sich mit diesem Spiegelbild unseres Innern näher beschäf- tij^t, erkennt man den Wert einer Handlesekunst, der Chiroloj^ic, wie sie heute von Wust und Schlacken mit- telalterlicher Phantasterei befreit ausj^eübt wird, als vollberechtij^t und notwendi;! zur Diagnostizierunii und DifferenzierunjJ unserer Wesenskräfte an.

Künstlerische Beschäftigunjjen zumal sind imstande, die Hand zu einem Orj^an von fast transzendenter Schönheit zu gestalten, da freiwerdende Fluide die Hand zu ver-

jjeisti^en verm()j«en. Das wird ;4erade während der künst- lerischen Betätij^unj4 des Schauspielers dem Auj^e des For- schers sichtbar. Ich beobachtete häufig, daß das Linien- gebilde 8^nz anders während resp. kurz nach einem er-

li*

"tc

st,

in

schütternden Spiel wirkt, als im Ruhestande, wenn sich jrei auch Reste dieser Erschütterung erhalten und oft zum lEii dauernden Bestandteil werden. Daher ist die Hand des j I Schauspielers, die mitspielt auf der Bühne und im Film.jjliel ein so wundersames Forschungsobjekt, das besondere Auf- lau! Schlüsse über Eigenart ihres Besitzers gibt. In dieseml am

Artikel werden zunächst die Hände von sechs bekannten Filmkünstlern besprochen, die bis auf Hand sechs typisch amerikanischen und deutsch-amerikanischen Einschlagli Lin aufweisen, j bcs

1. Emil Jannings' Hand, breit, wuchtig, voll, mitjlscli eigenartig schwungvollen Linien ausgestattet, zeigt dicjj Das ganze große Gestaltungskraft dieses zum Deutsch-Ameri- link kaner gewordenen Schauspielers, der schon fest ver- en wurzelt in seinem neuen Lande dennoch mit sehnsüchi, satz tigem Tränenauge zur alten Heimat hinschielt. Von seineiJTjew Handaufnahme ist mir besonders in Erinnerung gebliebeni keni die wahrhaft intensive Anteilnahme seines schönen Airelj D dale-Hundes, der mit beiden Pfoten auf dem Tisch und) Taj, glänzenden Augen der erstaunlichen und ihm gänzlich Ha unbekannten Prozedur des Anschwärzens der Hände zu Bil

sah und besorgt darüber wachte, daß seinem „Herrchen" nichts Böses widerfuhr.

Im Handinnern sieht man als besonders interessant die starkgeschwungene und eigenartig verbogene Herzlinie (obere Linie), besser ,,Zirk.ulationslinie" benannt, die hier starkes Empfindungsleben und motorische Kraft andeutet. Auf ihr entspringt, zum Ringfinger gehend, aber auch un- terhalb der Herzlinie Wurzeln schlagend, eine doppelte, starke Kunstlinie, dae bis in die Wurzel des Ringfingers reicht und das Maß der künstlerischen Gestaltungsfähig- keit verrät. Die sackartige Ausbuchtung unterhalb des kleinen Fingers weist auf den entwickelten Sinn für Komik und Humor hin, das lange schmalgezogene Schrägkreuz unter dem Mittelfinger auf Sensitivität und Intuition, wäh- rend die hohen Berge der Hand auf Beobachtungsgabe, 1 Eindrucksfähigkeit und künstlerischen Schwung hindeuten. Conrad Veidt, den Dämonisches gestaltenden lieben Kerl, nahm ich im Efa-Atelier kurz nach einer sehr anstrengenden, tiefschürfenden Rolle auf, deren Spuren jauch noch im Handabdruck zu finden sind. Noch ist die Hand, die eifrig mitgespielt hat, sehr erschüttert, wenn auch die Schreckensgebilde bereits abreagiert sind. Die Linien sind in Schwingungen geraten und stark markiert, besonders die Herzlinie sieht wie gespalten aus; doch schon ringt sich die ursprüngliche Klarheit wieder durch. ^ Das Liniennetz ist nämlich verhältnismäßig einfach, klar, unkompliziert, alle komplizierteren Empfindungen reagiert er restlos im Spiel ab. Seine Hand erscheint im Gegen- satz zu Gesicht und Figur, breit ausladend, wuchtig, eine I gewisse Ähnlichkeit mit Emil Jannings' Hand ist unver- ( I kennbar.

Douglas Fairbanks Mary Pickford. Eines

1 1 Tages kam ich zufällig ins Hotel Adlon, um die Hand von

l[lf. Hans Albers aufzunehmen. In der ,, Halle" das bekannte

Bild eines großen Empfanges, eine Gruppe als Kern, um-

geben von Journalisten mit gezücktem Bleistift, Zeichner, Photographen mit aufgestellter Kamera. Aus dem ,,Kcrn ' löste sich plötzlich ein Herr, kam auf mich zu und zog mich, gemütlich unter den Arm hakend, zum Fahrstuhl hin: ,,0o, Missis Raschig, your nome is wellknown all around the world, comc with me to Mary Pickford." Als wir oben den Fahrstuhl verließen, wollte Mary Pickford mit ihrer Mutter gerade nach unten fahren und sagte: ,,0oo, that's very fine, what you do, readings hands and making horoscopes. You must be my teacher."

Mir kam das Ganze etwas unwahrscheinlich, so wie ein Traumerleben, vor, bis ich von Fairbanks hörte, daß eine amerikanische Reporterin Miß Carr, die mich vor kurzem in Goslar bei Kathinka v, Oheimb näher kennengelernt hatte und die auch beim Empfang in der ,, Halle" zugegen war, bei meinem Eintritt auf mich aufmerksam gemacht hatte. Das damals im Beginn seiner europäischen Berühmt- heit stehende Starehepaar lud mich dann zum Pressetee am nächsten Tag ins ,, Adlon" ein und ich las nach dem Tee beider Hände, auch die Schwiegermutter kam an die Reihe.

Douglas, der Große, zeigt in seiner breiten Hand tiefe, wohlgeformte Linien, von denen die Herzlinie beson- ders markiert und zerklüftet ist. Die Kopflinic (mittlere Querlinie) ist in seiner Hand sehr lang, wie auch in der von Mary Pickford und zeigt den hohen Grad von Intelligenz, der beiden bei ihren Darbietungen zu Gebote steht. Vieles ist bei ihnen ,, Kopfarbeit", was bei unseren Deutsch-Amerikanern aus Gemüt und Gefühl geboren wurde. Selbst das Schrägkreuz ist in Fairbanks' Hand auf

"^ ^OJwwW\

Henny Porten, ein ganz anderer, rein deutscher Typ, zeigt auch in ihrer Hand, deren feste, frauliche, ver- trauenheischende Form angenehm auffällt, diesen deut- schen, ich möchte sagen schulmeisterlichen Typ. Ich nahm sie in einem seltsamen Milieu auf, eine Nachtaufnahme im Freien, in fliegender Eile. Doch kam ich auch später, am ruhigeren Ort der Efa, nicht mehr dazu, ihr das Cha- rakteristische ihrer Hände, die Schicksalsrunen, zu ver- dolmetschen, da ihr Gatte bei ihrer (oder seiner?) Ner- visität dagegen Bedenken hatte (vielleicht auch aus an- deren persönlichen Gründen).

Ihre Hand ist außerordentlich klar und rein gezeichnet, die Hauptlinien schwungvoll, leuchtend, die vielen kleiner Nebenlinien gleich feinen Blumenranken oder Arabesken gezeichnet, das Ganze wie eine Federzeichnung von Mei- sterhand. Die Kunstlinie reichverästelt und vielgestaltig, Sinn für Komik und Humor ist durch die hüpfenden Ge- stalten unter dem kleinen Finger (Merkurberg) angezeigt. Unter dem Mittelfinger sind mehrere Schrägkreuze inein- ander verwoben (Intuition, Einbildungskraft, Mystizismus). Die Kopflinie senkt sich stark, in breiter Gabelung, was auf schnelle Depressionszuslände hindeutet. Die Hin- neigung des Ringfingers zum Mittelfinger verrät Anleh- nungsbedürfnis in der Kunst, sei es auch nur an die selbst- kreierten Rollen, der weite Abstand des kleinen Fingers dagegen das Streben nach Selbständigkeit und Disposi- tionskraft.

Der Umfang eines Artikels läßt es nicht zu, noch aus- führlicher zu werden, sonst würden ähnliche Handverglei- chungen wie diese zwischen amerikanischen und deutschen Filmkünstlern auch zwischen Filmregisseuren und ihren hauptsächlichsten Filmkünstlern, interessante Einblicke in das Innere mittelst der menschlichen Hand geben. Als Schluß möchte ich wie Peter Eyppner ,, Tiere sehen dich an" sagen: ,, Hände sehen dich an, nur mußt du dir die Mühe nehmen, ihre Sprache verstehen zu lernen."

dem Ende der Kopflinie angebracht, wo es auch in Marys Hand zu sehen ist, hier allerdings umgeben und verfloch- ten von zahlreichen wellenförmigen Reiselinien. Ihre zierliche Hand, winzig, feingliedrig, kindhaft, ist doch fest im Zugreifen und Gestalten, wie sie es auch ihren Filmen gegenüber ist. Sie verrät besonders gutes Dispositions- und Organisationstalent (langgestreckter kleiner Finger, gerader Daumen) und große geschäftliche Tüchtigkeit.

Lya de Putti, das ganz zur Amerikanerin gewordene zarte, quecksilbrige Geschöpfchen voll unberechenbarer Einfälle, nahm ich kurze Zeit vor ihrem ,, Sprung aus dem Parterrefenster" auf. Ich warnte sie vor allzu intensiven Entschlüssen, vor Extravaganzen, doch war es mir mehr als fraglich, ob ihr bewegliches Gehirnchen überhaupt solche Warnung registrieren würde, da alles bei ihr von Augenblicksregungen abhängt. Ihre Hand mutet seltsam an, alles erscheint zusammengedrängt, die Finger fügen sich eng, fast ohne Zwischenräume, aneinander, nur der kleine Finger wird etwas abgespreizt hingelegt, ihre Hin- neigung zu plötzlichen, unaufhaltsamen durchgeführten Entschlüssen und Entscheidungen. Die Linien leuchten klar aus der Hand hervor, die Kopflinie ist sehr lang und gerade, ein weitcntwickelter Intellekt ohne große Phan- tasiebeschwerung. Was uns in diesem Künstlerschicksal phantastisch anmutet, muß ganz anders gewertet und er- klärt werden. Die Kunstlinie steht wie ein feiner, langer Strich zur Mitte des Ringfingers gereckt in der Hand und verrät großes Darstellungstalent und Kunstverständnis.

|N(

brc

Spi ;

^cv siel Hei iol( ih

l.s

ikrc

*

E, Idafi

IWlB

Se '.der

Ernst Matray und Kalla Slerna im Spieheugballetl. „Universum" am Lehnincr Platz

/^/

ROMAN VON HANS SCHULZE

4. forisetzniiji

Ein Rotschwänzchenpaar hatte über einem Türpfosten sein Nest gebaut, so niedri;', daß er den Jungen fast in die Hälse schauen konnte, die dies zirpende KinderUonzcrt so rührend- fein anstimmten.

Ein Gefühl wehmütiger Zärtlichkeit zog leise durch sein Herz, doch schon im nächsten Augenblick .hatte er die weiche Regung wieder überwunden.

„Bestellen Sie der gnädigen Frau," befahl er dem Diener, „daß ich sie abends zur Stadt abholen werde. Ich werde für die Premiere im Westendtheater Karten besorgen lassen!"

V.

Evelyn saß vor dem großen Ankleidespiegel ihres reseda- farbenen Toilettenzimmers und massierte mit einem Kugelappa- rat ihr schmales, überwachtes Gesicht, in dessen geisterhafter Blässe eine steile Stirnfalte einen tiefen Schatten hineintuschle.

Ihre jüngere Schwester Lora lag auf dem Eisbärfell eines breiten Ruhebettes und balancierte ein Tennisrakett auf den Spitzen ihrer Füße.

Sie war nachmittags auf einem Tennisturnier in Grunewald gewesen und berichtete mit der ganzen Lebhaftigkeit ihrer siebzehn Jahre von den Toilettenwundern des mondänen Da- menpublikums und den Eroberungen, die sie selbst unter den internationalen Matadoren des Tennissports gemacht zu haben glaubte,

Sie war ein wenig brünetter als die lichtblonde Evelyn; aus

ijihren lachenden Augen sprach eine sprühende Lustigkeit und die

luinbekümmsrt-heitere Lebensauffassung ihres Vaters, dessen er-

lärter Liebling sie von jeher gewesen war.

Eine seltsame Erstarrung lag über ihrem ganzen Wesen,

daß sie sich nur mit Mühe zur äußerlichen Aufmerksamkeit zu

zwingen vermochte.

Seit jenem furchtbaren Augenblick, da sie aus der Villa in er Albrechtstraße zum Bahnhof geflüchtet war, hatte sie keine uhe mehr gefunden.

In zitternder Angst hafte sie den ganzen Abend über auf die Rückkelir ihres Mannes gewartet und um Mitternacht end- lich die Tür ihres Schlafzimmers mit einem schweren Möbel- stück fest verbarrikadiert.

Doch, all ihre Furcht und Sorge war umsonst gewesen: Der Gatte war nicht nach Hause gekommen und auch am anderen Tage unter einer belanglosen Entschuldigung von Wannsee fern- geblieben.

Was war geschehen?

Der Fernsprecher schwieg beharrlich.

Weder hatte Kurt, wie er versprochen, an jenem Unglücks- abend noch einmal bei ihr angerufen, nocli war in der Folgezeit eine briefliche oder telcphonischc Verbindung mit ihm zu er- reichen gewesen.

Auch Walter v. Prayer, zu dem sie in ihrer Not endlich auf eine Viertelstunde hinübergehuscht war, hatte ihr keine Aus- kunft geben können.

War Kurt einem Unglück, einem Verbrechen zum Opfer ge- fallen? Und was bedeutete dieser seltsame Theaterbesuch, wenn es zwischen den beiden Männern vielleicht zu einem Zusammen- stoß gekommen war, der auch für sie nur den Auftakt zu einer furchtbaren Katastrophe bilden konnte.

Jetzt trat die Zofe leise herein.

,,Der Herr Generaldirektor ist im Haus", sagte sie, ,,und kleidet sich bereits zum Theater um!"

Evelyn nickte.

Die Kehle war ihr wie zugeschnürt.

Auf einmal graute ihr wieder vor dem ersten Zusammen- treffen mit dem Gatten, das sie doch den ganzen Tag über fast herbeigesehnt hatte, um der kaum mehr erträglichen Marter der Ungewißheit ein Ende zu machen.

Willenlos, mit bleischweren Gliedern, ließ sie sich das kost- bare Goldlamckleid überstreifen und legte als einzigen Schmuck eine schmale Perlenkette um den schlanken Hals,

h\

„Komm, Lore," sagte sie dann, ihren ganzen Mut zusammen- nehmend. ,,Ich muß eilen es ist bereits halb acht vorbei!"

Draußen in der großen Halle mit den florentinischen Säulen wartete der Gatte schon.

Er war ruhig und ernst wie immer. Kein Zug in seinem undurchdringlichen Gesicht verriet etwas von einer tieferen seelischen Erregung.

Er begrüßte die Damen mit seiner stets gleichen, ein wenig farblosen Höflichkeit und sprach zu Lore ein paar bedauernde Worte, daß er versäumt habe, auch für sie eine Karte zum Theater besorgen zu lassen.

Dann bot er Evelyn den Arm und geleitete sie über die breite Freitreppe mit den am Geländer herabschreitenden Löwen zum Auto.

Als Kurt und Walter v. Prayer vor der Säulcnfront des Westendtheaters vorfuhren, war der Beginn der Vorstellung schon nahe herangerückt, aber noch immer strömten diclite Menschenscharer an der endlosen Auffahrt der Automobile dem grellerleuchteten Marmorportal der Eingangshalle zu.

Ein Summen wie von einem Bienenschwarm ging durch das ganze große Haus, das sich mit seinem ragenden Turmaufbau wie eine dunkle drohende Masse in das warme Grünblau des sinkenden Maiabends emporreckte.

Im Parkett des riesigen Zuschauerraumes ein ewiges Aufstehen und Sichsetzen, ein ununterbrochenes Grüßen und Winken, ein Gewühl und Gewoge von Köpfen und Lichtern.

Jetzt das erste Gongzeichen.

Erwartungsvoll lehnte sich alles in den Stühlen zurück; die Theaterzettel, die nur ganz unpersönlich drei handelnde Personen als „den Mann", „die Frau" und ,,den Dichter" verzeichneten, wurden zurechtgelegt.

Noch einmal und ein letztes Mal die dumpfen, hallenden Töne des mahnenden Gongs.

Der strahlende Lichlerglanz in der Deckenkrone erlosch, und der schwere Brokatvorhang teilte sich lautlos auseinander.

Kurt hatte sich bereits in der Vorhalle des Theaters von Walter verabschiedet und sich von dem Rundgang des Parketts aus durch eine Geheimtür sogleich hinter die Bühne begeben.

Auf einmal war er wieder völlig gleichgültig gegen das Schick- sal seines Werkes, auf das er bisher die ganze Hoffnung seines Lebens gesetzt hatte.

Auch die entrüsteten Vorwürfe, mit denen er im Direkfor- zimmer empfangen wurde, ließen ihn gänzlich unberührt; einzig dem Oberregisseur, dessen künstlerischen Ernst und hingebenden Eifer er in der Kleinarbeit der Proben besonders schätzen ge- lernt halte, sagte er ein paar entschuldigende Worte.

Dann stand er neben dem Feuerwehrmann in einer Sciten- kulisse und schaute klopfenden Herzens in den Ring des Zu- schauerraumes,

Er konnte von seinem Versteck aus gerade die ersten Reihen der Parkettbesucher überblicken, deren Gesichter und Hände sich wie zahllose weiße Flecken aus dem feierlichen Dämmer des Theaters undeutlich abhoben.

Ob sich auch Evelyn unter jenen Menschen befand, deren Atem in einem einzigen verschwebenden Laut zur Bühne herauf- wehte?

Mit bohrenden Blicken suchte er die Mauern der stummen Gestalten zu durchdringen, und wie eine glühende Kette riß wieder die Sehnsucht an seinem Herzen, Evelyn noch ein letztes Mal zu sehen und zu sprechen, ehe sich mit dem Ablauf dieser furchtbaren Nacht auch sein Schicksal vollendete.

Auf der Bühne hatte unterdes der erste Akt seinen Anfang genommen.

Man sah in die mattcricuchtetc Diele einer vornehmen Park- villa.

Das Ehepaar war mit dem Dichter in später Nachtstunde soeben von einem Sommerfest heimgekommen, die junge Frau noch in einem bunten Phantasiekostüm, die Herren im Frack und Domino.

Die joviale Stimme des Ehemannes erfüllte das ganze Theater mit lärmender Lustigkeit.

Er nötigte seinen späten Gast in einen Klubsessel am Kamin. holte Kognak und Liköre, bot Zigarren vmd Zigaretten an und schaltete ein elektrisches Grammophon ein, ein gutmütiger Bär, saftig und lebensvoll, eine ganz der Wirklichkeit abgelauschte Figur.

In heiterem Wortgeplänkel flog der Dialog hin und her und gab in zwangloser Form die einfache, sogleich zutage liegende Vorgeschichte.

Der Gatte, ein reicher Fabrikant aus der Webindustrie, der sich in schon stark vorgerückten Jahren die schöne Tochter einer mittellosen Beamtenfamilie in sein üppiges Haus geholt hatte.

Die junge Frau, ein feines, stilles, aus lauter Zartheiten zu- sammengesetztes Wesen, gespielt von einer genialen Schau- spielerin, die erst im letzten Winter als Stern erster Größe am Berliner Kunsthimmel aufgegangen war und in einer einzigen Saison die ganze Reichshauptstadt in ihren Bann gezogen- hatte. Drei Jahre lang war die Ehe dieser beiden so ungleichen Menschen im eintönigen Trott des Alltags ereignislos dahin- gegangen.

Bis die weltfremde junge Frau eines Tages wie aus einem Traum zur Wirklichkeit erwacht war, an jenem Schicksalsabend, da sie den Dichter auf einer Gesellschaft getroffen hatte und mit dieser Begegnung ihr ganzes Leben auf einmal auf einen völlig neuen Grund gestellt worden war.

Mit allerzartesten Händen, mit feinstem Mitempfinden und heiliger Begeisterung war das Geheimnis dieser Liebe dem eigenen Erleben nachgeschaffen worden.

Wundervoll, wie sich in Rede und Gegenrede, im Spiel der Augen, in einem schüchternen Lächeln das tiefe Gefühl dieser einander unrettbar verfallenen Menschen offenbarte, indes der Gatte, ganz selbstherrliche Besitzerfreude mit der Ahnungslosig keit des am nächsten Beteiligten, trinkend und rauchend in' breiter Behäbigkeit, zwischen ihnen saß.

Die Rolle des Dichters war einem gefeierten jungen Schau Spieler anvertraut worden, dem Liebling des westlichen Berlins, der sich mit seiner sieghaften Blondheit und dem weichen Ton- fall seiner betörenden Stimme schon zahllose Frauenherzen er- obert hatte, ein unbekümmerter Bejaher des Lebens, dessen leichter, federnder Schritt selbst unter der Last eines tragischen Schicksals nicht schwerer und wuchtiger wurde.

Mit liebenswürdiger Ueberlegenheit behandelte er den um zwanzig Jahre älteren Gatten, der seine Frau jetzt mit täppischer Zärtlichkeit auf seinen Schoß gezogen hatte und nur durch ironische Abwehr und geschicktes Ausweichen immer wieder da- von abgehalten werden konnte, allerlei kleine Intimitäten aus seinem Eheleben zum besten zu geben.

Als er dann mit dem Eigensinn der leise einsetzenden Trun- kenheit darauf bestand, daß man zur Feier des Tages unbedingt noch einer Flasche Sekt den Hals brechen müsse, und schwan- Ivcnden Schritts die Szene verließ, um persönlich in den Keller hinabzusteigen, brach die mühsam gewahrte Fassung der jungen Frau plötzlich zusammen.

In einem kurzen, leidenschaftlichen Bekenntnis riß sie die letzte Hülle von ihrer Seele, wie sie aus der Knechtschaft dieser Geldehe in ein reineres, freies Menschentum hinausverlange, gab sie das Drama ihres Lebens bis zum bitteren Ende rückhaltlos preis.

Sie war bei diesen Worten von ihrem Sessel aufgesprungen und lehnte sich schweratmend gegen den Kamin.

Auch der Dichter hatte sich erhoben und war ganz nahe zuz ihr herangetreten.

Wie in einem unentrinnbaren Zwange neigten sich die beiden heißen Gesichter einander langsam entgegen.

Für die Dauer eines Augenblicks schienen sich die sehn- füchlig geöffneten Lippen zu berühren. Da knarrte eine Tür. Die Liebenden schreckten auseinander

Im Hintergrund der Bühne stand der Gatte breitmassig, drohend, unter jedem Arm eine goldgekapsellc Flasche. Hatte er etwas bemerkt?

Die Spannung auf der Szene war mit gleicher Gewalt auf dicj Zuschauer übergesprungen, die mit verhaltenem Atem den Ein i tritt des Ehemannes beobachtet hatten.

Der kam jetzt langsam, mit der Sicherheit plötzlicher Erl nüchterung, ganz nach vorn an die Rampe.

Alles Blut schien aus seinem Gesicht gewichen zu sein. Mit einer seltsam heiseren und doch bis in die letzte Par^i^ kellreihe klar verständlichen Stimme sagte er mühsam zwischci den Zähnen:

,,Ich glaube, Herr Doktor, es ist besser, Sie verlassen mei Haus."

Walter v. Prayer hatte auf der Fahrt zum Theater noc einmal versucht, vorsichtig tastend in Kurts Vertrauen einzi

I

1

Aller Menschen Wunsch ist - glücklid)

zu sein!

Glücklich ist - v^er dem Elend wehrl und den Funken der Hoffnung in trau- rigen Augen schaut -!

Glöcklidi ist - wer Kindern beschert - Aus Spielzeug und Tand eine Welt des Glückes erbaut!

Glücklich ist - \v^er einen Herzschlag lang Liehe erv^achen sieht - süß und bang!

Glücklich ist nur - der Glück verschenkt! Und nicht an sich - nur an andere denkt!

Aller Menschen Wunsch ist - glücklich zu sein!

Ist das so schwer?! - Idi glaube: nein!

f

drinfjen, vor seiner cinsilbig-abwehrenden Verschlossenheit sein Vorhaben endlich aber wieder aufgejjeben.

Er fühlte unwillkürlich, daß der Freund halt- und hilflos einer schweren Katastrophe zutrieb, und er zweifelte ebenso- wenig, daß diese von ihm schon länjjst befürchtete Katastrophe einzi<i und allein in dem Verhältnis Kurts zu Evelyn Karr ihre Ursache haben konnte.

Als sich der Vorhang unter dem einmütitjen Beifall des Publikums über dem ersten Akt «sesenkt halte, beschloß er daher, nach dem Fehlschla<5 bei Kurt das Feld auf der Gegenseite zu sondieren und den Karrs, die er schon vor Bejjinn der Vor- stellung vom Parkett aus begrüßt hatte, während der Pause in ihrer Loge einen kurzen Besuch abzustatten.

Er wurde mit gewohnter Freundlichkeit begrüßt. Vor allem Evelyn bemühte sich, möglichst unbefangen und heiter zu er- scheinen; dem erfahrenen Psychologen war es jedoch im ersten Augenblick klar, daß zwischen den Eheleuten ein tiefgehender Konflikt bestand, der ihm gewissermaßen die rätselhafte Ver- störtheit Kurts widerzuspie- geln schien.

Als er dann selbst zu einem Vorstoß überging und Karr durch ein paar direkte Fra- gen nach seiner Mei/iung über i den Autor und sein Werk aus seiner Zurückhaltung heraus- zulocken suchte, verstand es dieser, ihm ebenso gewandt immer wieder auszuweichen und unter Vermeidung alles Persönlichen allein über das Stück und seine hervor- ragende Besetzung zu spre- chen, die den Zuschauer ganz vergessen lasse, daß er sich in einem Theater befinde.

In tiefer Sorge suchte Wal- ter beim dritten Klingelzei- chen endlich seinen Platz in der vordersten Parkettreihe wieder auf.

Die geheime Angst um Kurt hatte sich durch seinen Be- such bei den Karrs nur noch weiter verstärkt; im.mcr wie- der gingen seine Gedanken um den Freund und die un- selige junge Frau, deren Hand beim Abschied so kalt und leblos wie ein Stein in der seinen gelegen, in deren fie- bernden Augen die hilflose Verzweiflung eines gehetzten und unentrinnbar umstellten Tieres gestanden hatte.

Der zweite Akt, der etwa ^^^.— ^— ^—

acht Tage nach dem ersten spielte, zeigte die gleiche Sze- nerie der Diele am Spät- nachmittag eines dunklen Somnicrtages.

Der Ehemann hatte den Dichter zu einer Aussprache in sein Haus gebeten und, um diese möglichst unauffällig zu gestalten, hierfür die Form einer Einladung zum Tee gewählt.

In dem gedämpften Licht einer hohen Stehlampe saßen sich die beiden Herren in den Klubsesseln am Kamin gegenüber, in verhaltener Ruhe und gemessener Höllichkeit, indes aus ihrer halblaut geführten Unterhaltung die tiefe Gegnerschaft wie eine unsichtbare Flamme allmählich immer höher brannte.

Schon lange sprach fast ausschließlich der Gatte, abgerissen, stoßweise, in Scham und Angst um die geliebte Frau, die er zu verlieren fürchtete, vielleicht schon verloren hatte.

In eindringlichen Worten suchte er dem jüngeren Mann vor Augen zu führen, wie seine Gattin seit Tagen völlig verwandelt, verzaubert sei, wie er sich gar nicht mehr in ihr zurechtfinden könne und schon daran gedacht habe, einen Nervenarzt zu Rate zu *iehen.

,,Es ist ungcsvöhnlich," sagte er endlich, ,.und vielleicht auch unmännlich, daß ich mich mit diesen Dingen an Sie wende.

Aber ich glaube doch als Mensch zum Menschen sprechen zu können. Meine Frau ist krank, seelisch krank, krank nach Ihnen. Darüber mache ich mir absolut keine Illusionen. Sie hat es mir ja auch selbst eingestanden. Denn sie ist viel zu stolz für eine Lüge! Lieber Herr Doktor", schloß er erschöpft. ,,Es gibt ja so viele Frauen! Warum wollen Sie mir gerade die Frau nehmen, von der mein ganzes Lebensglück abhängt?"

,,Ich glaube, Sie verkennen die Sachlage", gab der Dichter nach einer kurzen Pause ruhig zur Antwort. „Nicht ich nehme Ihnen Ihre Frau, es ist das Schicksal, das uns zueinander treibt. Unsere Jugend und unsere Liebe. Und das ist stärker als alles in der Welt, Sie wissen, daß Ihre Gattin sich mit dem Gedanken einer Scheidung trägt. Warum wollen Sie sie da halten, seit Sie sich darüber klar sind, daß Ihnen ihr Herz nicht mehr gehört?"

,,Nie, niemals willige ich in eine Scheidung!" Unwillkürlich war der Ehemann aufgesprungen und stand drohend vor seinem jungen Gast.

,,Ich gebe nichts her, was ich besitze, am allerwenigsten meine Frau!"

In diesem Augenblick öff- nete sich zur Linken eine Tür. -~~^^ ^— Die junge Frau trat ein.

Mit einem einzigen Blick erfaßte sie den Zusammen- hang, fühlte sie instinktiv, wie in diesen beiden Män- nern bei aller bisherigen äußeren Korrektheit die ent- fesselten Urtriebe im Kampf um das Weib einer furchtbaren Entladung zudrängten.

Der Gatte hatte sich wieder in seinen Sessel niedergelas- sen.

Seine Hände irrten in ner- vösen Zuckungen über die Lehne, er bewegte den Kopf mechanisch hin und her, wie ein Tier, das aus seinem Kä- fig einen Ausweg sucht. J Mit weitgeöffneten, leeren! Augen starrte er wie gei- stesabwesend auf seine junge Frau, die in ihrer ruhigen, stillen, fast traumhaften Art noch einmal all das wieder- holte, was in diesen ganzen letzten Tagen in endlosen, quälenden Gesprächen übet eine Trennung ihrer Ehe zwi- schen ihnen verhandelt wor- den war,

,,Und unser Kind?"

"^~~"~^^^^^"~~~"~^^~~ Die Stimme des Gatter!

klang auf einmal wieder gan; fest und klar, in einem letzter Versuch, das schon unrcttbai Verlorene doch vielleicht nocl einmal zurückzugewinnen. Die junge Frau zögerte sekundenlang mit der Antwort. ,,Ich bin auch nur ein Mensch!" sagte sie dann mit einer leisen, sehnsüchtigen Lächeln, das wie ein verlorener Glücks hauch über ihr feines Gesichtchen huschte. „Auch über unse Kind wird am Ende eine Einigung zu erzielen sein!"

Da stand der Gatte auf einmal wieder blitzschnell auf del Füßen.

Der Lauf eines Revolvers blinkte in seiner drohend ei hobenen Rechten,

Eine Dame im Parkett kreischte laut auf. Dann krachte ein Schuß, Eine Scheibe splitterte. Die große Stehlampe stürzte um. Sekundenlang herrschte auf ('cjr Bühne ein tiefes Dunkel, un man hörte durch die totenhafte Stille nur die keuchenden Aten züge zw-eier miteinander ringender Männer.

Als es endlich wieder hell wurde, lag der Gatte wie eii leblose Masse in seinem Sessel, die noch rauchende Waffe der schlaff herabhängenden Hand. Fortsetzung folgt

SINGER NAHMASCHINEN

AKTIENGESELLSCHAFT

SINGER LADEN ÜBERALL

FRAGEN

die uns erreTchtert

Anfragen erbitten wir an die Redaktion des F i 1 ra - M a g a z i n ", Berlin SW 68, Zimmerstr. 35-41. Schcrlverlag. Antwort erfolijt im „Film-Magazin". Die Einsendung von Rückporto hat also keinen Zweck

A p viele: Dio Fr;iK('. \^ io iii:im zum Film kommt. kOnnrn wir ini r'iii/i-liicii iii<lit iiii-lir lic-.'iiil« iirIcM. Wir rm|ifclilrii. in miIcIicm l'.illrn Iicsi.iiilcrs Ufiiii CS sich iiiii J):imcii dilcr Ilcrri'H liandclt. die keinerlei NorliildiiMK haben sich an die Denl-ichc F'ilm^ehiile in .\liinelien. Sdniieii'-tralie. /ii «enden. l>ie Ue.^oruMiij; »nn Anln^ranuiien erlordert in ni.niclii'n F'äilen län;;i're /.eif; wir lilllen nnsi'i'e lA'.-er ileslialli um tiediilil.

II. h'.. U e r 1 i n : Senden Sic iiii- die fiinr l'<i>(k;irieii nnd 2..'iii in .M.irkcii. d.i. in weiden \vii Ihni'ii die Aiilii;;raninic lieber;;!'!!.

I>1-. I'., ]t r a n n .s c li w c i j;- : K> tut nn< leid, lliiien keine luak- ti^elien llalvehlii^e nclien zci kinincn. da wir F;nnai;('iin'iil> riehl \<'iiiii'- Iclii. Am liebten. Sic wenden >i(li .in die Filni;;c.sell>cliaflcn diii'kt, oder Sie Mdireilieii an liek u.nte i;e;;i^~eiire wie Fril/. l.itn^'. F^iclilicrj;. Zeliiik n. ;i. nt.

(;. St.. .1 .1 n c r : Wir >cli;it/cii .lenin .Iii^u als eine niiM'icr lpi-;;al'- tesleii jiiiiijen F'iimkiiastlcriniicn.

.\1. F.. F r a 11 k t II r t - M a i n : .I.h k 'J'ie\cu ;;ilpt Aiil(i;;raniiiic. ist Iddiid nnil lil.Miiäii^i';-. Nie kininen ilini deiii-i li sc hrcilicn. A.lrc~ve: liln.- Wilmcisdnrf. Nikolstiiir>;criilalz (i.

(; ii II t c r S.. F r a n k f 11 r t - () d c r : Arledc .M.iichal ;;il.| .\iitn- Hiamnie. l'iiscrcs Wissen^ \ ci lii'iiatct. Filmlnielicr .illei All erlialtcii Sic durch den Verlan .\l.-i\ .Mattissun. üeiliii s\\ ds. J;iiicr-tr. 71. Sie hallen leidit. der Filmscliaiivpielcrlicriil' i>t iieiUe sihr wcnin' all^slehl^^ nll, IT ist zu iilicrlaiil'cn.

I'. H. I.. S Ii d c n d c : t:ii-l;i\ I'ndilieh i-t nicht \ oii F.lizza la l'nit.i t;csidiicdcii. .IcniiN .liind i'l mit Kurien lienlcr \crl(ilit. F'ri'il Sidiii alias Kohcrt Caslli- crreiihen Sie per Adro-c: l!e\ crl.v-MilN. Hnihwnod. K.ili- li.rnicn. .Maria l'.indicr w.ir mit einem Knnstler verheiratet. (Ircia (iailm lind .lidin (ülhcrt werden Ihiicii sicher die Aiitd^ranime iiocli scliii'ken. Tcler l.c^ka «olint Uerlin W . Kiiitiir>temlamm ln-4I. I'ensidii Meileiiwahl.

.\1 .1 11 d (i.. 15 e r 1 i II : Filtere .\ iiliinr.imnila^c werden immer r'- lit- zeitin' liekaiiiit;;c;;idicii. Fi.-inz i.cdercr spielt .-ils Partner villi Hri^jitt Helm .jetzt in dem neuen l'f.i- l'ilm : ..lue w iindci h.ire I.ii;;i' der .Nin.i l'elrowmi". \'.v wird sp.itci iiiil ]'eiiili.iiill n.'ich Amerika uclicii und iii dem .•;rdl.'icli (üsli- l'ilm (iiiilei h'ciiili.'ii ilts I'cniel die mannliclie ll.iiiiil- idllc spielen.

I' .1 II I ().. F r i e d e ii a ii : l'iitz Kurt erreielien Sic diireli Star-Film. Herliii SW is. Fiiedriclistr. Jls.

II e r III i II e W .. \\ i c n : l\.iii l'e|i(i\ ich ist aiii;enlili( klieli in üerliii lind filmt lici Orplid - .Mcsvlrn ..l'ari-, du Stadt der lache- (..I Jiiaitiej l.;itin"). Kr ist also stark hesch,ifti;;t.

Hei. \\ !■ i.. Ii o r 1 i t z : Wir cmpfihlcn lliiicn. ein l!ew ci liiiiii;-^- schreihen hei der Fta einziircielicii.

II a I r .V (■ ,1 r e v - V c r r li r c r i ii . Ii i ii ii n : Il.irrv (arc.v leht in .Amerika, fiiht .\iitdKraminc.

li e d r y- .\.. li d r I i I z : Zu unserem Hedaiierii kiiniicn wir Ihnen nicht den Xaniin der .juii;iiii Sch.iiispielcrin verraten, die in dem F'ilni ..l'at und l'.itachdii auf dem l'ulvcrf.il.!" eine .Nchciirdllc ;;espiclt hat. Wir liahcii iiiiv mehrf.iili erkiindii;!. Sic erf:iliren den hclrcffiMidcn .Namen jl'.inz si(licr. wenn .Sic an die l'alladiiim-l'ilm, Kdpciili.i;;en. sehrcllicii.

li r e I c S.. II i r s e li b c r n : Wir sind «crn licreit, Ihnen ein .Aiite- Hiaiiim \ IUI W illv Frit-ch zu hcsdrj;'cii. Aber wir erhielten bis .jetzt nur die ."id l'f. in Itiicfm.-ii keil, eine Uihlk.iric l;i;; nicht bei. .\lfdiis Fr.vlaiid ist mit Niebtsch.'iiispiclcrin \ ci heir.itct. .\l.idy I hrisliaiis l'.irlncr in ..F^ilie Frau % iiii Fdrm.if war I'eler LesU». Her \ersliubciie Dciic .Mcirel spielte in ..M;iii|uis d'F.dii' ilic f.icbhalierrdllc. Sie kiinncn .-in (irela II:irh() und .Idliii liilhcit deutsch sehreihen. Adri's-c: Uc\ crh - Hills, Hdll.vwddd.

Fritz !{.. K a m c n z : H.ins Mieienddrff filmt seit ca. tu .l.iliren. liibt AiildKramnie. .la. auch an der Sprci-hbiihiic täti.u. F",in Kind.

l r m ^ . 1 r d li.. J> e i ji z i ;;■ : Oskar .M.aridii Wdhiit Berlin W. Kiir- fiirsli-ndamm Uli. hat .im 1. Februar licbiirtstaK. )i\ht .Viilo^ramnie. Der Wii'iicr Film ..Scliw i'ster Maria", in dem der verstnrhenc Werner l'ittscli.aii lioeli niits]iielt, wird hüchstw .■ihrschciiilich in der iiächstcii Spielzeit crselieinen.

I) a s 15 c r k m ;i d e I . A\' i t I e ii .'i n : l.iiis 'l'rciikei i^t iiichl mehr i-ii Berlin. Seine iclzi;;c .\ilrcs-i-: lld/eii. Vi.i Villurid Fniaiiiiclc .;.

Karl S.: Senden Sie Ihr Maiii|sUri|il an die ..di am;Miir;;isclie AIi- tiilitiid" einer bck;iniitcii l'ilm;;c-e|ls IlüI. \iidleie!n an die Ff.i. Ucili.i SW i;S. Koebstr. h— l(i. ;ii die .Natiiinal. Herliii S\\ l.s, F"i icdrii lislr. Id. an die .\af.i. SW l.s. Fricdriclislr. JJ.i.

I r ni a B.. H a iii h ii r ;; : .M.ix Keinhaiill ist zur Zeit micli in Berlin.

II .1 r r y P i e 1 - V i r e h i e r i n .M.: Il.irrv Piel wirile am 12. .luli jj,^ in Itiisseldiirf •;cbdreii. l>.ii,\ lliilm ;im Ifi. Fcbrn.ir in H.imbiir«-. W illicjm

Dielcrle wohnt Bln.-\\iliiiei sibirf. .Iciie.cr Str. «. Wir kiinncn tliiien leider .Mich nicht sajicn. w e I c li c n F'iliulicrur Sie cif;ri'ifei. kdiinteii. s.e miivscn selbst am besten wissen, wdfiir Sie i;-cciniict sind. Has Abitur ist sicher nicht \ dii Nachteil, wenn auch nicht not" endif;.

II i I d c ;; a r d I'"., .N.: A. tdnr;imme \ ii\i anicrik.-iiiisehcn st.ns in Hdll.vwddd vermittelt das ..Filiiima;:;:iziii" niebt. Schrcibcii Sie daher direkt

I.'ia Haiiidii Ninarri). Kr wird llineii sicher Ihre Bitte erfiillen. Ann W ilh- >''iitscli iinil llustav Frdhlich widlcii wir Ihnen (icrii eine rnterschrirt bc- .• inKcn. Senden .Sic uns. bitte, eine Bildk.irtc miii .jedem Kiiiisllcr und ; ( Mark In Briefm.irken ein.

F r i e d a 10. B r c s I ,' ii : Fritz K.inipcrs spielte iiielil in ..Aiiinr

.f .Ski". Mari.i P.iiidler w.ir mit

Künstler \ i'ihcir.'itct. keim»

' iiidcr. .\iii 2(1. .Iiiiii liebiirtsta;;. .Mter wird nicht bck;iiiiil;;i'j;ebcn. Ann

•'«l" j .'iriii P.iiidler eisebiencn kiirzlieli fdl;;cmle drei Filme: ..Dim- li.iiih der

ibiiici iiincii". ..Heirat-ficber ". ..Kill Mddcl mit 'renipcr;iiiiciit '. Fiiseres

issei.s ^cbeii alle Kiins|lcr .\uld^r;imme. Sic kiinncii sieb alsii direkt :ili

I' I e wenden. Brinitte llidiii h.it keine Kinder. Sii- filmt aiif;cnblieklicli :

l' JjKic w niKTerb.ii c I,ii;;c diT Nin.i INtrown:!". \ieilciclit kdiiiml dii>

Künstlerin .iiieb einmal ii.icli Breslau.

,,2 .7 d s 0 f H.. B e r 1 i II : Wenden Sic sich, bitte, an die F'ilmbdrsc, liorliii-Moabit. Am l'lap. VI

\ II II a - M a r .\ H.. F r a ii k f u r I - .\1 .i i n : Zu unserem Bedauern kiiiiiieii wir Ihiicii keine A ir;;.ilieii iilu'r den ciii;lisclicii Miilieniir licrald T. m.'iclieii. .Sdbalil wir elw:is .X.ihcrcs nher ihn eif.ihieii. werden wir es Ihnen sdfnrt mitteilen.

P. S.. I) r c s d c n : Ihc lietrcffcmlcn l'ilmkunslleriiiiicii h.ilien .s|(di alle ins Privatleben zurüekuczducii. Briiim Kastner wiilnit Uln.-( harldtten- hiir;;. Stiirmstr. ;i. F'ern .\ndi;i filmt nicht mehr.

li i I d a 11 II d T h i 1 d a . B e r 1 i li : W ill.v Frilsch ist sei all. w ie er .'iiissjcht. rarnicii liiini ist mit dem l{ej;issciir .Vii>;ustd lieniii:i vcilK'inilet. Maria P.iiidler ist sehiin l.iiij;e Ki'scliicdcii. Jtie Telcididniiiimmcrn der Künstler Kchcii wir niebt bekaiiiit. .\st,-i Nielsen ist mit dem riissisehen sch.iuspicler lirc;;(iri riiiii;ira x erheiratet.

F r .1 11 .\l. K. II., H d r ji c ii (S c h w c i z): Henii> Piirlen hat .im 7. .I.iniiar (icbnrista;;. Keine Kinder. Senden Sic uns. bitte. Imcli (i.."ili.M. in Bi idniai kell, dann werden wir die Bildk.'irtc siifiirl ;in lleiinv Purtcii w eilcrleitcn. Km Hciin.x Pdrlen-Biicli u'iht es. Bilder der Kiiiistli'iin cr- ballcii Sic diu eil den Ifess-Pdstkartem crla.u-. Berlin SW (i.s. .Mcx.indrlnen- slr.ilJc Uli.

I, I I d H.. W (■ s e r m II II d c : I>ie 'niclrdllc in ..liräfin M.iritz.i " spielte \ i\ i.iii liibsdii.

Anneliese K.. N c ii k d I I n : l>ic Hildkartcn sind an Wilhelm llictcrlc w citi-r^icdcilel wiiiden.

lierda F.. Berlin: Hie weihlichen H.iiiidi dllcn in ..l.iebcs- irw.ichcn s|ijeltcn Aliit.-i .l.ilidv.i nnd lircle Sebiilz. .Aiina-l.isa I!.\diii<;' lilmt aui;cnblicklicli nicht, spielte \(ir eiiüncr Zeit .als P.irtnerin von liiinn.ir 'rcdn.ies im ...Siinb" (\ oi\ l'arl Stcrnbeim) auf der S|ircclibiihiie.

Herherl B.. Dresden: Olf;:i Tsehcchowa wohnt Berlin NWl';!. Kliipstdckstr. L'.'k am ill. .April in .\le.\aiidrd|iol (Kaiik.isiis) f;;cb<ireii. };o- sehii'dcn. ;iibt .ViitdKr.immc. aiiucnhlicklieh in Berlin. Ihr neuester Film: ..Weih In Fl.imuicn". In .\ibclt: ..Ili.iiie. die llcschieble einer Pariserin''.

I". r I c h li., AI i II d e II : licid.i .\laiirus widiiil Jtln.-W ilmersddrf. Hii- benzdlleriid.'inim .'c'. Am i'.i. Aiiniist in Krd.'iticn ;;ch(ircii. Fiiv erheiratet. ^i|iiclt die 'ritelridlc in dem neuen l'iitz I.aiin-I'ilni ..l'raii im .Mdlid ". I.icii Itvcrs ist unvcihelratei.

H a n 11 s B.. M d r e li c n s t e r n : Sendi'ii Sic uns. hlitc. eine Bild- kartc villi ll.'irr.v Piel und liir.\ lldliii und I Alark In Bricfimirkeii. d.'imit wir Ihnen die riilerscbriflcn der heideii Künstler iicsiiinen kdiinen.

K I I s a h <■ t h W .. B r e s I :, 11 : Her 'l'a-. an welchem It.- ni No-

\.arrd zum crsleniii:il in Berlin |.ersdii|ich ;iuflri'leii wird, steht mich nicht fest.

Hanna, Berlin: W ill.v l'iitsch widiiil Blii.-rh.irldilenliiiri;. Kai- scrihimm Sl.'i. Sein rielillK'cr Name. Am 27. .laiiinir in K.ittow it/ ;;('boren.

I) d r a P. a ii s W c i LI e n s e e : Itcii Filnualcr \ nii F.lisabetb Bcrfiiier Im ..Heiner von Flnrcnz" spielte I diir.id \ciilt. Fred I.duis l.ercli wdlint Berlin \\ , Kiirfürstcmluiim ;'i7. Pcnsiim Kcuimi. um erheiratet, fi'll't -Autd- ^;i.imiiie, am 2S. .März in lansd'irf (Ocstci reich) ^chdicii. Krnst \Vinar filmt iidch, mit rdictic Brettl \ crhcir.ilet. laust \'Mehcs wiilint Bln.-Cliar- Idltcnburf;-, Niehiilirstr. 7li. bei llallie. W alK-r SIcz.ik wiiliiit Bln. -Friedenall, stiersIr. M-1.').

I.l 1 i B.. .M a ;; (1 e b 11 r ti : Anii.x Oiidr:i wiilint Bln.-('li:irldttcnburK. Klirfurstciiil.'iiiiiii 17s. Nächster Film; ..Hie .Iiiil^fr.iii von Paris".

F i I m - I, 11 r i aus II ii 1 I y w o ii d : \'l;;;;(> Larson lebt, filmt nicht mehr, wohnt Blii.-Wilnicrsddif. B.ibelsbcrKcr Str. 1. vcrlieiratot. W aldemar psylander ist freiwillig; ans dem Leben sc'^ehleden. Die Adresse des llliisir. I'"ilmkiiiicis ist Berlin W !». Kiitheiicr Str. 37.

Teddy. Berlin: Fr.iiik M.nidii lebt In lloll.xwddd. F'.r sibt Auldfirammc.

M. Seil, ans H :i ni b n r ;; : licrd Bricsc wdlint Bln.-^\■ilmcrsddr^, N;,ssaiilsche Str. 2S-l".1. rii^cf.ihr fünf .lalire beim Film. Sein erster Fa - fdl;;: ..KiisenmunlaK". Fn\ erheiratet. I.v.i ile Piitti wohnt In Beverly- Hills. Hdilywdiid. K.'ilifonilen. FiiKariii. Ossi l)sw;ildas riclili;;er Nanio ist Osw.alda Sta.nllch.

Irmgard S.. M a s d e h ii r n : Die iiäclistcn Filme \dii Il.irr.v I.iedtke sind: ..Der Fasehiiinsprinz" und ..Ich küsse Ihre Hand. Mad.imc'. Harry I'iid arbeitet an ilcr ...Mittcrnachlst.ixe". nnrj Livin Pav.inelli wird bald In dem Hcnii.x Pdrten-l'ilm ..I.icbfr.iuenmili'b " zu sehen sein. Harry I.iedtke li.-it .im 12. Oklidicr. l.ivid Pa\.inclli am .s. Se|itember lichnrlsiaf;-. liiista Kkni.in wnliiit Stdidilidlm. ll.jdrthde s\ .•|i;cii. Fritz K.-impers Bln.-I'har- Idttcnbiiri;. W .lilzstr. 22. Diirili den 1 lliis|rici tcn Filmkiiilcr (.\drcssc an anderer Stclli'1 crh.allcii .Sic alle Filnihcse|ireihnn;;eii. die Sic wunsclion.

li e r h .-1 rd K.. N c ii k ii I I n : Kichaid 'r.inbcr erreichen Sic durch d.is .Mclrdpid-Thciter. K.-ilhc Diirscli w (ibnl Bln.-I.iclitcrfeldc, Dr.ikestr. Sl. I'nscrc Aiild^iammt.'i^c werden immer voibcr niitKel''ilt.

.1 d h a 11 n B.. Dussel d o r f : AVenilen Sic sich einmal an die l'fa. Berlin SW (W, Koebstr. S— Id.

K I o t h I 1 d c F^. I> II i s h n r u : In dem Film ..Fntcr der Laterne" (..Trink, trink. Brüderlciii trink "i s|iieltcii LIssy .\rna, Matthias ^\ icnuinn und Paul HiMdcm.'inn die Haiiptrollen.

Will y A.. II .1 11 11 d V e r : Blllie Diivc ist durch die F'irst Xatiiinal. Burhaiik-lldlly w ddd. Kai., zu erreichen. Die anderen KiMiaiinten anierlka- nischcii .St.iis wdhiicn: Bex crly-Il ills. Hollywood. Pat und Pataclioiis An- schrift: P.i Iladill 111- Fl Im, Kd|ic>nb;i(;cii.

F" r. H., II II h e n : Alaria und Didiiiira ,I;ieobinl sind llcschwister. .A II t o II H., D o r t 111 n ii d : .Aber nein, w ir sind Ihnen nicht bö.sc. wenn Sie F"ra«eii stidlcn. Im licycntcil! Ein APiniiskript unter dem be- treffenden 'J'ltel e.xisticit unseres Wissens nicht. .Senden Sie das .Sujet, bitte, direkt an die I"ilni!;-escllscliaft. Die F'ilminaniiskripte werden im .■ill;;cmcinen mit KUKI— Kl (Hill M:irk hdiiorlert.

D i t a P a r I u - A' c r e h r e r . Leipzig: r)lta Parld kehrt in .illermli hstei Zelt wieder nach Berlin zurück. AIökUcIi. dali sie schon liii I ist. wenn diese Zi'ili'ii erscheinen. Ihre bislieriKc -Adresse: Berlin W. .Mdtzstralie »<7. Sic ;;ibt .\utd^r.iiiinic.

.\ n n e I i c s e A\'.. (' b a r I e t t c n b ii r ;• : Lia Eibensehiitz woliiil Bcrliii-I hai lottiMibiiri;. ri.insew itzsiralJc :i. mit Kiiit A'espcrmann verliei- r.ilct. rihirlolte .\iidcis' .\dicssc: Berlin-riKirldtteiihnrn-. Knescheckstr Nr. 27. Kiulolf A alentinos Bruder lebt in Hollywood, Jawohl, er soll filmen.

<>l;if l-'.joni Hcrliii-W iliiiciMlorl'. \;iiitcinT Str.il'H- )s. |>io Kiinstlfr ;;cli('ii .■illc AiitDKr.MiiiiiP.

M i <• z (• I.. H r (■ 111 (• II : \U\us ]{i;niso\\ cttcr iiml W.illiT Slc/ak sind

Ictii«. ül'iill' ;;i'li(ll AulllulMIlllllI'.

K ä t li r II 11 >l r I i t z . 1{ ii s t r i II a c n : .l.iwiilil. in dein Kiclilii'ii;-- I'lliii ..Scliiiiiil/.it;rs ticlil" (..Solls"! ^jiirllc .■nirli }|;ni» .VilalluTl \ im ScIilcHow mit.

(! i s (■ 1 !i II.. (■ li :i 1- I (I t I (• 11 li II r - : Der Kilm ..D.is (;r:iliMi:il einer ;;riilien J.ielie' i.»t :ini i'ii. Dezeinlier im ri;i-l\il.;ist .im Zeil iirjuil'^eliilirt uiinleii. In ili'ii Il.'iii|ili'<illeii; llini.'iiiMi Hai. ('Ii.'iiii Kev. Kii.'ilvslii H.'im.i- li:iu

N II r 1' 1 i I -i (■ li - V e r <• li r e r i )i . I" i .-i n U f ii r I - .\l a i n : K-

•tiiiimt '.(■|ii;n, Willy l-l-il^eli spielt die miiiinlielie IlMiiplKdle in dem neuen l'rilz l.aiiH-l'ilni ..l"i:iii im .Mund'. liizwiM-lien liat sieli llir W iiiivcli i'rfiillt: \\ illy l"i'it~i-li .-pielt wieder mit l.ilian ll.ii\e\ /iisaiiimen. und /war in dem lla-rilm ..Ihr limUler l'nnkt ".

(i. '/... i{ e r 1 i 11 : W.'iininiidd \.in Itiel i'i reiidieii Sie diireli dii' ]>el'ii. Iterliii - llaleiisee. ( ieern^lialie. Iter Kritz l.aiit; - l-ilm ..l'r.iii im

Mcriid' ers(dieiiit eist in der näelisten Spielzeit. Die ll.iiiptriilleii spielen (ii rd.i .Maiiins. A\ illy rrilseli. .Margarete Kupfer, (Iiisil M.irlv-(istett<>ii- lijiiicr.

ti. 7... Leipzig-: .\n wirUlieli Rillen l'ilnistidfen liat jedi' Kilni- nesellseli.il't Interesse. Vielleielit wenden Sie sieh einmal an die dr.i- m.itiirniselie .Miteiliin;;' der l'fa, lierlin SW dS, Koelistral.!e «-10.

J) I) r a r. H e r I i n : N.ieli den sill>;emeiii f;iilti;;i'U (ielir.-iiielieii im Zeitnnus^cw eilie werden iiielit .-ili- neliulie iirielC ii.ieli 1 \\ iiclieii \ er-

Zeitiinns:;i\> 1 I ■.!• \>

neliulie iirielC ii.ieli 1 \\ iiclieii \ ei niclitet.

S t r e I i I z

KnelistraUe fil. Die niäniilielii'ii llaiiptriillen in ..Kiiiii« der Ku- iny.e' spielten \ietiir Varkoni und Hndiilf und .li>se|ili SeliiliiUr.'iiit. .Nein, man kann in Hiieliliaiidliin- ■;i'ii keine Filniniaiiiiski iple k.inten.

II n ;;■ i> l'.. 1" r e i li e r s : Kiii AntoKiamm (= iN;;i'iiliainliKe l'ii-

d I. I r : L\a de l'iitli. Dolnres del lüii. Inici;;ene Holiertson wohnen, liexerlv - Hills. Ilidlywood. Kai. lietty liiid wohnt lierlin W. Kiir- l'iirstendamm i':'(i, Iw.i \\ .inja Her- lin-Cliarlotteiiliiirf;-. DeriilMirnstr.ille \r. .'i^i. Dolores U«'! Ifio ist «c- seliiedeii.

I" r a II .\l i a \V.. H e ii t li e n : Donylas Kairh.iiiks. der (lalle \ im

Mary l'iekfmd, »ohiil Iteverly- l^'VlUTiaai. rDIIL'lll. OlPCl

Hills. Hollywood.

K r n s t \ e e h es . V e r - Lm^^^t^mt^^^^m^^^m^mm^mmmm^^^

e Ii r e r i n . H a iii l> n r k' : Ca-

iiülla llorn lih'ilit vorliinrip; iioeh '

in Amerika. Kriist X'erelies' l.ieli-

liimsldnnieii sind Hosen. .leiiiiy Jw^o iiml Ileniiy Torten werden .in

die talli^eii .Aiitonrani erinnert. .Maly Delsehaft woliiit lierlin \\ . W il-

lelsl.ailier Stralie Jf*. hat am I. Dczemher (Jehiirtst.i;;. ist niil einem Kaiif- m.'iiiii verheiratet.

.\l a r K a r e I e II.. I" r i e d e ii a ii ; (iii-tav V'rühlieli ist i.iil Klizza la I'orla iinselälir seit einem .Inlir entlolit. (Jleieh zum l'iliii. Carnien

$t\Ü^tt fO ttßtt)D6

un6 gealtert bor

0^mtt

um 3cil)u

6urd) 6cn löifTcnKtaftlid) funöicrtcn ncuucn-nä()rftpff

BIOCITiN

i^ci'ijcftcllt nad) 6cin L'^cifahicn v. Vvof. fvibcimann. Darum: ocl^ bcinc Hcrucn in otanM nimm Bipcitin! (Prböltlid) in 5lpDtl)cfcn u. Drpiicnl)anLMci. Drudfad). t'Dftcnl, i5iDcitinfabnf, Berlin SW 29 Fm.

Hauptrolle in den» IIosrPw.TM-FlIni ,.<;"seliielitpn ans dein 'Wieiipr AValiT'. Diireli diese Firma (SW Is. Kriedriehstralie iäd) z.ii erieieheii. Sehwede. .1a- wohl. AVilhelm Dieterle ist aiieli im l.cdien n:«''«;'" ^o selilieht wie in seliiin l'ünien.

(i i s e I a li.. H e m s e h e i d : I»oii;;las Kairhanks" .\ilresse finden Sie an anderer Stelle. .\in 2:1. S\:\i (jelioren. Das .VIter wiril nicht he- kaiintseyehin. Kr hat einen Sohii. iler elienfalls Douglas lieilit. Sein iieiiesier l'iliii: ..Der \ierte .Musketier". Hosen. Heilen. .Villen iiinl Haare dunkel. Dnreh den Verl i;; .M.ix .Mattisson. .\dresse ;iii aiidertr .stelle, erhalten Sie sielier (las (iew iiiisehie. Koiiald Colman. ('nl\ er-Citv. K.iliforiiien; Harry l.iedtke. Hei lin-tuiiiiew.-ild. liisin.irek.-illee Ifi. ICiii Nierteljahri'sahoiineini'nt des Kilmnia^aziiis kostet .j.Jil il. ziizüfiplieli I'orto. K ä t !■ II.. II .1 n 11 o V e r ; Hairy Halm widiiit IvcrIin-IIaleii.see, \\ est- f:i|is(dii' StralJe ;!!. hat am IT. .laiiiiar (iehnrlstaf!;. ist mit Xielit-Selian- s|iielerin ^ erhidratet. Kred laniis J.ereli ist ledi)r. hat am i'S. >l:irz (ie- liicrtst.i;;-. wohnt lierlin W, Kiirriir-teiid.-iinni ;!7. l.ya Maras .Vdrosse: lierlin-Wi'steiid. I'oninieriiallee ä. (ielmrtstajr ifM 1. -\ii;;nst. mit Friedrieli Zeliiik verheiratet. I.i.iiie Haid. mit li.iron Ilaymerle \erlieiralot, wohnt lierlin \\ 1.'). Dnisliiii^er -Stralie !.">. wurde am Ui. .Vii^iist in Wien frc lioieii. .\lle Kiiiistler ycheii .Xiitosiainme.

(i e r d .1 II 11 d Ii e r t a ans Kiel: rr.ink .Marion ist iiieht .ler Minder vdii (Isk.ir .Marion.

T. (i.. 1..: Der Kilni ..Kampf ums .Matterhoni" wurde vor iiiiKef:ilir ^ iei Wdelien im l'fa-I'alast am Zoo nianf'iefiihrl. I'eter \'oü wohnt lierlin W'. I'.iriser Straße .'i.

K 'j: o 11 v o n .1 o r d :i ii - \' e r e h r e r i n . K r f n r t : Die H;nipt- ndlen in ..Was Kinder den Klleiii \ erseliw ei';eir' spielten: .Mary .lolin-

son. Elisahetli I'in.i.jeff. Kriist Ve- nhes. Andre .Mattinii. Xina \aiina. Hamon Xovarro wurde am (i. Ke- liin.ir in Diiranso (.Mexiko! «c- lioren. Noch nicht in Hi'rlin. Wird \orher niitucteilt. Knun von .Tor- (l.in ist .sein- viel an der Spre(li- liiihni' täti<r.

II o r s t K.. .\ I I e 11 ^ t p i n : ^liUon Sills Viliiit fleiUi;?. Vor einisi'r Zeit erschien in lierlin sein Kiliii ..Kampf im Tal der Hieseii". Colleen .Moores neuester l-iliu heilil: ...Mädel sei li -h ". Vom Cl.ira lio« erschien kürzlich ..Hin ich Ihr Typ?" li.irh.ira Keiit wird ielzt in I)i-nts<dilan<l filmen.

H i I d p S.. M ii 11 e h i- n : Die .\dresseii cler i;eiianiiieii amerika- nischen Filmstars finden .sie an anderer .stelle. .\nii:i .M.iy WoiiK erreichen Sie dnreh KichherK- Film. lierlin SWIS. Friedriehstralio .\'r. 171. tolleen .Motne 'durch First .X.ition.il. Hill Ipink-IIolly wood. Kai. (Irete Ifeinu.ild iiiiil .Mary Kid wohnen lierlin W. Kurfiirsten- damui ;!T. Hensimi ]{e>;ina. Kvelyii Holt wohnt lierlin-Charlotteiihiirt;. Schiliei-traUe 121. Hri;;ilte Helm

Herliii-Dahli Im Winkel .'..

K 1 I i' II .1 a c k o o r , L P i p - ■/. \ K : .Vlier selhstverst/indlieli, .lack Trevar Iilciht heim Film. Ktvva :i— I .lalirc. .Sie erhalten ein JJucli iilier das Filmmaiiiiskript im Vpr- l.is Max .Mattisson. lierlin SW IS, Hitln-tral.ie 71. .Senden .sie Ihr Manuskript in Form eines Kxpo- ses d' .( .Schreihm.iscliiiienseiteiij direkt all die Filninesell.sehafteii. wie l'fa. lierlin sW (,s. Kochstniüp Xr. s— Kl. Xalional. sW 4«, Fried- riehstralie Id.

D 0 r a . t; ö r I i t z : Willy l'ritsch vvoliiit lierliii-Charlottpii- hiirj;-. Kaisprd.'imm ii."i, und hat am il. .lanu.ir Cphiii tsta«:. Das .Alter w inl nicht liek.iiinl?;c';;elien.

F i 1 m s e h w ii r in p r i n Ur- sula T.: .I.iwidil. für ilie Hesor- ^11111; vmi .Vntonrammen herpclineu wir .lO l'f. (in liriefniarkpii zu sen- den) |iri) iiildk.-irte.

H e n - H p I. in R i k a : Hri-

üittc lli'lni wohnt Herliii-Dahlein,

Im A\ iiikel 5. In Slrindherfcs

..H.iiiseli spielten I.ars Hansoii

iiiiil (üiia Malles die Hauptrollen;

fiiilier wiirilp dieser Film mit der

Xielsen niiil .\hel );ptlrplit. In der

..(irolien I'ausp spielten llenny

Horten, l.ivio I'av.inelli. W'.ilter

SIezak. Iwa Waii.ja ilie llaiiptrellpii.

H erst W'.. K i) II i f; s h p r gr : Ol;;.! liaclaiiova ist Hiissin lind von

Sam tloldwyn iiaili Hollywood verpflichti't. N'era Schmittprliiw spipitp

eine Holle in ..ICiiie kleine Freiinilin hranclit ja .jedpr .Mann".

.S. (). S. 1 (< : .lawulil, der .Name (iiiniiar Toln.-ies ist ..echt". Tolnaes i^l Xorwcjjpr, wurde am 7. Dezpiuhpr in Oslo hc'""'''". unverheiraKI. Hans .Mhers VNohiit lierlin. I.ennestr.ilJe 7. (»skar MaviO'; K'hl AiitOKraniinP. I\aii l'etrovich erreichen sie durch dii' (irepnbaiiin-Filiii. Hprliii SW G8, KochstraUe IM.

K i n F r e n n d \ o m F i I m n ii d M a fr a z i n : Dita Parlo und Käthe von Na^j ;;(dieii .\ulo^;raminp. liildkarleii von Filmstars erhalten Sie in .jeder liessi-ren I'aiiierli.iiidliiiifC. Dita l'arlo ist im Aiispnhliek noch in Hollywood.

Z v\ e i I' i I in f r e u d i n n p ii a ii s W a I d p n h n r s : Hciinon Xn- xario. Heverly -Hills, Ilidlywood. Kai.. (iehurlstaK: fi. Fehriiar. J,ya .Maras Adresse: lii-rlin- Westend, l'oniniprn.illee ."i. tiehiirlsta";: 1. .\ii)iiist. Liane ll.'iid wohnt lierlin W 1,'>, Diii~lun;;cr Sir.ilJe i:>. (iehiirtstai;;: Ifi. .Viikiis'j Maria Händler li:it am 'M. .Iiiiii (ielmrtst.'if; und wulint Herliii-HalpiisP' .\ll(reclit-.\cliillcs-StriilJp ,'>a. l.ili.in ll.irvpy w nrdp am 19. .laiiiiar gplioiPi .\drpssp: liprlin W l.'i, DiisspMorfpr Strali'p 47.

Kitpl K.. li r e s I a u : .\l|p Kiinstlpr Kchen .\ntosr;iiiinip. Sendi^ sie uns. liitip. eine liildk.irtp «Ips hetrefrenden Stars und Mt IM", in Hrie. m.irkpii Pill, d.iiin wprdpii wir lliiipn piii .ViitOKiamm hesorfren. Os (Iswsilda wohnt lierlin W tu. HulieiizollPriistr:iUp II. Tliplina Tod j lievcrly-Hills, Hollywood. Kai.

(! •;. K.. (; e 1 s I j 11 •; e n ; Fritz l-an}; i.st diireli Fritz Laiifr-FilnJ lierlin SW is, Fri<'driclistralJp ■-'21. zu erreichen. Dio .Vdrpssp ilpr Kiiipikili München. Soniienstr.il.;e l.'i. Das Filmmaf;.izin hrui);! mir Hihlpr von Filnij (;roUeii, aher niilit von .seinen Lesern.

Sdiaditel 1.90 M.

Jfa^Theater werden mit

Verkaufsstellen:

Kurfürstendamm 236 Beothen, Bahnhofstr. 13 Braunschweig, Münzstr. la Bremen, Hcrdcntorstcinwcg 5 ' Breslau, Junkcrnstr. 38 40

Ikcplatz 2 Coblenz, Schloßstr. 35 Dortmund, Kciiscrslr. 6 Dresden, PraiJcr Str. 35 Duisburg, Kuhtor 2 4. Gcncralanzeigcrhaus Düsseldori, .isenach, FraucnbcrjJ 9 Elberfeld, Altenmarkt 13 Essen, Huysscnallcc 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 Halle, Masjdcburger

burg-Nord, Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr. 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 205 Kiel, Holstcnstr. 61 Köln, Hohe Str. 64 Königsberg,

Leipzig, Rudolphsir. 4 Lübeck, Breite Str. 19 Magdeburg, Breite Weg 3 b Mannheim, A. 2. 5. München, Salvatorslr. 18 Nürnberg, Färberstr. 16 Stettin, Moltkcslr. 5 Stuttgart, Rotcbühlstr, 41 Wiesbaden, Wilhelmsir. 18. AuBerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.

e l>lUli.eticl sieltsi aus!

..Was für rosige Wangen, was für eine volle Figur hast Du doch bekommen !" „Ja das verdanke ich nur

den Eta-Tragol-Bon-

bonS." Die unschönen Knochenvorsprünge an Wangen und Schultern schwinden. Pfund für Pfund nehmen Sic zu, an allen Körperteilen zeigt sichFettansatz.Unbchagen und Unlust weichen, und nach ein paar Wochen hat das bisherige schmächtige Aussehen einer vollen ebenmäßigen Erscheinung Platz gemacht. Durch den

Genuß der „Eta-Tra- gol- Bonbons" läßt

sich das Körpergewicht in einigen U'ochen um 10 bis 30 Pfd. erhöhen. Zugleich schaffen sie aber auch, in- dem sie die roten Blutkör- perchen bis zu50" rivcrmeh- ren, Nervenkrafl und Blut. Zu bezichen von der

a"-Chem.-techn. Fabrik Berlin-Pankow, 137, BorkumstraBe 2

chachtel M. 2.50 gegen Nachnahme

Treppen- und Zimmerläufer Teppichvelours' und Boucle Tisch - und Divandecken Linoleum Kokosmatten

ichard Vogel * Berlie

Potsdamer Strafse 14 Nähe Potsdamer Platz

II

Bei Barzahlung 7",, Kassa-Rabatt auf die ausgezeichneten Preise, außer für Linoleum und Marken -Teppiche

bae alfoljoUinnc ä^iUä) cmpfo()(cnc :23o(feigctränf

iSarümel'Tttähbier

!! Cr beRommt keine Ol£kf3e! !

Denn er sorgt für eine gute Durchblutung der Kopfhaut, Also, Ernährung des Haa res durch Kopfmassage und Haarze"

bad mit dem „Punkt- Flakon". „Punkt-Flakon" cnihält „Punkt- Tropfen" nach Chefarzt Prof .Dr.Fcrrua.

Preis R.M 3.60.

dunntiaplizen xnil DuTclila.uf

iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii

äuim

satz- ( Punkt - RM. 2.75 Fabrik L. M. Baginski.G. m.b.H., Berlin-Pankow 42

JglMl>>SesseI

■■■■■■■■■^■■lillBlIIIi^

Kurze Zeit in der Großen Kunst - Ausstellung DaOlOeim benutzt, fast wie neu, verkauft von

^5 Mark an in Stoff Rind-Eeder 95 Mark

H. £ipKe, Berlin STV, Koc^slraße 6 bis 7

lllimnillllliuinillliiiiiiiiilllllllllllllim IIIIIIIUU lllllllinillllUIIIIIIIIIIIUllllHUlilii iliiiiiiiiiiiniiiiimiininiiili nniniminniinin^fii|npnnj)«mnnipjmniimnMi iHiiiiiMnniiMpmiiininiinniinnniiniminnmiiiiiiiiiiiiinilllll

izelpreis 40 Pf, für das Heft. Bezugspreis durch die Posl monatlich 1.75 M. Verlag: Illustrierte Filmwoche G.m.b.H., Berlin SW 68, Kochstraße 6—8. Schrift- 1 1 u n g A. Rosenthal— Aros, Berlin. Für die Redaktion und Herausgabe in Oesterreich verantwortlich Robert Mohr, Wien 1, Domgassc 4. Verantwortlich für Anzeigen jlhelm Schaefcr, Charlollenburg. Anzeigcnver waltung Bcpa-Vcrlag, Berlin W 35. Blumcs Hof 5. Kupfertiefdruck: August Scher! G. m. b. H, Berlin SW 68

n- (. llil'

\V;l

Ol: :ill

1r.

n

Sc

W-.'

Die Aufnalime-imd Wiedergabe- Apparate für die Amateur- Kine- matographie sind billiger als Sie glauben. Wir beraten Sie gern kostenlos. Besuchen Sie doch einmal unsere Ausstellungs- räume Berlin, Kochstraße 6-8, oder schreiben Sie uns bitte.

Ufa-Handelsgesellschaft m. b.

(irößtes Spezialhaus der Kinematographie

Berlin SW (i8, Kochstraße 6-8

n zu bncn, 1 es stolz „Es ""rau

hter -■me der ker ^lit sie erz

nd

as n

^ ^

T>'

^^^

s'rMiMER2 / BERLIN, 13. J AXT AR 1929 / PREIS 40 PFENNIG [

Phol. Via

cJoeii^ Lninxcmn in „[Asplialf (Siebte: ffoe Q^flay)

I

1^

DieAufnahme-undWiedergabe- Apparate für die Amateur- Kine- matographie sind billiger als Sie glauben. Wir beraten Sie gern kostenlos. Besuchen Sie doch einmal unsere Ausstellungs- räume Berlin, Kochstraße 6-8, oder schreiben Sie uns bitte.

Ufa-Handelsgesellschaft m. b. H.

Größtes Spezialhaus der Kinematographie

Berlin SW «8, Kochstraße 6-8

m

m

D 1 i: M o c II K \ s c n K I i t d i. k r i l m f h r. i \ n e

r/ior ^?/»Vin

Pichard Baribelmes und Betty Compson in „Das Lied von Sing-SinQ"

||;.H» . jninn».^^mil

F\

\

dem Gegenspieler die Stellung zeigt. Natürlich wird so nicht jede Szene vor- ^jespiclt. Bei routinierten Darstellern ge- niigen oft Andeutungen, mündliche An- weisungen. Aber manchmal genügt das Wort nicht. Vor kurzem wurde die Fra^e aufgeworfen, wie man sich hin- setzt, wenn man einen Frack anhat. Drei Schauspieler, und zwar ganz be-

ncr vorspielt, nur an. Sie geht aber bei der Aufnahme aus ihrer Reserve heraus, knickt unter dem Angriff Fröhlichs fast ganz zusammen, biegt sich zurück, um auch ihrerseits anzugreifen.

Wir sehen diese feinen, kleinen Nuan- cen auch auf dem obersten Bild der rech- ten Seite.

Hier markiert Fröhlich, während May

Kn

^

\\

I

^V

f^

kannte Namen, hatten darüber ganz ver- schiedene Auffassungen, und doch war die Lösung des umstrittenen Rätsels cijgentlich ganz einfach.

Es gibt nämlich gar keine Regeln dafür. Man setzt sich einfach auf die Frack- schöße. Die Zeugen dieser Debatte und die Schauspieler selbst wollten das zu- nächst nicht glauben.

Man beschloß, auf zwei ganz exklusi- ven großen Bällen wirklich tonangebende Männer zu beobachten, und es stellte sich heraus, daß der Regisseur recht hatte.

l'hüt. Ufa

\

rßcMw

Der Scheich und der Sohn des Scheichs sind zu be- rühmten und erfolgreichen Filmpersönlichkeiten geworden. Wen wundert es da, daß die ameri- kanischen Textdichter, die schließlich pro Jahr für siebenhundert Filme Ideen finden müssen, nun auch darauf gekommen sind, daß ein richtiger Scheich auch ein- mal eine Tochter haben kann, die Filmabenteuer zu be- stehen hat.

Man läßt also in einem neuen Paramount-Fiim Zaida, den Sprößling irgendeines mächtigen Wüstenfürsten, aus Amerika kommen und will sie dann mit einem Bcduinen- häuptling verheiraten, der den poetischen Namen Kada. der Schakal, führt. Die junge Dame hat nach ihrem amerikanischen Aufenthalt kein Verständnis dafür, daß sie ausgerechnet den Mann heiraten soll, den die Familie bestimmt. Sie lehnt also die Vermählung mit ihrem Lands- mann Kada ab und interessiert sich mehr für den Kapitän Colton, der irgendwo bei der Fremdenlegion dient.

Leider findet das Interesse nicht die nötige Berücksich- tigung, denn Herr Colton kümmert sich viel mehr um Wanda, eine schöne Engländerin.

Es ist schon mehrfach in dicken Büchern untersucht worden, was der Frau erlaubt ist, wenn sie liebt, und die Handlung des Films ergibt ein ganz neues Kapitel für der-

■••rmmis''----'^'

"^*^.«y»l)',, -

An die StellP Hm- ^ ^'"^^^'^ entführen.

^ ""» uer oarnison

hallen. Uilfercnzcn mit Herrn Kada

i^'c amerikanischen F,lr«i^ , -^ e,ne n.cht gerade alhth :"*"'^'^'^- ^^ Ka.pf 'ast unglaubliche We,se Si' ''•^'"^'^ märchenhafte und

--S Hauses einen Filni. der d-lZTl " '" "^'"^^ von Soldaten zeigt. ""^* ^°" Tausenden

V^i^erstämme den^Tr .k^ch: ''r-^^^'^^-h- w.lden ^- Garnison .st gerettet und .: ■?''"''" ''' ^'^^t. ^a.da w,rd von d "''"'^" ^'"^- -f^-

^-P-, d,e .iH^I^^:-!-^^^-- ^^^^ ^-'-^'^ ver- -"■de Richard Arien üb^rt 1 "'^'"- ^^P''^" Molton «anten Schauspieler. Das Mih"' ""!" -"^^-ten. ele- ^-ffen, wie denn überhaupt d^ ' . ^"^^--'^hnel ge-

-"^ R-'der ergibt von e "T'"'^ ^^^"^ --^er-

-^-.a.nceWre:X.;^;--fr^Kr^'^

' "*^' 'm Kahmen

einer eigenen Produktion bei der P.

I.«bscher B.lder hcraus.ebra . h , d ""°r' ""' ''^""

DeuUchland Beifall ,,„dl ' "'■ ''" ""''"'■'*' "eh ■»

-Weste Gesend der Wel" s, L d , ' '"•'"■ ''"" ^''

';- v,e, n,n,.eh ^^rJÜ^T 21''^ t' r:r ''"'■ klar a„( der Hand. Man will Ah u\ '''''" '''«'

= "en. an,, de„ n,oder„:„ ^Lel rell :'""r "' "°"" ™' beinah in Europa und Amerika p""'!^ '"'""'■ ••- D,e Wü- „a obl.salorisch war.

noch unerforschtes Gebir d!" Tl'" d"" "" '"'"" «ichnen sich nicht nur durch k- ^^ ' "" *""='"'"• -- ="ch durch .aleris'rrr:::::":: ^^^^"^-' ^

-e:':::;t::'stert""^°'^^«''-'^--

-nder. „r den F.: ^:T°'"'"' ^^'^"»'^-e he-

n-ltn:;ln"^""/" <--*''-»'- alle.

M»nd wegdenken ^n TJ: '■'" "'"f "■" «""- "^er del "■ema se,„ wie etwa in die „';;:."'"' ü"'" "'"''■ "-I. mi, .u den, Besten ..erech' ? d ""'"'"'' '"'-

•<■-=... den ze,,uio,d.t:e,,r;i:r: -f--^..c.--

den ',^F;;!,?",',„'V,t. "ei:;"""'"'^" T"cka„f„ah.e„ die licl.l<e,t. d,e n,e,kwi,rdi«er";,er ^'"""«"»'"-''c Mög- ""d Reg.sseur benut.t ;,rd " '" '"■" ''""•''■cMcr

/'".'/ /',/;„

J^

/} Sporlensfinhie aus hraunwfifi-iarierlem Jfrsey mit passendem Schal and Kappe und hohen beigefarbigen^ Vellington-Boois.

2) Sportensemhle aus blauem Jersey mit gelblichem Jumper und Jade mit blauen Streifen, dazu blaue l^derjacke und Wellington-Boots. Skianzug aus grünem imprä- gniertem Gabardine, Lumber Jackett mit Reißverschluß, Windjacke mit Kamel haarfutt er.

3) Sportensemble mit Jäckchen aus sandfarbigem Kamelhaarjersey mit passender Kappe.

4) Skianzug für den Herrn aus beigefarbigem Gabardine, für die Dame aus blauem Gabardine mi blauweißem Lumberjackelt.

5) Skianzug für den Herrn aus bräunlichem Gabardine und für die Dame aus blauem Gabardine mit weißem Lederlumberjackett mit Reißverschluß und blauer Mütze.

ö) Skianzug für den Herrn aus blauem Gabardine, für die Pame aus grünem Gabardine mit passender Wollkappe.

Sämtliche .Modelle: .4. C. SteinhardI, Berlin. Aus der i'ja-Drulig \\ pchcnschuii. .\tifnahiiien Schert.

i^i

u

(

Die Amerikaner verlegen ihre Filme neuerdings gern in das englische Europa. Dafür haben sie zwei außer- ordentlich wichtige und einleuchtende Gründe. Sie entrücken das Milieu der Kontrolle ihres heimi- schen Publikums, können sich im Manuskript und in der szenischen Durchführung mehr Freiheiten lassen und kommen gleichzeitig der Mentalität unseres Erdteils entgegen, die gleichbedeutend ist mit einer verschärften Wirkung auf das europäische Publikum.

Norma Shearer, der bedeutende Star der Metro-Goldwyn, hat sich mit Vorliebe in der Darstellung von vom amerika- nischen Standpunkt aus gesehen fremdländischen Typen beschäftigt. Sie spielte, um nur ein Beispiel zu nennen, das auch bei uns sehr bekannt ist, die Käti in Alt-Heidelberg und erscheint jetzt in einem Film als kleine Schauspielerin. Man hat als Überschrift für dieses Filmspiel nicht ohne Absicht das Wort ,, Komödiantin" gewählt, denn es handelt sich um eine kleine wandernde Truppe, wie wir sie auch in Deutschland kennen und deren Wirkungsort man gern mit dem Wort ,, Schmiere" bezeichnet.

Allerdings ist es nicht das Milieu Strieses, sondern diese Vorstellungen irgendwo in der Nähe von London stehen in ihrer äußeren Ausstattung auf ganz großem Niveau. Sie zeigen ein Maß von Ausstattung, das man hier in Deutschland an manchen kleineren Theatern kaum finden dürfte.

Das liegt wieder daran, daß der amerikanische Film in erster Linie auf das Auge gestellt ist und so viel Schönheit und Niveau verarbeitet, wie irgend angängig.

In dieser kleinen englischen Truppe wirkt Rose Trelawney als Liebhaberin, verliebt sich eines Tages in einen jungen Mann, den sie auf romantische Art kennenlernt.

\

Nornia Slieorer als ,.Kumödiantin"

l'i^l. M.O.-M-

rieht, den man dem frischen, leben- digen, natürlichen Menschenkind er- teilt, wird zur Katastrophe.

Schon die Tatsache, daß sie eines Abends Klavier spielt, während die alten Herrschaften sich am Whist er- freuen, führt zu einem großen Krach, der aber gar nichts ist gegen den Sturm der Entrüstung, der ausbricht, als Rose eines Abends ihre alten Kol- legen empfängt, die etwas mehr Lärm machen, als es im Hause des Vize-

Norma Shearer und O. P. Heggie

Normo Shcorer und Ralph Forbos

Eines Abends kommt es, wie das bei jungen Leuten häufig passieren soll, zu einer Liebes- szene, die von den Kollegen und Kolleginnen belauscht wird und die schließlich die Ge- schichte spielt in England zur offiziellen Verlobung führt.

Aber der junge Bräutigam hat die Rechnun<4 ohne seinen Großvater gemacht, der wohl die kleine entzückende Frau, nicht aber die Schau- spielerin in seiner Familie willkommen heißen würde.

Die Braut nimmt vom Theater Abschied, um sich im Hause des alten Herrn für die Ehe vor- zubereiten.

Aber der aristokratische Anschauungsuntcr-

l#V^

MaauBMoaBaik

kanzlers zur nächtlichen Stunde im all- gemeinen üblich ist. Die Geschichte endet damit, daß Rose das Haus ver- läßt. Sie kehrt ans Theater zurück, verliert aber auch hier bald jeden finanziellen Rückhalt, weil die kleine Truppe pleitemacht.

Arthur Gower ist verschwunden. Man sucht ihn überall vergebens.

Schließlich löst sich alles in Wohl- gefallen auf. Der alte Lord finanziert ein Theaterstück, in dem Rose die

Normo Shcarer und Ralph Forbes

Hauptrolle spielt. Sie ist überrascht und be- glückt, als sie auf einer Probe erfährt, daß ihr Verlobter ihr Partner sein soll.

Aber dazu kommt es nicht, denn der alte Gower erscheint wie ein deus ex machina, gibt seinen Segen, so daß es statt einer er- folgreichen Premiere eine fröhliche Hochzeit gibt.

Das Ganze erzeugt den gleich guten, be- friedigenden Eindruck, wie ihn ein spannen- der, fesselnder Roman zurückläßt. Norma Shearer gibt der Rolle, wie das schon die Bilder erkennen lassen, ihren ganzen Scharm und ihre ganze Anmut. Ihr Partner Ralph Forbes zeigt alle Vorzüge der amerikanischen Heldendarsteller.

^L

•vcr^

^JÜ^"^

Im Berliner Wintergarten, an derselben Stätte, wo damals die Aufnahmen zu Jannings' großem Film „Variete" gemacht wurden, arbeiten jetzt hoch in der Luft die drei Codonas, die wir hier im Bild zeigen. Es sind dieselben Künstler, die auch in dem großen, bahnbrechenden deutschen Film mitwirkten und die man auch auf den Bildern sieht, die wir aus dem Film hier auf dieser Seite bringen. Die drei Codonas haben ü^brigens ihre ausgezeichnete Arbeit im verfilmten Variete erst vor kurzem sehen können. Sie waren begeistert, nicht nur von ihren eigenen Aufnahmen, sondern auch von Jannings und Lya de Putti.

r'f*.^"<-V,

«>K^

' --^"

sjdn, Ukmc -HÄNDEN

vIVÄ &U, Sie ERKENNEN

VON M AR/ANNE RASCH IG

In den Händen vieler in beruflichem Zusammenhang ste- hender Persönlichkeiten fielen mir gelegentlich Ähnlich- keiten und Gleichartigkeiten der Handlinien auf. Oft auch wurden Gegensätze in den Charaktereigentümlich- keiten, die sich jedoch zu ergänzen geeignet waren, sicht- bar. Man kann gleiche Beobachtungen wohl auch von den Handschriften und Gesichtszügen von Menschen machen, die der Art ihrer gtnieinsamen Tätigkeit nach gegenseitig durch gleichartige Erlebnisse stark beeindruckt werden, bei Ehepaaren, Lehrern einer Gemeinschaft, Mitarbeitern gro- ßer Unternehmen und Ämter. Im Handbild des Filmregis- seurs und der mit ihm besonders häufig arbeiten- den Filmschauspieler fand ich oft überraschend große Ähnlichkeiten in Form und Abmessungen der Handlinien. Es braucht sich dabei nicht um ständig fortgesetzte Zusam- menarbeit zu handeln, was z. B. bei Film und Bühne nur in seltensten Fällen stattfindet, allenfalls bei Ehepaaren wie Joe und Mia May, Zelnik und Lya Mara, Eichberg und Lee Parry, Nelson und Käte Erlholz.

Um Ähnlichkeiten der Linienführung zu rechtfertigen und ihre Entstehung zu begünstigen, ist ein ständiges Be- eindrucktwerden nicht unbedingt erforderlich, wenn es nur intensiv genug ist. Es genügen ja schon, wie wissen-

Serie II.

schaftliche Untersuchungen ergeben haben, die feinsten, kaum merklichen Vibrationen, veranlaßt durch die sogar noch unter der Bewußtseinsschwelle verlaufenden gedank- lichen Einfälle, um Ähnlichkeiten im Denken und Fühlen

hervorzurufen und diese Ähnlichkeiten auch nach außen hin zu projizieren. Wer sich für die wissenschaftliche Be- gründung dieser seltsamen Tatsachen interessiert, den ver- weise ich auf meine in den Vorjahren erschienenen Artikel über mein Handlesesystem in der ,, Koralle", der ,, Garten- laube", im ,,Buch für Alle" u. a. sowie auf die vergleichen- den Studien des Anatomen Medizinalrat Carus, des engli- schen Physiologen Charles Bell und des Psychologen W. Preyer-Jena. Wie weit solche Ähnlichkcitsi^rkenpung möglich ist, will ich zunächst an den beigefügten sechs Handbildern nebst kurzer Linienangabe erläutern. Mir fiel solche Übereinstimmung zum erstenmal auf, als ich vor vier Jahren die Hände von Mauritz Stiller, Greta Garbo und Einar Hansom aufnahm, die ' mir durch Pabst zugeführt wurden.

G. W. Pabst, diesen feinfühligen und genialen Regis- seur, lernte ich kurz zuvor bei Paul Wegener im ,,Wege- ner"-Atelier in der Friedrichstraße kennen. Es war zur Zeit harter Kämpf?, und Wegener sagte zu mir: ,,Was ich da von Ihnen höre, ist ja fabelhaft. Wieviel Fehler hätte

wohl gleiche Form und Knickung aufweisen, aber ihrer I.änfje nach verschieden sind. Das Liniennetz auf dem Daumenballen (Venusberg), das starkes Schönheitsemptin- den und ein reiches Sinnesleben andeutet, wie es bei einer derartigen künstlerischen Betätigung auch unerläßlich i^t, ist bei allen vieren sehr ähnlich und besonders reichhaltig ausgestattet, die Form und Lage der Finger gleichfalls übereinstimmend, besonders des Daumens. Ich gewann den Eindruck, diese Hände gehören zusammen zu gemeinsamer Arbeit, zu Kampf und Sieg, wenn auch ihre Wege zeit- weise getrennt sein werden.

Die Kunstlinien, zum Ringfinger gehend, sind verschieden gestaltet. In Greta Garbo s Hand sind sie in unend- lich vielen, zarten, ährenartigen Linien angeordnet, einem wühlbestandcnen und zur Ernte reifen Getreidefeld ähnlich. In der Hand von Werner K r a u s s fällt die eigenartig schöngestaltete Kimstlinie besonders auf, die in geradem Aufstieg, von der Wurzel der Hand bis zur Wurzel des Ringfingers gehend, den Kelch einer Wunderblume trägt, die von Zeit zu Zeit herrliche Blüte reifen läßt. Einen klei- nen Teil der damals zur Entfaltung reifen Blüten bespra- chen wir damals, und es beglückte mich sehr, daß ich auch ihm wie so vielen aus der Hand zweckmäßige Winke für wichtige Entscheidungen geben konnte. In seiner Villa im Grunewald verlebte ich einen herrlichen Tag in angeregtem Gespräch, der mir auch besonders dadurch unvergeßlich geblieben ist, daß sein eifrig zuhörender elfjähriger Bube,

ich schon verbessern und üble Folgen vermeiden können, wenn ich Sie und Ihre Kunst eher kennengelernt hätte." Er rief Pabst herbei, den er als Künstler mit besonderem Verständnis für seelische Zusammenhänge als den kommen- den Mann einer tiefer schürfenden Filmregic bezeichnete. Ich wurde nicht enttäuscht, Pabsts Hand, die ich in der Folgezeit noch mehrfach beobachtete und beurteilte, spie- gelte stets getreulich die einzelnen Phasen eines kompli- zierten Werdeganges wieder. Man sah wie durch ein Fen- ster in einen lichten Ort. *

Bei Vergleich der Hände von Pabst und seinen Mit- arbeitern in der ,, Freudlosen Gasse", besonders mit A s t a Nielsen, Greta Garbo und Werner Krauss, ist der Gesamteindruck der männlichen wie der weiblichen Hände einander sehr ähnlich; man sieht in allen das gleiche schwungvolle M in großer Linienführung, die bis in den Zeigefinger reichende, stark verästelte Herzlinie (obere Querlinie), die bei Asta Nielsen und Greta Garbo' bei glei- cher Abmessung überaus ähnlich verläuft. Die Nebenlinie, die sich bei Greta Garbo wie ein mehrfacher Reifen (Saturn- ring) oberhalb der Herzlinie gebildet hat, ist nur ein vor- übergehendes Zeichen, da^ auf einen schweren Herzens- konflikt der im Gemütsleben besonders empfindsamen und f'^irfühligen Filmkünstlerin hinweist und inzwischen wohl längst wieder aus der Hand verschwunden ist. Denn zum näheren Verständnis muß gesagt werden, daß Nebenlinien veränderlich sind, gleich der schwankenden, eindrucks- empfindlichen Psyche ihres Eigners, und daß nur die tiefe- ren Hauptlinien ihre ursprüngliche Einzcichnung im allge- meinen behalten, allerdings auch bei Schicksalswendungcn besonderer Art ihre Form verändernd, ersichtlich nur in der rechten Hand.

Sehr ähnlich verläuft bei beiden auch die Kopflinie (mitt- lere Querlinie), während diese Linien bei Pabst und Krauss

i

-^-m. T

ganz des Vaters Ebenbild, auf die Aufforderung, Schul- arbeiten fertig zu machen, erwiderte: ,,Ach, Vati, laß' mich lieber noch zuhören, hier kann ich doch Wichtigeres für. dein und Muttis Wohl lernen, als wenn ich jetzt die Schul- aufgaben mache. "

Wie in der Hand von Werner Krauss ist auch in der von Asta Nielsen die Kunstlinie als eine Wunderblume ge- zeichnet, an schlankem und schwankendem Schaft, nur ist II die Widerstandskraft dieses Schaftes nicht so robust wie \m der Hand von Krauss, so daß der größere Teil ihrer IjWunderfrüchte uns wohl schon beschert sein dürfte. Aber lies war eine köstliche Bescherung aus des Schöpfers Hand, Ko daß Asta Nielsen in der Geschichte des Films stets ein ^'csonderes Ruhmesblatt darstellen wird. In der reich aus- gestatteten Hand fällt besonders die lange, gerade, helle lerkurlinie auf, die, zum kleinen Finger gehend, stark [rzieherische Wirkungen auf den künstlerischen Nachwuchs lefät.

Vieles im Handbild von Louise Brooks ähnelt dem iren, vielleicht wird uns hier später eine wahre Nachfol- jrin der Nielsen heranreifen. Das Zeug zur Filmtragödin it sie in sich. Auch mit dem Handbild von Pabst hat IS Brooks-Händchen viel Ähnlichkeit, besonders die Form

,r Kopf- und Herzlinie habe'' große Übereinstimmung.

f

inz anders als in allen andern mden ist hier der Luna-

'rg gestaltet (am Handrücken), jchlank und schmal ohne

|sbuchtung geht er aufwärts, Einbildungskraft und Phan-

ie sind nicht übermäßig stark entwickelt, wenigstens im

jetzigen Stadium. Das Real-Praktische überwiegt in dieser Hand, die ideal-sentimentale Einstellung kommt erst in zweiter Linie zum Wort. Echt amerikanischer Typ! Mit Pabst s Hand ähnelt die eigenartige Biegung der Kopflinie, die als wichtiges Zeichen für blitzartiges intuitives Ver- stehen gelten kann, auch für komplizierte Aufgaben, diesel- ben Zeichen auf dem Schönheitsberg und eine lange Kunst- linie mit zart angedeutetem Kelch, aus dem als erste Blüte ,,Lulu" hervorstrahlen wird. Auf dem ,, Venusberg" (am Daumenballen) ist noch vieles unentwickelt, doch in der Anlage bereits gut erkennbar.

Fritz Kortners Hand steht in einem gewissen Gegen- satz zu den eben besprochenen Händen. Man sieht das schon an der äußeren Form, wenn auch der Daumen ganz ähnlich erscheint und der Lunaberg mit dem von Pabst und Krauss große Übereinstimmung aufweist. Am gleichen Tage der Kortnerschen Handaufnahme las ich auch die Hand von Kaiser-Titz, der eine unüberwindliche Abneigung gegen einen Abdruck der Hände hatte, wie ich das auf meinem Weg nur selten erlebt habe, Gott sei Dank, denn wie hätte ich sonst die Viertelmillion Hände in 30 Jahren schaffen kön- nen! Ich dachte: ,, Armer prächtiger Kaiser-Titz, deine Tage sind gezählt, nun wird wohl Kortner, der meiner Mei- nung nach im Gesichts- wie im Handbild einige Ähnlich- keit mit dir hat, manche deiner restlichen Aufgaben mit- erfüllen müssen." Wunderbar gestaltet sich in Kortners Hand die Herzlinie, die von der Fülle der vielen schweren Apollolinien (zum Ringfinger gehend) fast erdrückt und durchgedrückt wird und sich auf die Kopflinie zu senken scheint, die aber ihrer besonderen Stärke nach den Druck wohl auszuhalten vermag. Besonders reichlich mit Linier] ausgestattet erscheint der hohe Venusberg, während auchl der Lunaberg durch eigenartige Gebilde starkentwickelte,' blühende Phantasie, vom Intellekt in Schranken gehalten ' und gemeistert, zeigt.

äUCnc jßa^^trk.

SUrßtL

Auf einer großen Filmredaktion erscheinen allerhand Besucher, die Auskünfte haben wollen, die von ihren Erfolgen und Miß- erfolgen erzählen.

Aber es passiert nicht alle Tage, daß sich ein Star mit lautem „Wauwau" ankündigt.

Togo, der Wunderhund, der vor kurzem hier in einem großen Variete auftrat, hat das so ge- macht. Er ist ein ausgezeichneter Rechcn- so erstaunlich das ist Er hat seine Arbeit bei uns im Redaktionszimmer genau so exakt verrichtet wie auf der Bühne des Wintergartens. Ganz ohne Trick und Ap- parat, denn er war allein mit uns. während sein Herr und Gebieter draußen auf und ab wanderte. Wir haben ihm fünf Aufgaben gestellt, und er hat sie ohne Fehler gelöst, sah uns dabei an, als ob er sagen wollte: ,,Nun müßt ihr mir aber für diese Sonder- vorstellung auch ein Honorar

künstler. Kann wirklich rechnen

aini]4!«amH94

^v

^^

MMER3 / BERLIN, 20. JANUAR 1929 / PREIS oPFENN IG

^reia ^arbos neueste Cy\,olle

;

-J

■tniP^ir^ l

Uraufführung zur Zeit Ufa-Theater Universum, Berlin

a^L/l

I) 1 1: w o c II 1 \ s c II Kl r r n i: r i i l m f r i: i n d e

BETTY C O M P S O N

mi

Nun hebt sich auch von dem letzten geheim- nisvollen Lande, das die Welt barg, der Schleier, denn Tibet, das Land der 1000 Klöster, ist zum erstenmal von Wilhelm Filchner im lebenden Bilde festgehalten worden. Die Schwierigkeiten des Reisens in einem Reiche, das die Natur durch kyklopischc, bis zu 5000 Meter an- steigende Bergketten von seinen Nachbarn abgerie- gelt hat, wo es weder Straßen noch Dörfer in unse- rem Sinne gibt, wo tödliche Sand- und Schnee- stürme einherjagen,. wo Lebensmittel knapp und Hungersnöte an der Tagesordnung sind, diese Schwierigkeiten werden noch verhundertfacht durch das feindselige Verhalten der Bevölkerung, die von Fremden, namentlich aber von Europäern, nichts wdssen will. Ganz verschlossen waren bisher die

t

t^i-iv-"

kl

1? b-^

»II»

r-

ir^-

Klöster der Lamas, in denen buddhistische Riten mit seltsamem schamanistischen Zauberglauben ausge- übt werden. Mögen es nun rote, gelbe oder schwarze Lamas sein (so genannt nach der Farbe der Kopf- bedeckung), immer verschlossen sie sich bisher dem, der anderen Glaubens und Nichtmongole war, wo- mit dieser Begriff nicht rassenmäßig umschrieben ist. Wilhelm Filchner hat das Kunststück voll- bracht, in die Klöster einzudringen und die Mönche bei ihren Religionsübungen zu filmen. Seinen Film hat er ,,0m mani padme, hum" (0 du Kleinod im Lotos, Amen) überschrieben, wie das tibetische Hauptgebet heißt, das die Gebctsmühlen in ewiger Umdrehung wiederholen. Dieser Blick in eine völlig unwirklich erscheinende Welt gehört zu den größ- ten Eindrücken der Kinematographie.

■*i^

11-

In rascher Folge zeigt uns Amerika jetzt eine Reihe von hübschen Lust- spielen in europäischem Milieu, in einer Art, die uns besonders zusagt, und vor allen Dingen in einer Durch- führung, die ganz unseren Geschmack trifft.

Im Ufa-Theater Universum in Berlin sieht man jetzt Menjou, bewundert ihn als Kellner, allerdings nicht als irgend- einen unter vielen, sondern als den Mai'tre d'Hötcl eines großen Pariser Luxusrestaurants.

*«"'

Wenn man sieht, wie er dort das Personal kommandiert, wie «r eine Creme Susettc zube- reitet, ja, wie er selbst einem gewöhnlichen Salat eine eigene Note gibt, dann versteht man.

Oben: Adolphe Menjou und Lawrence Grant

Mitte: Kathryn Caruer und Adolphe Menjou

fürstcn gehalten, aber die junge Dame aus Amerika nimmt schließlich auch mit dem eleganten Oberkellner vorlieb, um so mehr als alle Aussicht besteht, daß er bald Inhaber eines hübschen Etablissements wird. Es wird glänzend gespielt, man sieht wundervolle Frei- aufnahmen, die in der Schweiz ge- macht sind, und stellt mit Vergnügen fest, daß die Tatsache, daß man diesen Menjou-Film tatsächlich in Paris machte, dem Bild zum ganz ent- schiedenen Vorteil gereicht hat.

daß der große Genfer Verband der organisierten Kellner ihn zum Ehrenmitglied ernannt hat. Natürlich verliebt sich Men- jou in eine entzückende Frau, wird von ihr für einen Groß-

Jf^'

Oben: Adolphe Menjou

Mitte: Kathryn Carver und Adolphe Menjou

mmOMm

Florence Vidors neueste Rolle

Für die eleganten Salonstücke, die halb Komödien, halb Schauspiele sind, jedenfalls in Leichtigkeit und Grazie vorüberfliegen, hat man in Amerika ebensowenig Dar- stellerinnen als anderswo. Die Swanson ist ein ur- wüchsiges Talent, aber ihr Hang zur Groteske macht sie vor allem zur Darstellung derber Typen geeignet. Ihre Saddie Tompson, ihre Madame Rccamier waren aus einem Guß, beides aber Geschöpfe, die nicht in der Atmosphäre des Salons groß geworden. Constance Talmadge ist unübertreff- lich in heiteren Wirkungen, in schelmischer Grazie aber auch sie kennt die ganz leinen Reize des leisen Spieles nicht. Sie ist nur Heiterkeit, während die auf gleichem Gebiete be- heimatete Marie Prevost es sogar an Keßheit nicht fehlen läßt, wie ihre rüdige Bolle im ,, Gottlosen Mädchen" am

besten bewies. So bleibt allein Florence Vidor, die alle über- strahlt durch die sanfte Schön- heit ihrer Erscheinung und die schöne Sanftheit ihres Gemütes. Und ist sie zuerst als die kleine Eifersüchtige in der ,,Ehe im Kreise" bekannt geworden, eine Rolle, die man sich mit keiner anderen Schauspielerin der Welt besetzt denken könnte, weil keine andere an einer ge- wissen Weinerlichkeit vorüber- gegangen wäre, die im Bannkreis der Rolle Hegt. Die Vidor war ganz gelockert, ganz zart und verhalten. Man sah, wie sie ein- mal mit den Tränen kämpfte, aber dann lächelte und sich nicht aus der Ruhe bringen ließ. Die Vidor war rührend und das ist sie immer. Florence Vidor stellt, wie man öfter behaupten hört, den Typ der großen ameri- kanischen Dame nicht dar. Nicht jener Kreise vielleicht, deren Vorfahren mit der Mayflower herüberkamen und deren Damen heute in Boston und Phila- delphia ein strenges Regiment führen, eifersüchtig darauf ach- ten, daß niemand, der nicht siebenmal gesiebt ist, in ihre Kreise tritt. Die Vidor ist mo- demer, gewiß auch die Dame der Oberen Vierhundert, aber mehr New York, Riverside Drive oder Park Avenue, viel- leicht mit kalifornischem Ein- schlag: etwa Pasadena, wo Ka- liforniens berühmteste Millionäre wohnen, die Buschs (Nachkom- men deutscher Brauer), Lever- hulmc, der Seifenkönig und der Rasierklingen-Erfinder Gillette.

Dabei ist Florence Vidor nicht einmal gebürtige Amerikanerin, sondern eine Ungarin. Aus die- ser Abstammung erklärt sich

-v.^

Im

manchmal ihr Pointieren einer Nuance, man denkt anCzardas und Paprikaspeck aber beides natürlich auf Silber serviert. Sehr jung heiratete sie einen kleinen Schauspieler, King Vidor, mit dem sie ein Leben auf Gastspielen im amerikani- schen Mittelwesten führte, wie es wohl keinem amerikani- schen Schauspieler erspart bleibt. Da beide nichts besaßen, war es eine Liebesheirat, wie sie unter der jungen Welt in U. S. A. üblich ist, denn die Mitgift kommt dort nur bei sehr reichen Leuten in Frage, und die Zimmereinrichtung kauft immer der Mann. Es wird behauptet, daß die Vidors so arm waren, daß sie einen Teil des Weges, durch Steppen und Gebirge, zu Fuß zurücklegen mußten. Nun, sie langten schließlich an und mußten die Leiden aller Unbekannten in reichem Maße auskosten, King war anfänglich Manuskript- schreiber und Hilfsregisseur Florence nichts.

I

1

4

tii

Helen Twelveirees, der neue Fox-Siar

(Slm^lh^käi^e^

Die Konfektion ist ein Milieu, das Filmautoren und Produzenten jjern verwenden. Das hat seinen guten Grund; während viel- fach in Filmmanuskripten die Berufe der handelnden Personen etwas Schemenhaftes haben, i§t bei Filmen aus der Konfektion der Beruf, eigent- lich die ganze ,, Branche", ein lebendiger Faktor und für die Begebenheiten wirklich mitbestimmend.

Wenn in Filmen, die sonst in der Kaufmannswelt spielen oder in denen es sich um epochemachende Erfindungen dreht, das Milieu vielfach dadurch zum Ausdruck kommt, daß Hauptbücher gewälzt, auf Schreibmaschinen getippt oder mit Reagenzgläsern

Oben, im Kreis und unten:

Norma Shcarer, Mille : Ralph

Forbes und Norma Shearer

Pliot. M.-Q.M.

\H)1l 0<Xouf<iP,

gabtc Konfektionsreisende zu leisten vermag und in dem diese entzückende Künstlerin mit feinem Hu- mor im Konkurrenzkampf auf dem Gebiete der besten „Kollektion" und der Liebe Siegerin bleibt.

Das ist das Charakteristische an diesem Film, daß er man kommt hier eben von der Konfektion nicht los nicht auf den Star zugeschnitten erscheint und der Star doch die erste Rolle in diesem Film vom New-Yorker ,,Hausvogteiplatz", der dort die Sevcnth Street ist. spielt.

Norma Shearer hat von ihrem ersten Erscheinen an die Fäden in der Hand, weil sie eine Darstellerin von natürlichem, feinem Humor ist.

realer und sinnfälliger wird. Die Konfektion hat ihre eigenen Sitten und Gebräuche, die sich für die Handlung, die sich im Film abspielt, geschickt verarbeiten, oder um im Bilde zu bleiben, kon- fektionieren lassen.

So ist es auch in diesem Film, in dem Norma Shearer, diese schar- mante Darstellerin, den Herren der Schöpfung zeigt, was eine be-

Ohcn: Norma Shearer und Ralph Forbes. Mitte: George Sidncy, Norma Shearer, Jenen Hollz. Ralph Forbes. Im Kreis: Norma Shearer und Ralph Forbes. Unten : Die neue Kollektion wird vorgeführt

pfwt. .\i.-a.-M.

m

Der Herrgott ist in Ungarn geboren / Gegen Morgen, bei Zigeunermusik, / Beim Glas Tokajer mit goldenen Sporen / So ist er geboren, fürwahr: / Der Herrgott ist ein Honvedhusar! .

Aus dem Ufafilm „Ungarische Rhapsodie"

U/VD

Von Lola Kreutzberg

Meine zweite Expeditionsreise führte mich nach Britisch-Indien. Da ich in kürzester Zeit zwei abendfüllende Spielfilme zu drehen beabsichtij^te, gelang es mir, die Mitarbeit des bekannten Filmschau- spielers Henry Stuart als Regisseur und Hauptdarsteller zu gewinnen; als kaufmännischer Leiter begleitete uns Bob Stell, Unseren ersten großen Spielfilm .,Der Ring der ^^j^dere" drehten wir hauptsäch- lich in der Gegend von Bombay. Den erfreu- lichenProvinzerfolg die- ses Filmes erkläre ich mir aus folgender Tat- sache: Es ist eine fest« stehende Erfahrung, daß in jeder Nachkriegszeit die Mystik eine große Rolle im Leben eines schwer ringenden Vol- kes spielt. Kurpfuscher, Sterndeuter und Wahr- sager erfreuen sich in solchen Zeiten steigen- der Einnahmen. Nun zeigt unser Film ,,Der Ring der Bajadere" die vielbesprochenen Fa- kirwunder und vor al- lem die Suggestions- kraft eines Inders, der einen Europäer zwingt, ein ganzes Menschen- leben in wenigen Augen- blicken zu durchleben. Dem mystischen Inhalt ■dieses Filmes und der

Mitwirkung Henry Stuarts verdanken wir wohl den freundlichen Empfang, den dieser Film bei Publikum und Presse fand.

Mein Lieblingsfilm aber ist ,,Nuri, der Ele- fant". Schon seit Jah- ren wünschte ich mir, einen abendfüllenden Film drehen zu dürfen, bei dem ein Tier han- delnd im Vordergründe steht. Als unser erster Film nun beendet war,

durchquerten wir ganz Südindien, auf der Suche nach dem klügsten Elefanten, Die Maharadschas von Baroda und Kolhapur zeigten uns ihre kostbarsten Elefanten, aber immer hoffte ich, ein noch klügeres Tier zu finden. In Mysore endlich erreichten wir unser Ziel. Der Licblings- elefant des Maharadschas, Nuri, war das verständigste, gütigste und liebevollste Tier, das mir jemals begegnet war. Der Maharadscha willigte ein, daß Nuri die Haupt- rolle in unserem Filme spielen durfte. Dieser Film sollte nicht das Leben der indischen Fürsten schildern, sondern

^

4-

'%:

Krishna und Bulbule,

das Kommen und Vergehen der Millionen, deren Ruf nicht bis Europa dringt. Die menschlichen Hauptrollen, neben Nuri, spielen Krishna und Bulbule, zwei bezaubernd schöne Kinder aus dem Volke. Der Film streift das Problem der Kinder- chen, jene indische Unsitte, die kein Geringerer als Gandhi mit der Macht seiner Persönlichkeit zu beseitigen trachtet.

Die grüßte Liebe aber widmeten wir Nuri, und ich glaube, es wird ihm gelingen, die Herzen der Kinobesucher im 5e zu gewinnen, kann es kaum fauben, - daß es das Iciche Tier ist, das heute Palmen abknickt und wegschleppt, als wären es nur dünne Reiser, und morgen mit unendlicher Geduld und rührender Sorgfalt ein Kind betreut. Er schau- kelt dessen Wiege, fächelt dem winzigen Lebewesen Kühlung zu, und als ein Affe das Kind auf eine Palmen- krone verschleppt, ret- tet er es sachte wie eine Mutter aus dieser gefahrvollen Lage. Nuri nimmt Teil an dem Leben der Familie: Er zieht den Wassereimer aus dem Brunnen und trägt ihn seiner. kleinen Herrin nach; er folgt dem Wagen des Wuche- rers, der das kleine Mädchen entführen will, und bringt es unver- sehrt ins Elternhaus zu- rück; er legt an ihrem Hochzeitstage dieBraut- kette um ihren kind- lichen Hals und be- streut sie mit einem Regen köstlicher Blü- ten. Mit dem Sohne steht er dann am rau- chenden Scheiterhaufen des Vaters. Kniend lei- stet er Abbitte, als sein Herr ihn beim Obst- stehlen erwischt, und wenn er gar einmal ,,ein Fäßchen" Rum über den Durst getrunken hat, zwinkert er seinem Herrn zu, als wollte er sagen; .,Das gleiche kann dir auch passieren."

Das Agfamaterial, auf dem wir unseren Film drehten, ist das einzig Europäische an unseren Aufnahmen, Sonst ist alles Zoll für Zoll Indien, Keine gestellten Atelier- szenen, keine Nachaufnahmen, keine Europäer, nur tro- pische Menschen und Tiere in voller Schönheit. Vor jeder neuen Szene wurde beraten und gereist, wir wollten die

/

i»^

^^

zwei indische Filmslars

schönsten aller Mo- tive als Hinlerjjrund zu unseren Bildern nehmen. Wer den Film sieht, soll die heiße Tropensonne Indiens verspüren. Wie ein Märchen soll der Film in Europa wirken. Er zeij^t nicht tropische Konflikte und Be- jjebenheiten, sondern den schlichten All- tag eines Volkes, das anders lebt und denkt als wir im alten Europa. Nachdem wir bei Bombay unsern Spielfilm ,,Der Ring der Bajadere" been- det hatten, war un- sere Expedition nach Mysore weiterge- zogen, um dort den Kulturfilm ,,Nuri, der Elefant" zu drehen. Der Maharadscha hatte uns seine Un- terstützung zugesagt und uns alle seine zahmen Elefanten für unsere Aufnah- men zur Verfügung gestellt. Wir wähl- ten die beiden Klüg- sten unter ihnen, ..Herrn und Frau Nuri", als Hauptdar- steller unseres Films. Unsere kleine Ka- rawane zog täglich in die Umgebung von Mysore, wo die -Aufnahmen stattfan- den. Es war ein selt- sames Bild, wenn wir so auszogen: Voraus ging das Elefanten- paar ,,Nuri", denen meist ihr Baby folgte. Am Rücken der Ele- fanten saßen die ge- samten Inder, die wir an dem betref- fenden Tage zu un- sern Aufnahmen brauchten. Wir selbst folgten mit unseren Apparaten imd allem Zubehör in unscrm Reiseom- nibus. So zogen wir Tag für Tag früh- morgens aus , und kamen erst nach Sonnenuntergang zu-

rück. Aber eines Tages versagte un- ser braver Omnibus, als wir noch weit von unserer Arbeits- stätte entfernt wa- ren. Ein kleiner Mo- tordefekt, dessen Re- paratur mehrere Stunden in Anspruch nehmen mußte. Bob Stoll und Henry Stuart, meine ge- treuen Mitarbeiter, blieben zurück, um den Schaden zu be- heben; ich aber wollte mit den Ele- fanten vorausgehen, um nicht unnötig Zeit zu verlieren und wenigstens die Auf- nahmen vorbereiten zu können. Da die Elefanten langsam gehen, war es leicht, mit ihnen Schritt zu halten, nur die Tro- penhitze machte mir zu schaffen. Plötz- lich kamen wir an einen Teil derStraße, der durch einen aus- getretenen Bach voll- ständig über- schwemmt war. Traurig betrachtete ich meine hübschen Wildlederschuhe, die dem nicht gewach- sen waren, und schickte mich an, Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Ich

wurde unterbrochen durch einen Zuruf des Elefantentrei- bers, der mit einer einladenden Hand- bewegung auf Nuris breite Zähne zeigte. Nuri sollte mich hin- übertragen. Der Ver- such gelang aber Nuri bereitete mir eine Überraschung und schaukelte mich auf den Zähnen auf und ab. Das war peinlich, denn Ele-

fantcnzähne sind glatt. Ich hing nur halb auf der gefähr- lichen Schaukel. Wir umwanden die Zähne mit Stricken. Jetzt saß ich sicher, und Nuri trug mich stolz ,,ans andere Ufer".

^1

m

Trude Hesierber^.

die sich demnächst mii Heinrich Mann vermählt, „schimpft" jetzt im Berliner ^i^intergarlen auf die Männer

66 ^M je^ ßequm.

Amerika ist nicht nur das Dorado der Filmschauspieler, soweit CS sich um die Spiel- honorare handelt, sondern auch sonst, \scil man drüben auf dem Standpunkt steht, daß ein Star bessere Laune hat, wenn man es ihm ganz bequem macht.

Allerdings haben es auch die größten Schauspieler nicht so leicht wie hier bei uns. Der Tag hat drüben auch im Filmvertrag 24 Stunden, und es wird so lange gearbeitet, bis das Tagesprogramm erledigt ist, und bis man die Sze- nen, die am Tage aufgenommen wurden, auch im Bildstreifen be- sichtigt hat. Das dauert oft bis in die Nacht hinein und hindert nicht daran, am anderen Tag wieder Punkt 9 Uhr mit der Dreharbeit zu beginnen.

Eine Reihe von namhaften Stars besitzt auf den großen Aufnahme- geländen in Beverly Hills ihren eigenen Bungalow, elegant und luxuriös eingerichtet, mitEmpfangs- salon, Badezimmer, ja, sogar mit eigener Küche und eigenem Per- sonal.

Corinne Griffith scheut anschei- nend sogar den Weg von der Auf- nahmehalle zu ihrem kleinen Häus- chen, denn sie hat sich eine fahr- bare Garderobe einrichten lassen, die der Photograph hier im Bilde festgehalten hat.

Es handelt sich hier, wie wir be- stimmt versichern können, nicht um eine gestellte Aufnahme, son- dern dieses rollende Atelierboudoir existiert wirklich und wird von Corinne Griffith bei jeder Auf- nahme benutzt.

Ob es allerdings wahr ist, was man erzählt, daß nämlich Frau Griffith dieses Holzhäuschen mit auf Reisen nimmt, wenn sie Außen- aufnahmen macht, wissen wir nicht.

Für Deutschland ist an eine der- artige Einrichtung vorläufig nicht zu denken. Das liegt zum Teil daran, daß unsere großen Stars doch nicht so viel beschäftigt sind wie ihre Kollegen und Kolleginnen in Hollywood. Deutschland macht im Jahr etwas Aber 150 Fihne, während Amerika durchschnittlich 600 Bilder jährlich auf den Markt bringt.

ROMAN VON HANS SCHULZE

6. Fortsriziin

Das also war die Lösung des Rätsels, um das sie schon seit zwei Tagen vergeblich gerungen hatte, der tödliche Streich aus dem Hinterhalt, mit dem der Gatte sie beide zugleich vernichtend treffen wollte,

,,Du sprichst von einem Gottesurteil", versetzte sie endlich mit zitternden Lippen. „Du wirfst dich zum Richter auf und trägst an dem allem doch selbst die größte Schuld.

Ich bin nicht mehr das unerfahrene Ding, dessen Wehrlosig- keit du dir einst zunutze gemacht hast.

Ich weiß jetzt, daß unsere Ehe von Anfang an tief unsittlich war. Immer hat mir heimlich vor dir gegraut, eine Entweihung war mir jede Berührung von dir.

Zu spät erst sind mir darüber die Augen aufgegangen, was Liebe wirklich ist und was ich bei dir dafür eingetauscht habe!"

„Evelyn, hüte dich!"

Mit geballten Fäusten war Karr wie rasend auf sie ein- gedrungen,

Sie sah ihm furchtlos in das ganz entstellte Gesicht,

,, Schlag mich doch auch noch!" sagte sie in steigender Er- regung. „Nun ist ja doch alles gleich.

Aber auch damit wirst du mich nicht stumm machen.

Ich lasse mir mein Leben nicht länger vcrpluschen ich habe auch ein Recht auf Liebe und Glück.

Frei und offen, als Mann zu Mann, wollte mich Dr. Slein- hoff von dir fordern.

Und weil du wußtest, daß du mich nicht halten kannst, hast du diesen Plan ersonnen, ihn heimtückisch in den Tod zu treiben!"

Ein heißes Schluchzen zerbrach ihr plötzlich die Stimme.

,,Das ist Mord, ein feiger, erbärmlicher Mord,

Wo ist Kurt? Was ist mit ihm geschehen?

Ich will zu ihm, er darf nicht sterben.

Gott im Himmel, gibt es für ihn denn keine Rettung mehr?" Sie war bei den letzten Worten aufgesprungen und drängte zur Tür,

Doch der Gatte vertrat ihr den Weg,

,,Du bleibst!" stieß er zwischen den zusammengebissenen Zähnen hervor. ,,Dein Platz ist in meinem Hause!"

Evelyn hob trotzig den Kopf, Eine Siedehitze übergoß und verbrannte sie,

„Du hast keine Gewalt mehr über mich!" sagte sie mit flie- gendem Atem. ,,Ich lasse mir nichts mehr von dir befehlen. Zwischen uns ist alles aus. Ich gehe und komme nie, niemals wieder!"

„Evelyn!"

Er hatte von neuem die geballte Rechte wie zum Schlage erhoben.

Unter den halbgeschlossenen Lidern sah er das Bild ihrer schlanken Gestalt, empfand er die Weiße ihres Halses, die ganze süße Gewalt ihres Wesens.

Und plötzlich verließ ihn die letzte Besinnung, daß er sie an den Armen packte und mit einem brutalen Schimpfwort hin- und hcrschleuderte,

,,Du bleibst!" keuchte er, ,, Treibe mich nicht zum Aeußersten! '

Evelyn schwankte.

Ein schwarzer, brausender Nebel war auf einmal um sie her; sie versuchte nicht, sich zur Wehr zu setzen; nur ein leises Stöhnen kam aus ihrem Munde, wie das Klagen eines kranken Kindes,

Jetzt tasteten sich die grausamen Hände höher, packten ihre Schultern, umklammerten ihren Hals,

Da schrie sie auf einmal laut auf in dem heißlodernden Haß der Todfeindschaft,

,, Mörder, du!" klang es verzweifelt von ihren Lippen.

Karr zuckte zusammen.

Die eiserne Umklammerung löste sich.

In diesem Augenblick rang sich Evelyn mit letzter Kraft von ihm frei, stieß ihn zurück.

Ein Stuhl krachte dumpf zu Boden,

Jetzt eine schützende Tür,

Der Schlüssel fuhr im Schloß herum.

Gerettet.

Langsam tastete sich Karr wieder zum Kamin zurück und brach hier schwer in einem Sessel zusammen.

Der wahnsinnigen Nervenerregung des furchtbaren Zusammen- stoßes war eine ebenso große, vernichtende Erschöpfung gefolgt.

Was hatte er getan!

Wie ein reißendes Tier war er über eine wehrlose Frau hergefallen, wie ein betrunkener Arbeiter hatte er sich an ihr vergriffen.

Mit einem Gefühle geheimen Grauens sah er auf seine Hände herab, mit denen er Evelyns zarten Hals gewürgt.

Sic schienen ihm auf einmal schwer wie Blei und heiß wie Feuer.

Mörderhände!

Verstört sah er um sich; ihm war's auf einmal, als habe ihm eine höhnende Stimme das entsetzliche Wort heimlich ins Ohr geraunt.

Doch nichts regte sich; nur die Kerze auf dem Schreibtisch brannte hoch und still wie bei einem Totenamt,

, .^ ^ '«. ^

Die Alfred -Jackson -Girls aus der Scala, Berlin

So saß er lange, ganz in sich zusammengekauert, wie erdrückt von der Not seines Herzens,

Irgendwo, wie in weiter Ferne, schlug eine Tür zu. Eilige Schritte knirschten leise über den Kies der Gartenwege.

Evelyn verließ wohl sein Haus, er rührte sich nicht.

Er hatte das Spiel, um das er noch zwei Tage zuvor den Tod herausgefordert, ja doch verloren.

Hoffnungslos, wie der Mann auf der Bühne, starrte er in eine entgöttcrte Zukunft.

Die Zeit verwehte.

Mitternacht kam und ging.

Und noch immer hockte Karr in seinem Sessel, ein plötzlich ganz alt gewordener Mann mit einem stumpfen, leeren Bauern- gesicht.

Was sollte nun werden?

Es war ja Wahnsinn zu denken, daß er morgen früh viel- leicht, wie immer, zu seinem Büro hineinfuhr und sich wieder in die Tretmühle der täglichen Arbeit einspannte.

Dieser Arbeit, die bisher sein Leben ausgemacht hatte und die im Grunde nicht um ein Gran sinnvoller gewesen war als die ewige Glücksjagd

der raffgierigen Menschen-

nieute, die ruhelos von früh bis spät durch die Sleinwüste der Weltstadt einem unsicht- baren Ziel zutobte.

Ein alter Bibelvers kam ihm auf einmal in den Sinn, den ihm der Vater bei seiner Ein- segnung auf den Weg ins Leben mitgegeben hatte und der ein halbes Jahrhundert lang in ihm verschüttet ge- wesen war,

,,Was hülfe es dem Men- schen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?"

Mit zuckendem Munde sprach er die feierlichen Worte leise vor sich hin.

,,Und nähme doch Schaden an seiner Seele."

Er hatte seine Seele einst dem Moloch des Geldes ver- schrieben.

Gold und Macht, so hatte von jeher die Devise seines Lebens gelautet, rücksichts- loser, erbarmungsloser Kampf um den Erfolg.

Und was war das Ende ge- wesen? ^

Eine ungeheure Leere und ^"^^^^"~~^"^"^"~"~"^'~"

Herzenseinsamkeit, die Eises- kälte des Alleinseins.

Die Frau, an die er sein liebearmes, alterndes Herz ge- hängt, deren Seele er sich mit

seinem Geld erkaufen zu können geglaubt, sie hatte ihn heute nacht für immer verlassen, sie übte jetzt Vergeltung an ihm für die Vergewaltigung ihrer Jugend, die Schändung ihres Lebens.

Als ein Wrack, ein hinfälliger, willenloser Mensch, ein lebender Toter war er zurückgeblieben.

Und eine große Sehnsucht nach Erlösung aus all diesen Qualen zog auf einmal übermächtig durch sein Herz.

Ein leises Klopfen schreckte ihn endlich aus seiner Versunken- heit auf.

Der alte Diener war geräuschlos eingetreten und fragte, ob er für ihn noch Befehle habe.

Karr raffte sich gewaltsam zusammen und trat zu seinem Schreibtisch.

Hin seltsamer Entschluß war plötzlich in ihm herangereift, daß er hastig ein paar kurze Zeilen auf ein Briefblatt warf und den Umschlag an Dr. Kurt Steinhoff adressierte.

,,Es tut mir leid, Franz," sagte er, ,,daß ich Ihnen ein Teil Ihrer Nachtruhe raube, aber ich muß Sic bitten, diesen Brief

noch unverzüglich nach Schlachtensee zu besorgen und, wenn irgend möglich, dem Adressaten persönlich auszuhändigen. Mein Privatauto soll Sie hinüberbringen. Sie können dann gleich schlafen gehen, ich bedarf Ihrer heute nicht mehr!"

Wie lange Karr noch an seinem Schreibtisch gesessen hatte, er wußte es nicht.

Der Kopf war ihm auf die Arme herabgesunken, die Glieder schmerzten ihm vor Müdigkeit, doch schwerer noch war die Müdigkeit seines Herzens.

Ein Riß klaffte auf einmal in seinem Denken, wie wenn eine Welle im Antrieb seines Gehirns zerbrochen war; und über dem Ganzen lag eine trostlose Verzweiflung, durch die doch immer wieder das Wissen hindurchbrach und ihn zerfleischte.

Wie ein Schlafwandler trat er endlich an das offene Erker- fenster am Kamin und sah in die blaue Mondnacht hinaus. Kein Laut stieg aus ihr empor. Ganz still und einsam war die Welt,

„In solcher Nacht stirbt man", dachte er, und er fühlte, wie die völlige körperliche Er- schöpfung jede Todesangst in ihm ausgelöscht hatte, _-^_^_^_^^_^_^_^__ Noch einmal rann die Sehn-

sucht nach der fernen Frau in ihm.

Süß, schwer und brennend.

Dann schloß er leise das

Fenster und ging langsam nach

seinem Schlafzimmer hinüber.

VII. Kurt hatte das Theater •schon während der ersten Szenen des dritten Aktes durch einen Seitenausgang des Büh- nenhauses heimlich verlassen. Auf einma' hatte ihn in- mitten der Vorstellung das Bewußtsein seiner Lage wie- der mit niederschmetternder Gewalt überkommen, daß ihn alles, was er tat und dachte, völlig sinn- und zwecklos dünkte, nun da er die Faust des Todes schon im Genick zu spüren meinte.

Wie im Fieber nahm ei am Steuer seines Autos Platz und fegte durch den Flammcn- traum der Großstadt, die ihm in tausendfachen, farbentrun- kenen Lichtkaskaden entgegen- blühte.

Er achtete kaum darauf ■^■^———^^^^^—^-^ wohin ihn sein Weg führte.

Er hatte nur den einen Ge- danken, den tiefen Sturm seiner Nerven in einer rasen- den, hemmungslosen Fahrt zu betäuben. Immer weiter über den spiegelnden Asphalt der sich endlos auseinanderzweigenden, lichtübergleißten Straßenschächte, in denen das Leben bereits langsam zur Ruhe ging, um sterbend aus seinem Schoß schon wieder einen neuen Tag verzweifelten Ringens und Raffens zu gebären.

Eine halbe Stunde später hielt er vor seiner Wohnung in Schlachtensee,

Unterwegs war ihm plötzlich eingefallen, daß die vereinbarte Benachrichtigung an Karr ja noch ungeschrieben war, auch glaubte er, Walter ein paar Abschiedsworle schuldig zu sein,^ wenn er seinen Wagen, wie es jetzt ganz sicher bei ihm feststand, zur Fahrt in den Tod benützte.

Der seltsame Gedanke, der bei dem letzten Besuche des Freundes in ihm aufgesprungen war, hatte sich allmä+ilich zu einem unerschütterlichen Entschluß verdichtet.

Aus früheren Wanderfahrten in die Umgebung Potsdams kannte er eine Bahnunterführung in den einsamen Wäldern um Neubabelsberg.

SINGER NÄHMASCHINEN

AKTIENGESELLSCHAFT

SINGER LXDBS ÜBERALL

Wenn er mit neunzig Kilometer Geschwindigkeit, die Walters Auto im Höchstfalle hergab, gegen die Granitquadern des Viadukts anrannte, war eine alles vernichtende Katastrophe unvermeidlich, konnte er selbst mit völliger Sicherheit auf den Eintritt seines sofortigen Todes rechnen.

Ein leises Frösteln kroch ihm plötzlich über das Genick.

Wie in einer Schreckensvision sah er sich als zer- schmetterte, blutige iMasse unter dem zertrümmerten Wagen vor der grausamen Steinmauer liegen.

In diesem Augenblick bangte er, daß er doch viel- leicht nicht den Mut zu diesem letzten Schritt auf- bringen würde, und die Angst vor dem grausigen Ende seines jungen Lebens brannte ihm auf einmal wie ein Feuer im Herzen.

Dann saß er an seinem Arbeitstisch und schrieb seine letzten Briefe.

Im ganzen Hause regte sich kein Laut; Frau Hart- kort hatte wohl das gesamte Personal zum Besuch des Westendtheaters aufgeboten.

Nur der Hausherr, der in den ersten Nachtstunden eine Art von Portierstellc versah, schnarchte leise in seinem Schaukelstuhl auf der Diele. Es war alles so ruhig und friedlich um ihn her. daß er beinahe mit Gewalt immer wieder den furcht- baren Entschluß in sich wachrufen mußte, dessen Ausführung allmählich näher und näher heran- rückte.

Mit einem scheuen Blick streifte er seine Schreibtischuhr. Halb Zwiilf!

Die Nachl verrann, Minute um Minute, un- aufhaltsam, ohne Erbarmen.

In drei, vier kurzen Stunden war es sclion wieder Tag, ein herrlicher Frühlingstag.

Die Softne leuchtete über war nicht mehr. -r-

Mit schweren Füßen kam er end- lich wieder die kleine Freitreppe zum Vorgarten hinab, warf die Briefe an der nächsten Straßen- ecke in einen Postkasten und stieg in sein Auto.

Der Mond trat in diesem Augen- blick groß und klar über die hohen Fichtenkronen der Potsda- mer Chaussee, und die zarten, blas- sen Schatten gaben allen Linien einen geheimnisvollen Reiz.

Zur Rechten klang unablässig das ferne Rollen der Wannseebahn herüber, und die langen Strahlenfächer der Aulo- mobillaternen huschten gespenstisch zwischen

den schlanken Kiefer- stämmen hindurch, daß sie rot und braun aufzu- flammen schienen, ehe sie wieder in das sam- tene Dunkel der Nacht zurücktauciitcn.

Zuweilen ein Landhaus, unter Büschen und Bäu- men wie begraben.

Eine Tannenallee, die in ernster Feierlichkeit auf ein verwunschenes Schlößchen zu führen schien.

Ein Reh sctzie mit federndem Sprung über den Straßendamm und ver- schwand windschnell in einer niedrigen Dickung. Und dann ward es ganz still und einsam.

Nur das unablässige Schrillen der Zikaden hing wie ein einziger.

langgedehnter Ton in dem großen Schweigen der Mitternacht.

Jetzt bog der Wagen auf einen Landweg ab und mahlte eine Zeitlang durch tiefen Sand, die die Übersetzung aus dem Getriebe stieß, daß die Maschine gewaltig durch den Wald lärmte, ehe sie mit knatterndem Ruck immer wieder vorwärtsschoß.

Dann wich der lockere Boden einer festen Kiesschüttung.

Eine riesige Lichtung öffnete sich, von der Linie des Bahndamms wie von einer .Mauer weithin umzogen.

Und plötzlich wuchs an der nächsten Waid- ecke die Wölbung eines Viadukts wie der Rachen eines furchtbaren Tieres aus dem mondhellen Dunkel auf.

Das Auto hielt.

Er war am Ziel.

Kurt hatte sich eine Zigarette angezündet und schaute ratlos zu dem dämmernden Fanal empor, mit dem sich die verborgene Gigantin Berlin in den nächtlichen Hummel hin- einschrieb.

Seine Hände umkrallten krampfhaft das Steuer, sein ganzer Körper bebte leise im Takt der rhythmischen Erschüt- erungen des leerlaufenden Motors.

Es war fast taghell ringsum, eine fahle, bläulichweiße Helle, daß man den eigenen Schatten auf dem Boden sah.

Das Mondlicht lag wie ein feines Schleiertuch über der verlassenen Land- rtraOe.

Nichts regte sich.

Und doch schien ihm die Welt wie erfüllt von Harfenklang und hal- lendem Gerang.

Kurt nahm die Mütze vom Kopf und atmete in tiefen Zügen die ganze erregende Süße der linden Frühlingsnacht.

Sterben! Jetzt also sollte es ge- schehen!

Nacht und Dunkel war um ihn her, daraus stiegen die Schatten empor, die ewigen Rätsel der Menschheit:

.,Ihr führt ins Leben ihn hinein.

Ihr laßt den Armen schuldig uerden "

Ja, er war schuldig ge- worden an seinem Näch- sten, er hatte sich an sei- nem kostbarsten Besitz vergriffen, an seinem Weibe, an seiner Ehre,

Furchtbar, vernichtend traf ihn dafür die Ver- geltung.

Und er senkte das Haupt unter der Wucht der Hoffnungslosigkeit.

In diesem Augenblick brauste ein Zug fernab- donnernd über den Bahn- damm.

Kurt schreckte empor.

Wie durch einen

Schleier sah er die Helle der Wagenfenster, die langsam zu einem feinen, gelblichen Strich zusam- menschmolz.

Fortsetzung folgt

J<IN05

VON

auße^o

zu VERMIETEN

lissrfaäii

An ihren Außenfronten sollt ihr sie erkennen, möclite man von den modernen Filmen sagen, wenn man die großen Propa- gandamalsreien an den Pforten der modernen Lichtspielhäuser betrach- tet. Allerdings gilt das natürlich nur für die großen städti- schen Theater, weil sich an kleineren Plätzen ^

sowohl die kostspielige

lUPPTij^JISVaJA* («oxTnficqM'

itgHimDUicunwiWMu« noeblmh

>«)T-a«NTN«, A; 1

Ausgabe nicht lohnt, als auch die Außenfronten meist zu so aus- gedehnter Reklame, wie wir sie im Bild zeigen, nicht Platz bieten.

Aber immerhin ist auch in der tiefsten Provinz manches besser geworden. Es ist noch gar nicht solange her, da sah man entweder fürchterliche Schriftplakate oder Zeichnungen irgendeines braveä, aber nicht gerade sehr ta- lentierten Malermeisters.

Heute beschäftigen die führenden Lichtspielhäuser namhafte Künstler und be- sitzen eigene Ateliers. Wir zeigen heute Außenfronten dreier großer Berliner Theater, oben den Ufa- Palast am Zoo, und zwar die Nebenein- gänge, in der Mitte das Hauptportal des neuen Universum am Lehniner Platz und unten den Ufa-Pavillon, über dessen Portal Pat und Patachon überlebensgroß aus- geschnitten dastehen.

Die heute gezeigten Entwürfe stammen von Rudi Feld, der in seiner Art iür die Theaterjwopaganda bahnbrechend _ gewirkt hat. Seine Ausstattungen sind für die deut- sche Filmwelt vorbildlich geworden und wetteifern heute in Wirkung und Ausfüh- rung mit den besten amerikanischen Vor- bildern,

FRAGEN

s

die uns erväh

r-2

Anfragen erbitten wir an die Redakti Schcrlvcrlag. Antwort erlolgt im „Film-Maga;

■n jp-lÄl e : pie Frap;p. wie man zum Film kommt, können wir im

izqWtli iiclil nidir bfantworton. A\ ir i'iii]it"olilen. in sololion F;ilU'n

.liüJnmlofe, wenn es sich um 'Diimcn oder Herren liandolt, die keinerlei

ToVyildrÄc^liaben sich an die Deutsche Filmsclmle in München,

'SonncnsttJSiUfc «ti wenden. IJie üesorg-unK von AiituKraninien erforderi

iBaneli4u-V''üiUMi Jüngere Zeit; «ir bitten unsere Leser desluilb um

tduld.

S t (1 1 p : V.ileria Uootlihy ist Deutsche. Kibt Auto- von Kepisseur Kriih AVaschneek fiir den Film enidecUt. Tf'^uaiMc. Spielte u. a. in fiilf;enden Filmen: ..Die Frau mit dem ' \ftifd' . _Das (iii-l von der Ke\ue'. ..Der Tanzstudent'. ..Adani und £»■51; X;f!^e filmt fleiUiK. Geschieden. Adresse: Iterlin \\'. Kufsteiner Strij,'ic/^ Jici Hasch.

i M. in H c r I i n : I. Jawohl, (iustav Fridilich. 2. ]"rit,c iliMt H"rliii-D.il]leiii. .\la.\-F,itli-StraLie .'i. Verheiratet. Senden Sie uM.s eine Hildkarte des Künstlers und .')ü l'f. in Marken, dann wollen wir Ihnen Kern das .Autogramm hesorsen.

F i 1 m f r e u n d Hanns v. M a t.: Der Film ..Ifi Töchter uml kein P.ip.a" (,, Fritz und Fritzi ■) ist kiirzlich im Tauentzienpalast zur l'iauf- fiihruiifr pelanKt. Helmuth Körnig erreichen Sie durch die Siar-Film, Herliii SW j,h, Friedriclistralic i'is. Hoclistwahrscheinlicli ^iht Körui'j AutOKrainiiK».

F i I m f r e u n d i n Annemarie aus M a n n h e i m : SSie können die Iviiustler aueli direkt um Autogramme bitten. Dann sendet man ein I'hotd und adres-iertes. frankiertes Kückkuvert an sie ein. Douglas F;iir- banks jr. ist bis .jetzt noch nicht in RroUen Rollen her \ orKctreten. Dina (iralla war mit deiu kürzlich verstorbenen Kedalvteur Lincoln Eyres ver- lniratet. Lars Hanson ist mit der seliwedisclien Schauspielerin Karin Mo- hitider v crheir.itct.

F i 1 ni f r e u ii d in if a r t b a F.. Berlin: Der beriilimte Ounnar Tolnacs-Film ..Die LieblinKsfrau de> Mabarad^clla■' läuft lieute noch immer in aller Welt. In Herlin momentan nicht. Am besten. Sie setzen sich mit dem Itoitzcr Ihres Slammkinos in YerbiiidunK. Möslicb. dali er den Film noch einmal briiiKl. Die Hauptdursteller in ..(inkel Toms Hiitte" sind talsäclilich .riclitiKc" Xe^er. Leben in Hollywood. Ebenso tieorge Bancroft.

F i 1 in f r e 11 n d W a 1 t li c r H.. Hamburg: Die Hauptdarsteller iu ..Der fidele B.iucr" «.-ircii Werner Krauß, Leo Pcukcrt, Carmen Boni. ^lattbias \Viemann.

E V a B r i K i t t a H., Berlin: Pat und Patachon erreichen Sie durch die Palladiuin-Film. Kopenhagen. Emil .lanninfrs. Buster Keaton, Harobl Lloyd, (dnrail Vcidf \\(dinen in Bcverly-Hills, Hollywood. Kai. .Vlle Künst- ler (jrebeii AiitOKnimme.

U r s u 1 a M.. B üc k e b ii r si : Ef;<in von .lordan ist sehr viel an der Sprechbühne tätiK- Im .\u>;ciiblick filmt er unseres \\ issens nicht, l'n- verlieiratet. Dux in Bölimcu. Kosen. Wassersport.

R a m o n a D . . .s., K e m s c li e i d : .Vnn.i May Wonir ist durch Uicli.ird EichberK-Film. Berlin SW 48, FriedrichstralJe 171, zu erreiclicu. DouRhis F.iirlianks, mit M.iry Pickford verheii.itet. hat einen Sohn Douglas und wohnt Beverly-Hills. Hollywood, Villa Pickfair.

B r i d d y P., Berlin: Das .t. Quartal endet bcUanntlicli .im .10. September. Dit.i Parlo i>t unverheiratet. Die betreffenden Ffa-Filme Kclaiifrcn schon in nächster Zeit zur l'rauffübrunK.

(; ii n t e r S., F r a n k f u r t - () d e r : ('(uirad Veidt und Camilla Hörn bleiben vorläufip: noch in Amerik.i. A\ Clin Sit' wieder nach Berlin kom- men, «erden ihre hiesioen ,\drc^>cii .sofort bckanntKCKeben. OIk.i Tscbc- cliowa wohnt Berlin NW S7, KlopslockstralJc ■lt\.

Haus Ij., Breslau : Srb.ild «ir die ennli.'ibe .\dresse vo.i M. P. in Erfahriiiif!; Kcbracbt haben, teilen wir sie ihui'ii in unserem Briefkasten mit.

E. F. 1 0 0 : ANClchen Anzuff ITans Adalbert von Kchlettow bei der Premiere ,,Wol(>;i . . . Wol^a" in .Mimchen KCtraucn hat, können wir Ihnen leider auch nicht verr.iten. Ist das denn überhaujit s<i wiehtiK?

F i 1 m k a t e r H. S.. f) p p e 1 n : Es tut uns leid, Hinen in Ihrer Aii;;-elef;eiilicit nicht beliilflich sein zu können. Aber wir vermitteln keine .Stellungen.

A 11 n i .T.. Zürich: Die beiden amerikanischen Filmstars in unserer Xiimmer 47 .sind .\lilton Sills und Dorotliy Maekaill.

K. v. W. O.: Am besten, Sie senden Ihr Manuskriiit (kurzes E.xpose) direkt an eine FilniKesellschaft vielleicht an dic> dram;iture:isi'he Abteilung der Xritioii.il. Berlin SW 4t*, Friedricbstraße 'lO.

1) r. Hans ^^■.. Berlin: (ilauben .Sie uns. die BefA'isseure KCbeii sich wirklich Mühe, talentvollen Xacliwiuhs her.inzubilden unil zu förilern. Aber viele glauben sich berufen, und nur wenige sind bekanntlich auserwählt, (ich! braucht ein Filmnachw üchsliiig fiir Toiletten, teure ScIiminUen, gute Photos usw. Das Publikum wWl schöne, interessante und eleg.mte .Menschen auf der Leinwand sehen: selbstverständlich ist letzten Endes doch immer das TtUent die Hauptsache. Ein Schönling wird nur eine Eintagsfliege des Ruhmes sein. WirUlich bedeutende (icsichter d:i- gegen merkt sich das Publikum und vcrgiUt sie nicht.

Harald ()., Wismar: Fragen nach dem .\lter unserer Kuiisller beantworten wir grundsätzlich nicht. Wir meinen. d.iLI d.is nichts mit der persönlichen Vereliiung zu tun hat. Henny Portc'ii und Claire Iiummer sind an die fälligen Autogramme erinnert. Lilian Il.uvey trägt unseres AVisseiis den Namen ihrer Mutter, die eine Eilgläiulerin ist. Matthias Wie- mann ist verheiratet. ^\dlrgaIlg Zilzer wohnt Berlin-Steglitz, Knieidiof- straLie 60, und h.it am l'O. Januar (ieburtstag. Hans Stiiwe, lierlin- Friedenau, Rönnebcrgstralie fia. verheiratet.

D u r a n g o - .\ 11 g s 1> u r g : Kamoii Xovarro spricht gibrocheu Deutsch. Am 6. Februar in Diiningo. Sehr leicht möglich. d.ilJ l!:iiiiuu Xovarro auch im Rundfunk sich hören liilit.

Z w e i E g o n v o n J o r d :). n - \' e r e h r e r i n n e n aus l> a n z i g: Carl de Vogt, mit Claire Lotto verheiratet, wolint Berliii-Tempelliof. Hoheii- zollernUorso .'i.ia. Alfred .\bel ist mit Xieht-Sebausiiielerin verheiratet, hat ein Töchterchen mit Xaiiien Trsula und wohnt Berlin-Haiensee. Kur- fürstendamui 74. Hermiiie Sierlers Anschrift: Berlin W 50, Xürnbergcr

Berlin- Franz Bcrlin-

i^i|>orto nat also iLcincdj Zweck

Straße 6.). iinvcrli.eliitet. M:iria Paudler wohnt B'erlin-Haleii/ee.S.Vlbiecht- Acbilles-Straljc 'lih gcscliieden Hans Junkerm.inn ist injl' .Mifie Scrda verheiratet und wolint Berlin-Westend, Bundesallee fi. Egoti, Von '-Jordans Adresse ist Berlin W l.j, Lictzenburger Str.iße 1'7. Ida Wüst. Bcrllrt-Wil- mersdorf, Jenaer Straße 7. von Bruno Kastner geschiodeu. ,Budolf Rl(^n- Rogge ist verheiratet, .\ilresse: Berlin-Licbterfehlc-West./Hjirtensienstr. l.'i.

F i 1 m g i r 1 Edith S., Leipzig: Guiinar TöHi:ies gibt -Vito- gramme, spielt zur Zeit in Koiienliagen Theater niwl' wghnt Hotel D.-igSitir, Kopenhagen. Dolores del Bios Adresse: Beverly-Hills, Hollywood, Kai. Mary Pickford ist scliou viele Jahre beim Film. Charlie Cbaplin filmt unseres A\ issens ungefähr seit 192U. Maria Paudler war mit einem Kunstler verheiratet.

(i ü n t h e r K., B 1 n. - P a n k o w : Elisabeth Bergiier wohnt Dahlem. Faradayweg 1."), ist unverheiratet und gibt Autogramme. Lederer ist ebenfalls unverheiratet, gibt Autogramme, wolint: Friedenall. Felilerstraßc 4.

Elsa B., Harburg: (!r<'ta Garbo ist zur Zeit in ihrer Heimat- stadt (iöteborg. Sie gibt Aiitugr.imme. Ihr neuer Film ,,Das göttliche ^\■eib'■ ist in Berlin kürzlich uraufgeführt worden. Sie können deutsch an sii- schreiben. (iret.a CJarbo wurde von dem kürzlich verstorlienen Re- gisseur M.iuritz Stiller für den Film entdeckt. Ihre erste Rolle war d:e Elis.ibi'th Dohna in ,,Gösta Berling".

P. H.. Bremen: Brigitte Helm wolint Berlin-Dahlem, Im Winkel ,'>. und ist mit Richard Weißbacb verheiratet. Die -Vdressen von bekannten Komponisten finden Sie siclier im Adreßbuch.

Theo H., Frankfurt: Eine Besehreibung vom Luther-Film er- halten Sie durch den Illustrierten Filnikurier, Berlin W !>, Köthener Sir. ;!7.

Fritz K.. Steglitz: Nein, das Filiii-M:igazin hat ki'iii Bild von dein Pat lind Pataclion-.\utogrammtag gebracht. Trotzdem können Sie einen Abzug (fiir 1 Maik) erhalten.

Rita L., F r a n k f ii r t / O d e r : Igo Sym filmt zur Zeit in Berlin bei .straussfilm, Berlin SW 4S. Friedricbstraße Tilfi. . Er gibt .\ulogramme.

Kleeblatt. X e ii k ö 1 1 n : Elisabeth Bergner ist ledig. Am 17. April in 'Wien geboren. Veilchen. Werner Fiietterer. Franz Ledorer. Ranion X(i\.irro und M:irgarete Scliön sind unverheiratet. Dary Holm ist mit Harry Piel verheiratet.

A\' i 1 m a E., H a m b ii r g : Die beiden Bildkarten sind an die Künst- ler weitergeleitet worden.

Sie müssen mehr verdienen!

Und Sic wollen es sicher auch. Lernen Sic daher fremde Sprachen! Wir kennen zahlreiche junge Leute, die schon mit 20 Jahren durch ihre guten Sprachkenntnisse zu ver- antworthchen Posten ka-

men — wir kennen viele ältere Herren und Da- men, die durch ihr Sprachwissen neue Ver- dienstmöglichkeiten fan- den. Schließen Sic sich ihnen an und werden Sie Schüler der Methode

Toussaint-Langenscheidt

Sic lernen durch unsere Methode schon in einem halben Jahr jede fremde Sprache wie Ihre Mutter- sprache gebrauchen. Der Unterricht kostet monat- lich nur 3 Mark; er ist abwechslungsreich und interessant. Überzeugen Sic sich selbst davon

und verlangen Sic unver- bindlich eine Probelek- tion! Siekostetihncn nichts Sie brau- chen nur den ne- benstehenden Abschnitt aus- _

^r ersuche um

gefüllt an ^^ Zusendung der

^ m ,.Film-Ma-

Uns cmZU- .^ gazin" angebote-

en Probelektion d.

Lanöensdieldtsdie Verla^sbudihandlanö

(Prof. G. Langenscheid t) G. m. b, H. Berlin-Schöneberg M Ort u. Sir.

Sprache, kostenlos, por- tofrei und unverbindlich. 5021

H ? i n 7: B.. II n n n 0 V r r : Akuo? Polerson wohnt Berlin AV, Kiirfiir- stciiilanmi l'iö, und ist mit Ivan Mo.sjiikin vcrluMratct.

Kurt Z., H c y d e k r u tf : Senden Sic Ihre Bilder an vorsehiedeno r iln>K<'--^c'IIscliuften. wie National, Berlin. SW tu, FriedriclistralJc 10, Aafa, S\V 1», Kriedrielistralie -'2.i. (ireenl)auni, SW ti8. KoelistralJe t;4. AVir l)C- toneu alx'r, dati die Aiissioliteii für AnfänKcr im Kilin nur >.elir ^erin^ sind.

Teddy H., S a a r b r ii c k e n: l.ilian Ilarvey ist Engländerin, liiver- lipiratet. Werner Fuelterer wohnt Berlin-Sieylitz, Kle|.ststr;ilJe i'7. und hat .•im 10. Januar (ielmrt.'^laK. ^\ enn .>^ie ziiiii l'ilni wollen, müssen Sie vor allem uhcr Aufdruckt- und ^\■andlunJ;■sfähi^^keit verfü};en, also mimisehes Talent lialjen. \\ Cnden Sic sieh, liitle. direkt an die FilniKesi'llseh.iftcn.

Z w ei \\' i 1 I y ]■' r i t s i- h - T r ä n u\ e r i n n r n au.- Z a li o r z e : \\'ir sind K<'rn bereit, die lietreffendcn Künstler an die fiillisen Auto- Uranime zu erinnern. Willy Kritseli aWit keinen Filmunterrieht.

M .-i r !j: i t T a m a r a , II a ni h u r n : tiunnar Tolnaes ist nicht mit K.irina Bell verheiratet. Beide sind IciliK- Tolnaes spielte kürzlich in ..(iesehlcclit in Kcsx-In', Karina Bell in der ..Bevolntionshoelizeif. Sie i.-t ist auch sehr viel .m der S|ii'eelihühue t.-itij;'. wird als bisher filmen. Harry Liedtke ist .jetzt zum

liänin. tiunn.ir Tolnai .iber h.ald wieder mehr dnitcnmal \ erheir.itct. 1 n <;• 0 B.. li e r I i n

liamon Ni

arro i^t iin\ erlielr.itct. Bevcrlx -Hills. Hollywood, Kai. I,ya Mara i>t mit ilem BcKisseur Friedrich Zelnik ver- heiratet und widmt Berlin-\\ Oteml. INuMmcrnallee .'>. Willy Fritschs Adresse: Berlin \\ . Kaiserdamm ',i.>; Kxchn Holt wohnt Borlin-Charlotten- burff. SchillervtralJe li'l.

F i 1 ni f r e u u d i n Li] o a u s Hess .i u : Betty Birds neuester Film ist ..Die ilitlern.ichtstaxe- (ll;uiiitrolle um! Rcfiii- Harry riel). Dary Ilidm wurde am lli. Februar in H.imburK n'cboren. Busen. I'iel bevorzu<;t \inseres Wissen- Hyazinthen. Mady Cliristi.ius siibt Autnsir.imme. Biesip: nett.

Mari o n .T., W i 1 m e r s d o r f : Ivan Mosjukin widint Berlin W. Kurfiirstendauim l!l.'). pilit .\utonranime und filiot au«i'nhlicklieli li<-i der l'fa ..Xarzil.!". ..Der Kurier des Zaren' lauft jetzt nicht mehr in Berlin.

Rudi H., t' li e m n i t z : Lili.in Harvcy wcihut Berlin W l.'i. Diissel- dorfcr StralSe -17. hat am II). .l.muar (Jcluirtsla^;- uiiil lielif Ro-en. Lya Alaras (icburtstay: ist dci :. ,\u(ru-t. Tuljien. .\dresse an anilcrer Stclie. Harry I.iedtke hat am 1l>. Oktober CeburtstaK. wohnt Bcrlin-tirunew ald, Bismarekallee Ifi. Re-<-d.i. Willy Fritseh hat am 27. .Tanuar tJebnrtst.ifr nnd schätzt unseres Wis-ens AlpcnveilelH-n. .\<lresse linden Sie an anderer Stolle. Die Ehe T.iedtke-Tordy ist bis .jetzt kinderlos.

T o w e i d a Z 1.. Z i t t .-i u . (!. B.: AVir bedauern, Ihnen keine .\nt- wiirt KClien zu kiiuncn. da Sie uns Ihren X.unen versehw eisen. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, daß wir anon>me Briefe y:rundsätzlich nicht beantworten.

W. S e Ii.. Leipzig: Lina Ba.squettr war kürzlieh im ,.fi(dtloscn Mädchen" zu sehen. .Mary Prevost dürfte unRefähr acht .T.ihre beim Film .sein. Trinrs van .\alten ist Holländerin, am i. .\nfrust k^utou. siiielte eine Rolle im ..Modernen C.is.inova". .\nny Ondrn dreht au(;enblicklieh ..Die .TuiiRfrau von I'.i)is'. wurde am 1.'). .\Iai in Tarna geboren. (Iritta I.ey ist Deutsche. Kün-tlcrn.-nnc. Die betreffenden Stars sind unseres W isspns unverheiratet.

Rudi I).. Neukölln: D(mieuico Cambinn ist dureli rando-Film, Berlin SW .|S. Friedrieli-traLle 7. zu i'rreicben. In Wien KÜ't PS u. a. die Saselia-Film. A\ icn. SiebenstcrnKassn 'M.

V r a u M e t a N., S c li ö n e b e r s ^ T)ip beiden Bildkarten sind w eite_r^eleitet w orden.

>I a r h e s a H e n s; a w : 1. .T.iw(dil. unseres Wissens sind sie Briid-'"". LV Douglas Fairb.inks )iat i-incn Scdin. der seinen Xamen trä«t. Kr filmt .•luch. ;i. Henry Stuart tränt einen Künstlern.auien. Sein riclilij;cr Name ist .limniy Hell. Er hat .im 1. Februar (Jeburtstas:. Höehstwahrselieinlieh Rosen. Wir haben ihn noch nicht ninu-ssen, !;;lanbPn vaber, daI3 er Ihren .Ansprüchen (renüp:t.

L. H.. (; ö r I i t z : Die weiblicbe H.iuptrcdle im ..AVeiberkries" spielte Liane Haid. In iler ..Orchideentänzeriu' war Ric'.inio (ortez der männ- liche HaUi)td;irstoller. I>ie weibliche II;ni]itroll<' und Partnerin von Hein- rich (ieorKC in ..Soiifr. .Sebmntzises Celd" spielte ilie f'hinc-iin Anna Alay AVon^. Die Hauptdarsteller v(mi ..Mc'tropoli-" w.-ircu: .\lfred .Abel. Hein- rich Ceorne, Brigitte Helm, IJiistav Fröhlich. Theodor Loos. Fritz R.isp.

Erika <!.. Charlotte n li u r n' : Ramon Novarro ist Mexikaner. In Dur.inKO •reborcu. .Am 0. F(diruar (leburtstajr. .Alter wird srnndsätz- lieb nicht liekanntKi'K''ben. Riebtiuer Name: R.imon Sainoniego. Iirr S(onnier in Berlin jrewcsen. liikoscnito. l>edifr- (übt .Autogramme. Treibt viel Sport. Bleibt beim Film. Spriclit etwas Deutseh. Genaue Ankunft iKudi nicht fi-stpesctzt. Sein letzter Film: ..Der Fürst der .Abenteurer''. Fiüliere Filme (aiiLicr ..Ben Hur''): ..Ben Mi'. ..Der Seeoffizier", ..Aer- leiniidun^"'. Näcbster Film; ..Pflicht und Liebe"'.

H. II.. D a n zip.-: Dolores del Rio spielte die Titelrolle in ..Ramon;i". Der Scblaecr ..AVeun oer weiße Flieder wieder blüht"' i-t bis .jetzt noch ii("ht filmi-ch verwertet worden.

E. !>.. D e ni m i n : AVir werden Ly;i Mara, Jenny Jui;o, Liane Haid um die fälligen AuloKr.'iuime malinen.

Kurt F., W u r ir w i f z : <)lf;a Ts("hecliowa wohnt Berlin NAV ST. Kloiislock-tralle 20. Sie «ibt .\uton;ranimp. ("•rscbieden. Ein Kind. Ihr n/Mdister Film: ..Diane, die (Je-icliicbte einer Pariserin".

Jf r. A\' u . Lankwifz: Bildkarte ist inzwischen w eiterireleitet wor- den. AVilly Kritseli w .ir noch ?)iebt verheiratet, (o-.iublaue Auijcn. (ireta Cirbo wird voraiissielillieh in näeh-ter Zeit nach Berlin kommen.

K a t z e n s t e h: . H ö n «■ ;; : J.ick Trevor w ohiit Berlin AV. Bendler stralle tl. Mit einer En;;länderin verlieir.-itet. 2 Kiuiler. I'riihcr Kiivallerie- offizlcr, dann Film-t:ilist. Seit etwa 1 Jahren als Filmdarsteller tätipr.

L i 1 0 S., A u fr s b n r c : Vera Sebmitterlöw wohnt Berlin-Halensee, Xestorstraße 1. AA'alter Slpzak wurde am ;t. Mai in AAien ßeboren. Henny Porten bat keine Kiinler. Käthe von Nafjy wurde am 4. April in Subotiea Kcboren.

F i 1 m f r c u nd Rudolf AA'.: An Pat und Pataelion können Sic

Pat und Pataelion können Sic

deutseh sclireiben. Pat: Carl Selienström. Henny Porten wohnt Berlin-D;ihlem, (iebiirlst:i '"

Pataelion: Harald Madsen. len woiiiii j>eriin-ji;iniem, Parkstralie 71, bat am 7. Januar

„. mit Dr. von Kauffinann vcrlieir.itet, f;il>t Autogramme. Xeni.i

Desni wohnt Berlin-AVilmersdorf. RiMlesheimer Straße 1. hat

Aerbeirati't.

nächster Film ist ..Pflicht

Februar (ieburtstaff. Schwarzes

•iie . -^ulIl iiic'ii 111 iiciiin. .viii n. rcoruar i»i'iiiirisiajj. :^eiiwarzes

«cliw.irzc Auu,-en. .lack Tre\or siiielte die niännliclie Hauptrolle

itzenstes"'. Blond, blaue ,\uf;eii. Ernst. Ernst A'erebes ist ledip;. .\useii, selnvarzis Haar.

Hans K., Stettin; Din.i tJrallas letzter Film; ..Die tolle Komleü . Nächste .Arbeit: ..Ein kleiner Aorschulj auf die .SeliKkeif" Sie «'•'' .Aiitodr.imme. AVobniiiiK: Berlin AV. .Spcycrer Straße 22.

I 2 li .H . AV i e s b a d (• u : Siegfried .Arno wohnt Berlin-Sieslilz; Scliloßstraße .M. und fribi .AiitoKr.imme. Zu bi'ziclien dun h den Pojtkarten M'rl.ifi ]{oss. Berlin SW l». Alex.indrinenstraße 110.

D 0 r a K.. AV r i e z e n ; Ramon Nov arro und Liebe''. Noch nicht in Berlin. .Am ( Haar, scliw.irzi im ..Kat Braiiiu

E m 111 11 1.. B r e in e n : Ivan Petrovicli erreichen Sie durch die (ireenbaum, Berlin SAV (iX. Koclistraße U-1. Er ist serbischer Abstammung, iiiiverheiratet und s'i''t .\iitot;raninie.

K. V. u. II P.. Beut li e n : l/aura La Plante hat fieburtstag und ist kürzlich mit einem Film ..Hoppl.i nicht" erseliienen. Fnseres AAissens ein Künstlername.

M a fr d a 1 e n a H., Erfurt: Lien Deyers ist durch die Deutselie Fniversal, Berlin SAV, Mauerstraße S2, zu erreichen. Spielte bis jetzt in ..Spione". ..Die Heilipre und ihr Narr'' und ..Haus Xr. 17''. Erscheint b.ild in einem neuen Film mit AVillielni Dieterle, dessen Titel nocli nicht feststeht.

Hansa.. B i e I p f e 1 d : AVirklieli bpfrablpu Menschen werden wir ii.itürlieh nicht ;ibrateii. zum Film zu Kehen. Aber das k.inn kaum ein .\leiiseh auf den ersten Blick beurteilen. Die Leinw.md hat ihre eifreneii (Jesetze. Und Sie wissen .ja, viele fühlen sich berufen, doch nur weniftc sind auserwählt. .Aber wir sind sieber, daß sich letzten Ende.s die wirk- lieh talentvollen Xacbwiicbslinfre doch ininier ilurehsetzen werden. Aber es ist ein Kampf, und den müssen .«ip allein durelifcchten.

E v e 1 y n aus Halle. .V n n i AV. aus D r e - d e n , R u t li A., B r (i u n s c li vv e i pr : bitten wir um Anjrabe ihrer vollen X'amen. da wir

im 7. Septemlicr Aater siclit's ja

. aus D r e - d e n , Ruth um Anffabe ihrer vollen X'amen, da anonyme Briefe bekanntlich nicht beantworten.

Karl Cr e 0 r tr R.. H a m b u r g : Fee Malten wohnt Berlin AA', A\"il- mc rsdorfer Straße 80. ist unverheiratet und spielt auKcnblieklich beim Xero-Film. Inioscn Robertson erschien kürzlich in dem Univers;il-Filni ,.Die Hölle der Heimatlosen". Sie können deutscli an sie schreiben.

1.1 0 t t e S., .V n e : Lien Deyers (ihr richtiger Name) ist unverbciratet. d Solni trägt jetzt den Künstlernamen Robert C-istle. Cilly Feindt ind AVerner Fiietterer sind ledi.g. Lee Barrys richtiger Name ist Mathilde Benz. Hertha von AValther i.-t die Tochter des OberstPn Stprn von AVal- tlipr. Hat sich kürzlich mit dem Prinzen Louis Ferdinand von Bnurbon % erlobt. Richard Tauber filmt im Augenblick noch nicht. Dagegen soll s J.ickies 4jaliriKer Bruder Robbie sejir bald tun. Douglas Fairbanks jr.

Fred Soli

filmt ab unil zu.

E 1 1 i AV.. H a m b u r g :

i'. I 1 I >v .. II a m II u r g ; Jack Trevor wohnt Berlin AV. Bendlcrstr. 9. Am 11. Dezember in London geboren. Mit einer Engländerin verheiratet. 2 Kinder. Er gibt Autogramme. Dita Parlo hat am 4. Seiptcmber Cebnrts- t;ig. Ledig. (iret;i Garbo wurde am 17. April in Güteborg geboren. Noch in ihrer schwedischen Heimat.

Eitel K. K,: Ihre Bildkarte ist an Ossi Oswalda weitergeleilet. Das Alter der Künstler geben wir grundsätzlich nicht bekannt.

H .a r r y L i e d t k c - A' e r e li r e r i n , Sc li vv i' i z : Harry Liedtke ist so alt. wie er aussieht. .Tawolil, er h.it eine Sekretärin. Aber die Autogr:imnip schreibt er natürlich höchst eigenhändig. Imre Raday wohnt Berlin AA', Geisbergstraüe 21. Pension Nürnberger Platz. I.'nfrar, unverheiratet. Carl Auens Adresse: Berlin-Lichtcrfelde-Ost, Hermann- -Ir.ißp .11. Johannes Riemann hat am 31. Mai Geburtstag und ist mit Thea Biugner \ erheir.itct.

Edmund N., Cottbus; AVir bitten Sie, uns noch die fehlenden beiden Photos von Lix io I'avanelli und Hans AUiers zu senden. Wir worden Ihnen dann sofort die Autogramme besorgen.

Bilder von Filmgrönen mit deren Namenszug. und zwar eine ganze Saiiiiiiluiig. bekoiiimen Sie gratis und portofrei ziisanimen mit einer inter- essanten Bros(liiire. (ilciclizeitig erhalten Sie, ebenso gratis nnd porto- frei, eine Probe der köstliclieii Marylan-Creiiie. welche auch von den ab- gebildeten Filmgrößen benutzt und geschätzt wird. Marylan-Creme gibt blendendes .Aussehen, aiii'li bei verdorbener H.iut. Damit Sie noch recht- zeitig eine Probe erhalten, schreiben Sie an den Mar> lan-A'ertrieb, Berlin Ml, Friedrichslraße 21a. F. M. P.'i.

3tDet fd^ötte grauen.

2ic ii'iir u'irflirf) nllorlicbft, Mo .Mloiiio. lliift irf) bot fic iint eilt ■,!l'lc^crfl•l)^.'lt•

Üi'ic freute irt) mid), nk- irf) iiiciito ilotlc 'lMntiic= viii am nnbi-rii Jon ii>ic ocrnbrciict im O'nic' (jnitö fi^cn fiil). 2ic lonv oni JoiU" i'bcnfü frfu'u luic n^^c^^^\<, mth iftrc ('>>c(id)t!>lioiit .•,ci|ito einen iiictrf)cii 2ri)iininer, öeiieii l)niiri)fri)ijiic ;iintbeit mirf) iMtu'i&orfteI)Iid) nikuni.

od) foflle int Voiiie i^ec- (^K'ipriul)-:- ,ui iiiciiicr 2ri)üiicii, iirtii id) mir ein Äiiieitec- nu'ibliflii'v '..'-.H'ieii ii'lc fie iiidit lun-ftelleii foniie. To lorfjcUe üe foiu">er= bor Ulli) fol) flevn^eollc• nii mir uovbei, nlo blide fje jiiiirtiii*!, i^er oii einem oll^erell Jiirf) foi"i, liirijeliiti Oll. od) foliite ^el■ Mfidiliiiirt i>ei> SMirtei.^ lutiA fol) eine 3"ome t>ovt fiHeii, Me eine oiifiollenöe i'(el)iiliri)feit mit meiner 5ri)üiieit Oolte.

aJiiii lülIr^c mir evtliirt, bi\ii öiCi' i)ie ;Viiiller

meiner Tome fei. O'f) fonntc e^^ foitnt nfoubeit. «■(rf) loitr&e noraeftellt iiiib lunr f)öd)ft erftniint.

~.>iori) einer 3iHid)e foRte mir meine i'IiioerumOfte, i'ioii ilire Aiiiitter ein '.Viittel onioeiu'ie, onf öefien '-'•.'irtiiitd fic frf)Uiiire. O'vi fei ;Vnin)Ioii=C>reme. Tie 3',*irfinirt fei iiberrofrf)eiiii fiiit. Aalten, )uelfe ■C'ioiit iierfdjuioiibeit, (iroiie voiit luerhe öiiftin nitb biirfh= firt)tin=,inrt. Jliid) pideline U'&erne .vioiit U'er&e uiinu'ierfrf)«» loeiri) iiiib jitfieiiMid) frifri), felbft iiieiin Me foneiinnnten 5<Iiitejolirc (öiinft porüber fiiiö.

„•".^Iber 2ri)ol.u, ftoiiii foinift S"» bod) fiiefe fomofe ".Oi'ornlopjC'^reiiie frf)Oii je(.it 0llU'ell^elI, önmit Tu immer fo jiineiiMiri) fd)oii bleibff, mie Tu jcld bift."

Sie fol) mid) mit iiberlefieiiem Vari)elii oii. To uMifdi' iri), bofi oiiri) fie :l'ion)(rtii=0"reme iiiiiiiiif. 15'iiie folrije Tome luill irf) iierii aU ,vi'on mein O'iiieii iteniien. 2ie lent X'x-ert boroitf, firi) ihrem iVioniie jiiuii ,^ii erl)0lteii. Toc- ift lluiil

,1ri) felbft höbe oiiri) fd)oii ifJoryloii-Vreme ou= iieiiioui»!- VH'imlid), oerfteljt fid). lliiö loirflid):

meine fd)orfen 3iiflc um öeii Si?itn6 finfi iiicrflit^ perfrf)ipitubeii, iiiiö b'ic Sliniiolteii fiiib onrf) beinol) fori. Uiiii meine -Ooiit ift fo frifrf) uiif> frf)iin iic= ' ii'orfteii, öoft ei< mciiieit "Jlefrtiiiilcii oiiffrilU.

S'.'cr onf fein fliileo Vliti'fehen etmoö flibt, Inffc fid) lofteiiloe- iinb portofrei eine *lU"obc öer föft= lirijen :Vion)Iou=Prenie fommeii; {in.vi niirf) &0i^ 3!iid)Ieiii über Ilune 2rt)iiubeiliHifIcne. ÜU-ibcö uöllia foftenUHv nnb portofrei. ,voft 15 000 nlo«» «eube Toiilfri)roibeii bcmeifeu ben a-.'ert! 2rf)nci6cu 2ie iiori)ftel)enbeii ('•hotie-be.vitlfdKin oiic- iiiiö Icflcn 2ic ihn in ciit oifeuei- .Miiuert. Tann foffet c3 lAiirrf) non;, Teiilfd)IoiuA nur ."> 'l^fn. t-into. .Oititeii oiif öoi- .«.iiioert lotiimt iioiiit ohie fleiioiie 3li">refic.

(^h•olie•be,•,unid)eiu: i'ln tieii ;li!ornIoii5*.;HM"trieb, 3>erliii 11-4, ,vri«bfitiifti'- -'• O'rbitte foftenlov* nn& portofrei Me 'l'robc i'ion)loiul.Meme unbiioc' 2rf)ön- Oeitxvbiirf)Ieiii mit Slbbilöituoeu. F. M. 85.

Die Ufa -Theater werden mit

^lektwüix

gereinigt.

Verkaufsstellen:

(Berlin W 50, Kurfiirstendamm 236 Benthen, Bahnhofslr. 13 ' Brannschweig, Münzstr. la ' Bremen, Hcrdentorsteinweg 5 / Brcslan, Junkernsir. 38 40

Chemniiz, Falkcplatz 2 Coblenz, Schloßstr. 33 Dortmund, Kaiscrstr 6 Dresden, Fra|<er Str. 35 Duisburg, Kuhtor 2 4, Gcncralanzcigcrhaus Düsseldorl, Steinstr. 2 Eisenach, Frauenberg 9 Elberleld, AUcnraarkl 13 Essen, Huysscnallcc 93 Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59 63 ; Halle, Magdeburger

Str 56 / Hamburg-Nord, Gr. Bleichen 31 Hannover, Bahnhofstr 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 205 Kiel, Holstcnstr. 61 ' Köln, Hohe Str. 64 ' Königsberg,

Münzstr. 17 / Leipzig, Rudolphstr. 4 / Lübeck, Breite Str. 19 / Magdeburg, Breite Weg 3 b ' Mannheim, A. 2. S. München, Salvatorstr. 18 / Nürnberg,

Färberstr. 16 / Stettin, Moltkestr. 5 Stuttgart, Rotebühlstr. 41 / Wiesbaden, Wilhelmstr. 18. Außerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.

^

baii üIfof?ofarmc dr3<n^ empfohlene

W\^/^

:33o(f«Jgefrdnt

Stepßan Lorant

WIR VOM FILM

Das Leben, Lieben und Leiden der Filmstars

Mit 49 persönlidien Beiträgen der bedeutendsten Filmstars und 400 Abbildungen auf bestem Kunstdrudtpapier. Broschiert 4.— RM. Gebund. 5.— RM. GegenVoreinsendungoder Nadinahme

Illustr. Filmwodie, Berlin SW68, Kodistr. 8

PostsAcAkonto Berlin HS 272

Vieri eljahrs - Bände de. ,,Fiim-Nagazin$"

jetzt wieder vorrätig für die ersten drei Quartale 1928

I.Quartal: Heft 1 13, 2. Quartal: Heftl 4—26,

3 Quartal: Heft 27—39. Jedes Quartal für sich broschiert 2. M. Bei Voreinsendung portofreie Lieferung, sonst Nachn.

Unsere rummerKöpie

Ein Bildwerk vom deufsctien Film

Mehr als 400 Bildnisse der bekanntesten Film- künstlcr mit Angabe von Adresse, Telefon- nummer und den zuletzt gespielten Rollen, Gegen Voreinsendung des Betrages 4.40 M., sonst Nachnahme

Jllustrierte Filmwoclie G.m.b.H., Berlin SW68, Koclistr.6/8

Postscheckkonto Berlin Nr. 14S272

JiClu2>-Sesse2

KurzQ Zeit in der Großen Kunst -/Ausstellung DaOlQeim benutzt, fast wie neu, verkautt von

35 Mark an in Stoff Rinü-£eaer 95 Mark

H. £ipKe, Berlin SW>, Koc^slraßG 6 bis 7

u.

IIIIIIIIIIIUIIMIIIUIIllliliiiTlir

EiDZclpreis 40 Pf. für das Heft. Bezugspreis durch die Post monatlich 1.75 M. V e r 1 a li : Illustrierte Filmwoche G.m.b.H.. Berhn SW 68, Kochstraße 6—8. Schrift- L*.i'""ß_'^- Rosenthal Aros, Berlin, Für die Redaktion und Herausgabe in Ocstcrrcich verantwortlich Robert Mohr. Wien I, Domgasse 4. Verantwortlich (ür Anzeigen Wilhelm Schaefcr, Charloltenburg. Anzeigcnvcrwaltung Bcpa-Vcriag, Berlin W 35. Blumes Hof 5. Kupfertiefdruck: August Schcrl G. m. b. H., Berlin SW 68

msikcii

4

---)

harry halm, warwickAvard

reche: johanne^ guter

UFA-FILMVERLEIH <3.N.B.H.VEßLEIHBETRIEB DER UNIVERSUM FILM A.GBERLIN SW68,K0(HSni.6-7

Uraufführung am 19. Januar im Gloria-Palast, Berlin

„mmmrimfrit IM I l -

r JL

NUMMER4 / BERLIN, 27. JANUAR 1929 y PREIS 4üPFEN^

oLtltan zTlarvey jeterie am IQ. Cyaniiar ihren ^ebuHtfofi

I

m%m(i

RE0(E:30HANNES GUTER

Das neueste erfolgreiche Ufa- Lustspiel erscheint jetzt auch im Reich

I

i

DIE \\ O C H K \ S C H R I 1 T D 11 U l 1 I. M F R E l N D E

FQANZ LEDEQEQ

spielt in dem Ufa-Film ,/T>ie wunderbare Lüge der Nina Peirowna"

¥

-»til.

V

Das deutsche Lustspiel hat zweifellos in den letzten Jahren einen starken Aufschwung genommen. Man hat erkannt, daß gerade das lebende Bild besondere Möglichkeiten bietet und hat alle bewährte drama- turgische Requisiten des Worttheaters mit Absicht für den } ilm nicht nur übernommen, sondern sogar darübei hinaus noch ausgebaut.

Wir haben heute besondere Lustspielspezialisten, Dar- steller, die auf diesem Spezialgebiet nicht nur besonderes leisten, sondern sogar europäischen und Weltruf erlangten.

Das ist deshalb interessant, weil noch vor verhältnismäßig kurzer Zeit die Ansicht verbreitet war, daß uns in puncto Lustspiel die Amerikaner weit über seien. Als Jannings nach Amerika ging, las man spaltenlange Artikel darüber, daß das eigentlich kein Wunder sei, denn die Deutschen seien die Meister des Filmdramas, wenigstens des psycholo- gischen Filmdramas, während die Amerikaner Beherrscher o'er Massen seien und uns die leichten, gefälligen graziösen Stoffe brächten.

Auch diese Meinung, vor ein paar Jähren vielleicht noch bis zu einem gewissen Grade berechtigt, ist jetzt schlagend widerlegt. Lilian Harvcy zum Beispiel hat ihre großen Er- folge immer im Lustspiel errungen, und so ist es klar, daß auch ihr neuester Film wieder einen Lustspielstoff bringt, eben eine jener Verwechslungskomödien. von denen eingangs die Rede ist.

Die Geschichte heißt recht geheimnisvoll ,,Ihr dunkler Punkt". Wer unsere Bilder genau beobachtet, wird bald er- kennen, wie dieses geheimnisvolle Ding aussieht. Es hat die Form von Hcras und befindet sich auf dem Oberschenkel

f^

W^

m

\

%

f ' . ;v. V

einer junjjen Dame, die in allerhand komplizierten oder um mit dem Titel zu sprechen dunklen Geschichten ihre Hand im Spiel hat.

Diese Dame aus der Unterwelt will Lilian entlarven. Das

I ist nicht so einfach, wie man das sonst in Detektivfilmen

sieht, sondern j^ibt allerhand Schwieri{|keiten, die vor allem

dadurch entstehen, daß jenes jjeheimnisvolle Mädchen im

Variete bei einer Zaubernummer als Assistentin auftritt.

Welche Komplikationen entstehen, als Lilian hier unter falscher Flai^ge segelt, muß man sehen. Diese Situationen sind einfach nicht zu schildern. Sie erinnern jjanz leise etwa an die Art, wie Chaplin im Zirkus wider Willen zum Artisten wird.

Die große Kinogemeinde wird ihre besondere Freude aber daran haben, daß als Partner der Lilian Harvey Willy Fritsch agiert.

Zwei solche Filmkanonen in einem Film hat man in letzter Zeit kaum gesehen. Man vermerkt dieses Zusammenspiel mit dem Gefühl, daß das Zeitalter des Starfilmes im alten Sinne endgültig vorüber ist und daß jetzt das Ensemblespiel mit erfolgreichen, bewährten Künstlern das Entscheidende und Ausschlaggebende ist.

So ergibt sich voraussichtlich, daß ,,def dunkle Punkt" einer der erfolgreichsten Filme der nächsten Zeit sein wird, der nicht nur in Berlin, sondern aucb in London und Paris beim Publikum die Aufnahme finden wird, die für den Erfolg ausschlaggebend ist. Denn schließlich sind die Filme ja für das Publikum da, das selbst darüber bestimmt, was ihm gefällt und was es wünscht.

^%aSk

Mit fünf Köpfen aus ver- schiedenen Filmen

^WP

N

IJ Bondireff in Zivil

2) Mas/ie aus „Hilfe, ich bin Millionär" (Ufa)

3) Inquisitor in ..Ca- sanova" (Ufa)

4) Apache in „Apa- chen von Paris"

5) „Was/a" in „Wol- ga-Wolga"

t

Das Lustspiel „Hurra! Ich lebe!" hat das deutsche Publikum auf Alexei Bondireff aufmerksam ge- macht, der in diesem Film einen Bruder des „muti- gen Seefahrers" spielt.

In seiner Heimat ist der Russe kein Unbekannter, Er kommt, ebenso wie Nikolai Kolin, Gregory Chmara, Iwan Moskwin (der ,, Postmeister"), Michael Tschecho und Leonidoff (,,Iwan, der Schreckliche"), aus der Hoch- burg der russischen Bühnenkunst, dem Moskauer Künst- Urtheater, Er hat die berühmten Reisen der Russen unter Stanislawski durch Europa und Amerika mitge- macht und filmte zum erstenmal in Frankreich, wo er mit Nikolai Kolin und Iwan Mosjukin zusammenspielte.

Die erste Rolle, die Bondireff in einem deutschen Film spielte, war die des Steuermanns auf dem phan- tastischen Drachenschiff im Ufa-Prunkfilm ,, Geheimnisse des Orients". Dann sah man ihn in ,, Hurra! Ich lebe!" und in „Wolga-Wolga".

Seine Maskenkunst erinnert an Lon Chancy. Aber während man bei dem Amerikaner immer an virtuose und rücksichtslose Technik denkt, verwandelt sich der Russe Bondireff in jeder Rolle in einen neuen Menschen. Er erzählt selbst, daß er nie früher vor den Schmink- spicgel tritt, bevor nicht die neue Gestalt in seinem Unterbewußtsein einen psychologischen Entslehungs- und Entwicklungsprozeß durchgemacht hat, bevor nicht der neue Mensch mit seinem ihm eigentümlichen Gesicht und Gesichtsausdruck, seiner Figur und allen den Merkmalen, die ihm das Charaktcriitischc und Individuelle verleihen, geboren ist.

Diese Äußerung ist charakteristisch für die Künstler der russischen Schule, die auf einem merkwürdigen Ge- misch \on intellektueller Grübelei und spontaner, rein intuitiver Schöpfung beruht.

Die nebenstehend veröffentlichten Photos beweisen die Kunst Bondircffs besser als alle Worte.

<:S)epQjlkg 2mt^:Mm>

VON JESSE L. LASKY. I.Vizepräsident der Paramount Famous Lasky Corporation.

Jedes Ziel, das des Erreichcns wert ist, ist wert, daß man dafür arbeitet. In diesem Sinne bietet das Leben \venij<e Ziele, die nicht die letzte Anstrengung, Konzen- tration und stetige harte Arbeit verlangen, um erreicht zu werden. Nirgends ist dies wahrer als in der Filmindustrie. Es gibt nur einen Weg, zu den Höhen der Bildkunst zu gelangen, nämlich durch unendlich harte Arbeit, selbst wenn man alle zum Filmerfolg nötigen fundamentalen Eigenschaften besitzt. Ohne die besondere Qualifikation zu diesem Beruf ist die Sache hoffnungslos. Unglücklicherweise sind die meisten Mädchen, die die Filmkarriere machen wollen, davon überzeugt, daß sie sie besitzen, ob es nun wirklich so ist oder nicht, und sie kommen voller Hoffnung nach Hollywood, ohne die geringste Vorstellung von den Gefahren, denen sie dort gegenüber- stehen. Die meisten haben keinen Begriff von den zu überwindenden Schwierigkeiten und den unendlichen Mühen, denen sie sich unterziehen müssen. Sie stützen sich auf die Geschichten der Stars, die über Nacht berühmt geworden sind, und sehen in ihnen die Aussicht auf eine ähnliche Zukunft. Sie haben nicht die geringste Ahnung, was tatsächlich hinter den Stars liegt, die, metcorhaft aufsteigend, selten am Film- himmel aufblitzen, und würden, wenn die Wahrheit bekannt würde, entdecken, daß auch ihrem plötzlichen Erfolge dieselbe Zeit harter Arbeit und unverdrossener Mühe vor- aufging. Der Unterschied bei ihnen war nur, daß der Wendepunkt zum Erfolg plötz- licher kam. Irgendwie und irgendwo trugen die vorbereitenden Arbeitsjahre zu dem individuellen schließlichen Aufstieg bei. Niemand kann einen dauernden Erfolg im Film erreichen, ohne in die eine oder andere Schule gegangen zu sein, die ihr einen Vorrang verschaffte. Diese Übernacht-Berühmtheiten sind jedoch so rar, daß sie in der Gesamt- summe der Filmkarrieren keine Rolle spielen. Ich erwähne sie nur, weil sie dauernd einen Teil der Lockspeise bilden, die jährlich lausende von Mädchen nach Hollywood zieht, um dort ihr Glück zu versuchen. Für Tausende von Mädchen in aller Welt ist der

Name Hollywood von einer romanti- ; sehen Magie von Erfolg, Ruhm, Rcich- ' tum, von allem, was das Herz sich IM wünscht, umgeben. Und alle diese S ungezählten Tausende sind davon ^ überzeugt, daß auch sie bei gegebener '^'"^^^^K- Gelegenheit in einem Tage zum Star

würden. Unglücklicherweise kommen ^ , —^-- sie zu diesen Schlüssen und zu dieser

^iifc ÄP* Selbstcinschätaung ohne eine Kennt-

nis der Bedingungen oder ohne jede Kenntnis des Filmwesens. Sie alle

denken , daß sie nur die Filmstadt zu erreichen brauchen, um den We<> zum Ziel zu finden. Das Resultat davon ist, daß siu von jedem Punkt des Erdteils aus nach Hollywood kommen, ohne- Schuluni! oder Erfahruni», die ihnen Nutzen brinjjcn könnte. Die meisten von ihnen kommen, weil ihre Freunde und Nachbarn zu Hause ihnen erzählt iiaben, daß sie sch<)n seien und deshalb dort am Platze sein müßten, ohne zu wissen, daß Schönheit eine Eijjenschaft ist, die auf dem Hollywooder Markt in absolut keinem hohen Kurse steht. Ich möchte damit nicht allen Mäd- chen, die den Ehrgeiz haben, zu filmen, saj^en: Kommt nicht nach Hollywood! Die Filmhersteller sehen sich immer nach Mädchen um, die wirkliche Eijinunii zum Film besitzen, die intelli)|ent sind, die schauspielerische Fähijikeiten, Charakter und Schönheit haben. Aber sie müssen all dies besitzen und nicht nur eine oder zwei dieser Eijienschaf tcn. Wenn die Mädchen, die den Ehrjjeiz haben zu filmen, sich wirklich dar- aufhin prüfen würden, würde es den endlosen Zustrom hoffnunj*s- voUer Aussichtsloser, die die Studios überlaufen, oline Aus- sicht, je auf die Höhe zu kommen, nicht «seben. Bevor sie sich ausmalen, nach Hollywood zu <4ehen, sollten sie sich einen ehr- lichen und vorurteilslosen Befähifjun'jsnachweis verschallen. Sic sollten die Kosten ihres Unternehmens bedenken und genau feststellen, wie sie für den Kampf «»erüstet sind, ehe sie den Versuch machen. Denn die Mädchen, die voller Ehrgeiz nach Hollywood kommen, setzen sich vielen Gefahren aus.

Das Durchschnittsmädchen kommt nach Hollywood, ge- schwellt von höchstem Selbstvertrauen, den <5uten Wünschen und dem Vertrauen seiner Anj^ehörisjen und Freunde und einer vorgefaßten Meinunjä von seinen Fähigkeiten, deren Beweis nur in seinem eigenen Kopfe besteht. Lind jjewöhnlich hat es nur beschränkte pekuniäre Mittel, um den Kampf auszuhallen. Es macht sich nicht klar, daß die Chance, überhaupt eine Arbeit zu bekommen, im Verhältnis von 10 zu 1 steht, selbst als „Extra", wenn es ihm {gelingt, eine EinschreibunjJ bei dem Central Casting Bureau zu erlanj^en, das die führenden Studios mit Komparserie versorjjt. Das Bureau hat mehr als 10 000 Namen auf seiner Liste. Die Durchschnittszahl von Darstellern, denen es täglich Arbeit vermittelt, beträgt kaum mehr als 700, Die Folge ist klar. Dem Durchschnittsmädchen, das nur sieben Tage von . hundert arbeitet, wird es schwerfallen, ihre Miete, ihr Essen und ihre Garderobe zu bezahlen. Diese Ungewißheit, Arbeit zu finden mit der einzigen Sicherheit, daß diese genug bestehen wird , ist eine der Grundgefahren, denen das nach Hollywood kommende Mädchen entgegengeht. In dieser Klasse muß es nun mit Tausenden anderer Mädchen konkurrieren, die ebenso schön sind oder möglicherweise schöner. Es macht sich

lerner nicht klar, daß die Chance, aus der ,,Extra"-Klasse zum Startum zu kommen, wie 10 000 zu 1 gegen es steht. Es denkt nur an all das Angenehme, das es von seinen Freunden zu Hause iiörte, die nichts von der Lage in Holly- wood w issen. Es beginnt, herumzulaufen. Wenn es Glück hat, bekommt es dann und wann Arbeit. Es sieht, wie seine Mittel rasch zu Ende gehen; es fängt an zu sparen, um das Ende hinauszuziehen, was ihrer Erscheinung nicht zu- gute kommt und ihre Chance verkleinert. Durch die Tatsache, daß sie keine der Eigenschaften zeigen konnte, die einen Film- hersteller bewegen würden, ihr eine besondere Gelegenheit zu geben, fleht sie um Hilfe und wird immer empfindlicher, weil die Gelegenheit nicht kommt. Entmutigungen und Enttäuschungen sind weiterhin ihr Los. Es kommt schließlich der Moment, wo ihre pekuniäre Lage sie zwingt, am Essen zu sparen, bis sie sich endlich in äußerster Not befindet. Ihr Stolz hält sie von der Rückkehr nach Hause ab, denn sie will das Mißlingen nicht zugeben. So ist sie von jeder Hilfe verlassen, bis ihr Geld zu Ende ist. Das ist der gefährlichste Punkt ihres Versuches. Sie kommt in eine verzweifelte Gemütsstimmung, die sie zur Beute vieler Versuchungen werden läßt. Diese Versuchungen sind in Hollywood nicht größer als anderswo, aber sie sind über- all. Es erfordert eine besondere Charakterstärke, um als Sieger aus dieser Periode der Enttäuschungen und Depression hervor- zugehen. Und unglücklicherweise ist es so, daß nicht nur eine solche Zeit überwunden werden muß, sondern oftmals wieder- kehrend. Unvermeidlich gibt es Wochen und Monate, in denen nur wenig produziert wird und die Nachfrage nach Darstellern gering ist. Es passiert immer wieder, daß die Mädchen nach allen nutzlosen Versuchen stranden, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollen, und oft ohne jemanden, den sie um Hilfe angehen könnten. Das ist die Strafe für die, die ihr Glück in Hollywood versuchen, ohne genügend ausgerüstet zu sein. Die Gefahren sind besonders groß für die Mädchen, die vorher ein beschütztes Leben führten und nun das erstemal sich allein durchkämpfen müssen. Das kann mit einem Unglück enden, das hängt von dem Mädchen ab. Wenn es eine Per- sönlichkeit ist, über Charakterstärke, Schönheit und alle übrigen zum Erfolg notwendigen Eigenschaften verfügt, kann es hoch- kommen. Aber auch dann ist die Chance nicht allzu groß. In einer so ungeheuren Industrie, wie der Filmproduktion, gehört Außergewöhnliches dazu, um ein Individuum aus der Menge herauszusuchen. Kein Mädchen sollte daran denken, es mit diesen Gefahren aufzunehmen, wenn es nicht weiß nicht denkt, sondern weiß , daß es Befähigung und das Geld besitzt, um sie zu überwinden.

Jannings in der Komparsengarderobe in Hollywood

Als zweiter ,, Querschnittfilm" erscheint in der Serie „Das Auge der Well" eine Zusammenstellung der schönsten Liebesszenen. Als Autoren zeichnen Dr. Kaibus und Stanhope sowie Martin Schuster. Einer von ihnen, Stanhope, nimmt hier das Wort.

Eine schöne, mühevolle Reise liegt hinter uns, eine Fahrt ohne Fahrt. Angetreten wurde sie vor wenigen Wochen in einem der kleinen, privaten Vorführungsräume der Ufa. Ihr Ziel war ein Ausflug in die Vergangenheit; ihre Rückkehr endete in der Gegenwart. Deutlicher: Es gehören zu den Auf- gaben des Querschnittfilms die Besichtigung und Auswahl der Bildstreifen aller Entwicklungsepochen. Eine erfreuliche Arbeit, die durch ihre Schwierigkeit, Unzusammenhängendes zu gliedern und zu einem inhaltlichen Ganzen zu verschmelzen, an Reiz gewann

,,Rund um die Liebe" ist der Name des neuen Films, der eine Revue der schönsten Liebesszenen im deutschen Licht- spiel seit 1910 geben soll. Alle Wege führen zur Liebe: Bald geht es hart und bitter zu, werden Menschen gestoßen, ver- irren sich im Nebel und finden nicht mehr zurück; bald geht es glatt und sicher, treffen wohlgefällige und glückliche Men- schen, Vertreter des moralischen Weltgefüges, zusammen; bald werden kleine Unebenheiten spürbar, die aber nur vorhanden sin-d, um vorhanden zu sein, und das Paar, das sie beschreitet, um so sicherer in den Hafen des Happy End zu leiten; bald zeigen die Wege heitere Ausblicke, lustige Punkte, Winkel, deren Bestimmung von vornherein keinen Zweifel läßt.

Unsere Reise hat uns aus der Perspektive diese Wege gezeigt. Und nebenher noch mancherlei mehr: modische Entwicklungen, Aufblühen von Städtebildern beispielsweise der Wandel Berlins: Oft genug tauchte der Potsdamer Platz der Vorkriegs- zeit auf mit seinen ,, Sechseromnibussen", seltsamen Auto- droschken und vorsintflutlichen Straßenbahnen, die wie ehr-

Szenen mit: Lydia Potechina und Max Giilstorff, Mady Christians, Emil Jannings und Lya de Puiti (Variete), LH Dagover (Chronik von Grieshuus)^ Reinhold Schünzel und Valery Boothby (Adam und Eva), Pola Negri

I'holo-Montage aus Szenen des Quersclmiltfilnis ..Rund um die Liebe" mit Jannings, Ycelle Cuilbeil. l'uUi Ncgri. Lya de Putti. Wladimir Gaidarow. Camilla Hörn, Göftta Ekman. Paul Richter Margarethe Schön.

würdige Matronen wirken, und vieles dieser Art. Auch der Wandel der Dekorationskünste, der Regie?uffassung und Dar- stellungsweise wurde offenbar (Proben waren bereits im ersten Querschnittfilm ,,Henny Porten" zu sehen). Meiningcrhaft ver- zerrtes Mienenspiel, Händeringen und heftiges Busenwogen kenn- zeichnet die Marlitt-Epoche des Films vor 1918. Naturalistische Detailschilderung, fast die Grenzen des Kunstwillens über schreitend, ist ein Dokument der Zeitgeschichte nach den Entbeh- rungsjahren des Krieges. Prunkentfaltung, Neigung zur Ge- schichte und ihren leuchtenden Beispielen folgen in den Inflations- tagen; gleichzeitig zeigt sich schon tieferer Ernst und der Wille, den verfilmten Stoff, seine Bearbeitung und Darstellung zu ver- tiefen. Die Zeit wird gelöster, freier, natürlicher und mit ihr der Film. Alles Gekünstelte ist abgefallen. Die Menschen auf der Leinwand sind von Fleisch und Blut, genau so wie wir, und wenn sie schlecht gespielt werden, dann sind sie's nocii genauer.

Steinchen um Steinchen haben wir auf dieser Reise aufgelesen für das Mosaik, das den Titel ,,Rund um die Liebe" tragen soll. Ein Spiegel der Zeit ist im Entstehen begriffen. Um die Vorstel- lung dessen, was wir wollen, zu umreißen, sei hier eine Szene als Beispiel angeführt: In kurzen aneinandergereihten Bildern werden wir Zeuge, wie Jcanne Becus-Quantiny von einer Um- armung in die andere taumelt. Karriere macht, bis sie sich endlich als Madame Dubarry an der Seite Louis XV. und als mächtigste Frau Frankreichs wiederfindet. Im Lubitsch-Film, den wir benutzten, entwickelt sich der Werdegang in fünf Akten; der Querschnitlfilm zeigt ihn in wenigen Minuten.

Neben Raffungen dieser Art werden Gegenüberstellungen der verschiedenen Temperamente, die die gleiche Rolle verkörperten, zu sehen sein; daneben versucht der Film den Wandel des Ge- schmacks, was den Frauentyp angeht, zu dokumentieren. Kurzum: der Film ist eine Revue der schönsten filmischen Liebesszenen.

Szenen mit; Hcnny Porten und Emil Jannings, Mona Maris und Curt Bois, Elisa- beth Bergner und Conrad Veidt.JcnnyJugo and Harry Halm. Dita Parlo und Willy Fritsch p/wt. Ufa

'//

UM

V

4

In dem groUtn Waterloo-Film, der jetzt in den deutschen Lichtspiel- häusern gczeisjt wird, dominiert die Heldengestalt Blüchers, von Otto Ge- bühr aus.s^ezcichnet verkörpert. Neben ihm und um ihn herum stehen histo- rische und frei erfundene Persönlich- keiten in buntem Reigen. Am popu- lärsten ist neben dem englischen Heerführer Wellington, vor allem Gneisenau, der j^roße Generalstabs- chef.

Frei erfunden ist die Figur des Blü- cherschen Adjutanten, der mit der Gräfin Tarnowska, einer französischen Spionin, flirtet, während sein Herz tatsächlich der kleinen Riekc «Jehört, die unser Bild hier zeigt. Mit der Gestalt Blüchers schafft Otto Gebühr erneut eine vollendete Reproduktion geschichtlicher Persön- lichkeiten. Den Gneisenau spielt Fritz Ulmer, wie I man sagt, auch in einer gewissen Porträtähnlich- keit. Oscar Marion und Betty Bird bemühen sich erfolgreich um das Liebespaar. Marion zeigt nicht nur sein schauspielerisches Können, sondern über- rascht auch durch seine kühnen Rciterkunststück- chen, die besonders gegen Schluß des Films bei^ der Vcriolgungsszenc imponierend auffallen.^ ,,Waterloo" ist nicht nur ein Erfolg für die Emelkai| sondern auch für Karl Grüne, den Spielleiter, deifq aus seinen Darstellern alles herausholt, was iit:; ihnen steckt.

-^

-i-"i5f .

m

■■%^

K

'äiiäiikj^:

Mr^

/ i.

^S m

.6L ^^

\-

rOs^y n)"^'-

£\

■■^;:

, ■•■■% ' Der Wildwcst- /' film nähcrl sich ^ dem Höhepunkt. Die Postkutsche rast mit der MiUiüncn- erbin durch die Prärie, um sie vor den Tramps in Sicherheit zu brin- gen. Die wilde Jagd geht jetzt am Rande eines reißenden Baches entlang. Da plötz- lich — wo das rettende '"^ C^' , if ^ Blockhaus schon winkt

bricht^ie Deicjisel, Der Kutscher wird vom Bock

geschleud^l, die 'Pferde gehen durch, während der Kutschwä^gen in den schäumenden Wasserfall stürzt. Verzweife|i -kämpft das schöne Mädchen gegen die Flut. Da naht der Retter, der sich qm Lasso zu ihr herabläßt und sie in seinen starken Arm nimmt. Und gerührt betrachtet der Zuschauer den' Happy-end-Kuli in einer Großaufnahme.

Solche Szenen geben dem amerikanischen Film das stürmische Schlußtempo, das über manche Breiten des Eingangs hinweghilft. Wenn die Hauptdarstellerin sich vom Ozeandampfer ins Meer stürzt und die Brandung vor der einsamen Insel durchschwimmt, aut der ihr Geliebter verbannt lebt, wenn sie vom scheu gewordenen Pferde durch die Straßen geschleift wird.

#

\

wenn sie von der zerbrechenden Brücke mit dem Auto in die Schlucht sinkt, wenn sie sich aus dein brennenden Gebäude im -Augenblick vor dem Zu- sammensturz retten kann, so stockt dem Zuschauei der Atem, und er bewundert den Mul der Schau- spielerinnen, solchen Katastrophenaufnahmen ge- wachsen zu sein.

Madgc Beiami, Norma Shearer, Dolores Coslello. Mary Philbin, Jane Winton, Priscilla Dean sie alle flößen dem Zuschauer Mitleid in solchen Szenen ein und doch ist es immer June Ford, die in diesen Situationen für sie eintritt.

June Ford, das furchtlose Mädchen, wird in Hollywood die Königin der Doubles genannt. Jeder Star hat eine Double, eine Komparsin, die ihm etwas ähnelt, zum mindesten dieselbe Gestalt zeigt, so daß sich bei gleichei' Kleidung in gewisser Ent- fernung eine Ähnlichkeil herauslesen läßt, in den Szenen, die, mit dem Leben spielen, muß natürlich eine Artistin eintreten, denn eine Schauspielerin ist nicht imstande, die gefährliche Aufgabe durch- zuführen. Der hilm verlangt von seinen Darstellern viel mehr als eine andere Kunst. Sie müssen nicht nur künstlerisch ihrer Aufgabe gewachsen sein, nicht nur Gefühle in plastische Gebärden umsetzen kön- nen, sondern auch körperlich ein so vollendetes Training besitzen, daß sie allen Anforderungen ge- wachsen sind, die der Film stellt. Das gilt nicht nur von den Mitwirkenden in Sensalionsfilmen, soii-

June Ford in einem Tom Mix- Film Plwl. Fox

^

A

\h^

i

dein auch von den Schauspielern der Spielfihne. Das Bühnenstück verle<>t anstrenf>ende körperliche Bewejjun- }5en in den Zwischenakt. Wenn eine Schauspielerin im Keitdreß die Bühne betritt und erklärt, daß sie eben vom

MorjJenritt komme, so er- «Jänzt sich der Zuschauer )5ern die Situation im Geiste. Im Film wünscht er sie mit Kccht zu sehen, und er ver- lanjJt nicht allein ein Ianj5- sames Spazierenreiten, son- dern einen PariOrceritt. Vilma Banky verdankt ihre Beliebtheit nicht allein ihrer Sch(»nheit und Darslcllunj>s- kunsl, sie ist auch ebenso ;4ut zu Pferde. Natürlich gibt es auch für die trai- nierteste Schauspielerin wenn man , von der un- erschrockenen Anna Qu. Nüssen absieht eine Grenze, an der ihre TiitijJ- keit enden muß, weil ein Unfall des Stars die Weiter- führiin^ der Aufnahmen ge- fährden würde. In dei' Ke- gel werden die Sensalions- szencn erst dann gedreht, wenn alle übrigen bereits fertiggestellt sind, so daß Umbesetzungen einer Holle wegen eines Unglücksfalles nicht mehr zu fürchten sind. Uenn die Großaufnahmen

werden natürlich mit dem eigentlichen Star gedreht. nur in den Weiteinstellungcn tritt June Ford ein.

Dieses furchtlose Mädchen ist eine frühere Zirkus- artistin, der kein Wagnis zu gefährlich ist. Natürlich schwebt sie ständig in Lebensgefahr, aber sie hat sich ihren ursprünglichen Optimismus nicht rauben lassen, und sie plaudert gern von ihren Erlebnissen.

,,In dem Scnsationsfilm , Vampire der Rennbahn", plau- dert June Ford, ,,war mir die Aufgabe zugefallen, aus dem zweiten Stockwerk des brennenden Hauses in ein Sprungtuch zu stürzen. Das war keineswegs schwierig, und ich lief, wie man mir befohlen hatte, auf dem Balkon mit verzweifelten Gebärden umher, damit das l^ild sehr echt aussehen sollte. Das Signal zum Sprung sollte ein Startschuß sein, aber es kam nicht dazu, weil der Hilfs- regisseur den Ereignissen ins Werk pfuschte. Er hatte sich ausgemalt, wie hübsch es sich im Bilde darstellen würde, wenn der Bau kurz nach meinem Sprung in sich zusammensinke, und dazu eine Ladung Pulver im Erd- geschoß anbringen lassen. Nun fraß sich das Feuer schneller durch die Zündschnur, als vorgesehen war. Während ich noch mit verzweifelten Gebärden auf dem Balkon schrie, explodierte das Pulver, Kaum verspürte ich den Stoß, als ich mich schon mit einem verzweifelten Salto weit nach vorn in die Luft warf, um nicht von den brechenden Balken getroffen zu werden, und das Sprung- tuch nur an der äußersten Kante streifte. Ich erlitt eine Verstauchung heider Beine, aber schlimnier war, daß man von der Szene wenig brauchen konnte, weil mein Salto, der in Todesangst erfolgte, vollkommen unnatürlich aus- sah. Man hat freilich diese effektvolle Szene einfach in einen anderen Film hineingeschnitten, in einen Zirküsfilm, dessen Heldin eine Akrobatin war, der man einen Salto aus brennendem Hause schon eher zutraut.

1

üben: June Ford. Union: Die Explosion c/cs Hauses erfolgt eine Minute zu früh I'Iuh. I ,n

^^saasaäatmmfeämaoBsßj ,

b:'.< ,,<; }\i .\:'- rur!> '• Mi. ,. ■"■ ."i;. ,. t ■" |

•^ ^ 2, ']le^ 3.a^^^'r^' io'^^i'i' ^^^^-^ 3fe^>4efe^<'"^''*»w^."'^sri^''*»^

^^m

m^ i

^

^

^

^m

^

^m

^

4

r> h ?

^

E^

^

^^

-T—fr

r ^v J- ^'^ I f. f. t=^

^<!".^«^£5y«>? ^^'^^ ^ -^«*^^-^^ ^ ^ ^ /«- -^ '^ -^ ^/

^^

^^

^

HtJ-p^

i Eins, zwei, drei! . . , Der Bauer mäht (sät) / So lang, so lang die Welt besteht. / Der Mensch vergeht mit Wort und Tat, / Es bleibt die Erde und die Saat. / Eins, zwei, drei, ja, eins, zwei, drei! / Auch dieser Sommer geht vorbei, ja! / Eins, zwei, drei!

Aus dem Ufafilm ..Ungarisctie Rhapsodie"

FRAGEN

y;

die uns erv&wht^rt

Da staunt der Fachmann

Von Lörrach bis nach Krolosclun Heut' Blicke vor der Leinwand t>lühn: Briliitte an der Knatter Brausen Bcselii^t Wc'4'ners Shylock-Grausen; Herbert aus Gleiwilz schreibt i>ar kühne 'nen Film für Holt, die E^elyne, So ist's im ..Mayazin" zu lesen . . . Dem lausend junye A^enschcnw esen Raketcnfeurii5 Fra<4en st2llen. Wem sollte da das Herz nicht schwellen'

Seit Valentino jäh verblichen,

Hat Fritsch des Toten Ruhm erschlichen

Mit ,, Walzertraum" und ,, Rhapsodie"

. . . Darf man dich fragen. Willyly???

Wie jun<^? Wo stand die Star(cn)- Wiesle?

Oh, daß ich gleich die Kränke kriege,

Nicht Hollywood, ei Potz und Blitz,

Nein: Willy stammt aus Kattouilz!

Gibt AutofiTamme mit Entzücken,

Tat wie S, M. die Welt bciilücken

Am siebnundzwanjj'stcn Januar . . .

Sein Alter? Fritsch bleibt jun«, 's ist klar'

, . . ,, Warum denn ist Ramon Novarro Kein Deutscher?" (Wie der liebe Hano, Herr Dieterlc) so K^ht in Bochum ,,Zwei deutschen Mädels" dies im Kopf rum. Novarro, der Karl-Heinz der Ufa, Zuckrig wie ein Kartoffelpuffa, Geliebt, umschwärmt, begehrt, erkoren, Den Feuerblicke traut durchbohren!!! In Badens Hauptstadt ,,rast" ein Maidle Nach ihm; er ist dein Augenweidle: ,, Filmfreundin Gretchen aus Berlin" . . . Du schickst ihm rote Nelken hin.

..Dolores lebt!' - Auch Carmen-Blicke, Sic schmerzen in der Lampen Tücke, Erfährt H. R. in Bielefeld. Und für ihr ganzes Taschengeld Wird Deutschlands liebe Henny Porten Aus Gütersloh Rosen, nicht Torten Zum Wiegenfest am s ebten Ersten Empfangen froh! \\ao Asta bersten.

,, Filmfreund aus Kreuzburg" fragt nach Dita,

Der holden Parlo nämlich die da

Im Pommer-Film spielt die Geliebte.

... Ob dies Carola S. betrübte.

Daf5 man Maria Paudlers Wagen

Nicht kann nach seiner Nummer fragen? . '. ,

Frau ."^lara-Zelnik hieß mal Lissy;

In Friedenau ist ganz gewiß die

Johanna R. nicht gerade böse.

Indes H. P. aus Köln nervöse

Das Maß \ on Conrad Veidt vermißt . . .

Was das auch für ein Wunsch schon ist,

S. 123 S.'s Begehren:

. . , daß Gerda Maurus ihm verehren

Ein Haar von ihrem Schöpfe sollt' . . .

Wein war vordem der Minne Sold.

So werden diese Magazine

Zur Wunsch-, zur Schau-, zur Huld'gungsbühne,

Zur Börse, die mit Autogrammen

Der Nachwelt rettet jene Namen,

. . . Und blinkt der Mond ins Beliehen schon:

Vom Film wie träumen sie davon,

Gisela, Elfi. Ellinor,

Der Stars berauschter Jubelchor.

Spcctator in der ..Obcrschlcsischcn \olkssliminc". Gleiwilz

ROMAN VON HANS SCHULZE

Fortsftiung

Ein entsetzlicher Gedanke war plötzlich in ihm wachgeworden.

Wenn er nicht auf der Stelle tot war, wenn er vielleicht verstümmelt mit gebrochenem Rückgrat in ein Krankenhaus ge- schafft wurde, um nach aller Qual dieser Nacht zu einem neuen Leben zu erwachen?

Mit einem raschen Blick maß er die Entfernung bis zu seiner Schicksalsstätte.

Fünfhundert, nein, sechshundert Meter.

Ein Druck auf den An- lasser, der Motor sprang an, der offene Auspuff trommelte wie ein Schnell- feuergcschütz

Jetzt war ihm die Un- terführung so nahe, daf3 er jeden einzelnen Quader deutlich unterscheiden

konnte.

Ein Ruck am Steuer und alles war vorbei.

Doch die Hände waren ihm wie gelähmt.

Für den Bruchteil einer Sekunde klang ihm der Widerhall der Steinwöl- bung dröhnend im Ohr.

Dann flimmerten die Sterne wieder über ihm.

Er hatte nicht den Mut besessen, das Letzte zu wagen.

Langsam fuhr er durch den Viadukt zurück und stieg dann am Rande der Lichtung aus dem Wagen. Ein verzweifeltes, schmerz- haftes Weinen quoll leise in ihm auf, der SchweiÜ perlte ihm in großen Trop- fen auf der Stirn.

Ihm war's auf einmal, als müsse sich eine Hand auf seine Schulter legen und eine Stimme tröstend zu ihm sprechen:

„Ich erlöse dich, ich weiß einen anderen Aus- weg."

In zitternder Hoffnung hielt er den. Atem an.

Doch das Wunder kam nicht vom Himmel herab.

Namenlos verlassen war er allein auf der einsamen Straße.

Mit einem unterdrückten Stöhnen barg er den Kopf in beiden Händen.

War denn das Sterben wirklich so schwer, auch wenn es der einzige Ausweg aus einem verlorenen Leben war?

Wie hatte er einst geglaubt, sein Leben meistern zu können! Und sollte nun hier verenden zwischen Gestrüpp und Gesträuch, wie ein Tier, das man anderen Morgens vom Wege auflas und verscharrte!

Ein kleines, unendlich trauriges Motiv aus einer Beethoven- schen Symphonie kam ihm unwillkürlich in den Sinn, daß er für Augenblicke seine ganze Umwelt vergaß und nur Evelyns süßes, weiches Gesicht wie in einem wachen Traum vor sich sah.

So saß er lange an der Grenzscheide zweier Welten, versteint zwischen Entschluß und Tat, und starrte zu dem Zyklopenbau des Viaduktes hinüber, wie ein Verurteilter zur Guillotine blickt.

Normo Talmadge und Gilbert Roland

Der Nachtwind spielte in seinem verwühlten Haar.

Über dem Wiesengrund begannen die ersten Nebel zu brauen.

Dahinter der Wald, schwarzdunkel, tief, geheimnisvoll.

Und dann auf einmal brachen alle Dämme der Vernunft, des Widerstandes in ihm zusammen, und das Verlangen nach einem leisesten Hauch der unselig geliebten Frau, um die allein er all das Furchtbare ertrug, wuchs ins Namenlose.

Seine Schläfen hämmerten, sein ganzes Denken loderte in

einem Aufschrei seines fiebernden Blutes wie in einem verworrenen, wahn- sinnigen Gebet.

Er mußte Evelyn heute nacht noch einmal sehen, ihren jungheißen Körper noch einmal in seinen Ar- men halten und das süße Feuer eines letzten atem- losen Kusses von .ren ge- liebten Lippen trinken.

Niemand sollte dem Tod- geweihten wehren, wenn er vor diesem entsetz- lichen Ende noch ein ein- ziges Mal die Hand nach dem Reif seines einstigen Glückes erhob.

Zwei, drei Minuten da- nach hämmerte der Motor wieder durch den stil'<»n Wald.

Ein dröhnendes Zittern bebte durch den stähler- nen Leib des schlanken Wagens, der wie ein rol- lendes Panzerschiff die blaue Mondnacht durch- schnitt.

In geisterhafter Schnelle zog rechts und links die Kulisse des hohen Forstes vorbei.

Die riesigen Bauten der Filmstadt von Neubabels- berg wuchsen in märchen- haften Linien in die kri- stallene Klarheit des Him- mels.

Dann trat der Wald wie- der dicht an die Straße heran, die unter den Flammenkeilen der Scheinwerfer wie ein breites, flackerndes Band unablässig vor den rasenden Rädern einherfloh.

Der Wind floß mit einem scharfen, singenden Ton um die Metallhaube des Kühlers und schlug dem nächtlichen Fahrer zu- weilen mit solcher Gewalt ins Gesicht, daß er ihm fast den Atem vom Munde riß.

Doch er achtete all dessen nicht.

Das Herz weitete sich ihm im Rausch der Gefahr, daß ihm die ganze Welt auf einmal wie eine große Einsamkeit erschien, in der nur das Lied seiner Sehnsucht klang zu den Trommel- wirbeln der pfeilgeschwinden Maschine.

In kaum einer Viertelstunde war er so bis nach Wannsee gelangt.

Er lenkte den Wagen in die Königstraße hinein und hielt dann am Eingang der Seestraße vor der Villa Karr.

Ein verspätetes Auto kam von Potsdam herauf und verscl.wand über die Brücke in der Richtung des Sees.

^U meiner

SINGER

und deren Jipparaten kann idi rmräiQ Qntzäckendften Kleidungsftücke fblbfl anferh'gen

Dann wieder Stille, daß man die Turmuhr vom Kaiserpavillon ,i;anz deutlich dreimal schla<;!en hörte,

Kurt sprang aus dem Wagen und klinkte vorsichlif; die hohe schmiedeeiserne Gittcrtiir des Parkcinj^anfis auf.

Sie war unverschlossen und wich lautlos in den Anijelii vor ihm zurück.

Mit verhaltenem Alem stand er ein paar Augenblicke lauschend, dann wandte er sich kurz entschlossen tiefer in den Park, in dem der Rausch des vollen Mondes webte.

In einem breiten Silberstrom floß er über die nächtlichen Wege und überblaute die prunkvolle Fassade der Villa Karr, die hin und wieder wie ein weißes Märchenschloß zwischen düsteren Baumßruppcn her- vortrat.

Kein mensch-

liches Wesen war weit und breit zu erblicken, nur ein Wehr rauschte be- ständig und eintö- nig, und aus der Ferne klang ge- dämpftes Hunde- gebell.

Dann stand er am Rande einer kleinen Lichtung in der Deckung einer alten Weimuts-

kiefer.

Das ganze Haus lag in Dunkel und Schweigen; nur aus einem halboffenen Fenster des Erd- geschosses fiel ein breiter Lichtkegel auf eine dichte Ge- büschgruppe, die in

dunkclmassigen Umrissen, einem kauernden Raub- tier gleich, das Ra- senrund des Vor- platzes gegen die große Zufahrtstraße abgrenzte.

Mit leisen, kat- zenartigen Schrit- ten, die \erräteri- schen Kieswege

sorgfältig meidend, schlich sich Kurt ganz dicht zum Hause heran und lauschte.

Doch nichts regte sich.

Es war so still, daß er seinen eige- nen Herzschlag zu hören meinte.

Nur der Nacht- wind Tührte zuwei- len leise an den üppigen Holundcr- büsclien, aus denen

ein süßes Gedüft wie eine Opfcrgabc des Frühlings zum Him- mel emporstieg.

Was nun?

Sollte er es wirklich wagen, wie ein Dieb in der Nasht in ein ihm völlig unbekanntes Haus einzudringen?

Auf einmal fiel ihm der Wahnwitz seines Unterfangens mit Zentnerschwrere auf die Seele, so daß er selbst nicht begriff, wie er überhaupt auf den Gedanken dieser abenteuerlichen Fahrt nach Wt.nnsee gekommen war.

Unwillkürlich trat er wieder in das schützende Dunkel der Allee zurück und ließ sich hier auf einer Bank nieder.

Jetzt erst, da er saß, empfand er, wie grenzenlos erschöpft er war, wie ihm seine Nerven in diesem völfigen seelischen Zu- sammenbruch den Dienst versagten.

Die Arme waren ihm taub und schwer, daß er sie kaum zu heben vermochte.

Und plötzlich stand er wieder auf den Füßen und schritt in einem unbegreiflichen, unabwehrbaren Zwange von neuem auf das helle Fenster zu, dessen fahlgelbes Licht ihn wie mit magi- scher Gewalt anzog.

Mit nachtwandlerischer Sicherheit kletterte er an dem dichten Weinspalier der Hauswand in die Höhe und stieß beide Fenster- flügel weit zurück.

Der Blick in ein üppiges Schlafzim- mer ward frei.

In dem breiten französischen Bett lag regungslos eine männliche Gestalt. Ein großer Blut- fleck zeichnete sich auf dem blütenwei- ßen Frackhemd ab.

Karr!

Kurt schob die Knie über den Fen- stersims und stand dann ganz im Zim- mer,

- Das Licht der Bettlampe zitterte über dem verzerr- ten, wachsgelbcn Gesicht eines To- ten.

KOSTENLOSE ANLEITUNG

im Jsfafwn, SHckon und Stopfbn

löwie in dor^Ö-fandhabimg derSpparate mild bereitwillig ß in Jedem SingerJhden erbilt

SINGER NÄHMASGIINEN AKTIENGESELLSCHÄfT

Der reciile Arm war über den Belt- rand herabgeglil- ten, ein Revolver lag daneben auf dem Fußboden.

Kurt hob ihn auf und schaute ihn mit leeren Augen an.

Der Anblick der kleinen Waffe zer- riß für einen flüch- tigen Augenblick den Vorhang vor seinem Bewußtsein. Doch schon ran- nen wieder andere Gedanken über

seine Seele, die ihm fremd und rät- selhaft waren und allmählich zu einer Kette wuchsen,

die ohne Ende lief. Er wußte auf einmal nicht mehr, wo er war, was ihn in dieses Haus geführt hatte.

Die Zeit verfloß ineinander, und die Räume verschoben sich um ihn her und versanken. So verharrte er lange in dumpfer Betäubung. In seinem Kopf ging es bald wie ein Brausen von Gießbächen, bald wie ein Klappern eiliger Hufe.

Mit einer achtlosen Bewegung schob er endlich den Revolver in seine Jackettasche und schwang sich wieder zum Fenster hinaus, ging langsam und ruhig durch den schweigenden Park und stieg in sein Auto.

Es dämmerte schon sacht.

Im Osten war ein zartes Frühlicht aufgestanden.

Eine Drossel sang herzbewegend in einem verwunschenen Garten.

Und dann schoß die erste Garbe rotgoldenen Sonnenlichts empor und erfüllte die ganze weite Morgenwelt mit Duft und Glanz.

Wie ein Träumer fuhr Kurt durch den wachsenden Tag.

Noch immer lag die grenzenlose Benommenheit wie ein dunkler Mantel über seiner Seele.

Mit automatenhafter Sicherheit bediente er die Steuerung des Wagens, gab Gas und schaltete die Hebel um und wußte dabei doch nicht, was er tat und warum er es tat.

Jetzt zeichnete sich ein schlanker Kirchturm in den durch- sichtigen Ring des Horizonts.

Die Außenwerke der alten Residenz Potsdam öffneten sich.

Still und vornehm standen die langen, geraden Straßenzüge in der hellichten Sonne.

Der Flieder blühte in den verschlafenen Gärten, tiefblau, violett und weiß, überflammt von den gelben Seidenfahnen des Goldregens.

Wie eine funkelnde Schale wölbte sich der hohe Frühlings- himmel vom Pfingstberg zum Brauhausberg hinüber.

Das Glockenspiel der Garnisonkirche sang sein ehrwürdiges Lied.

Dann wieder Felder mit junger Saat, reife Wiesen mit trägem Vieh,

Blaue Seen und heißdurchsonnter Nadelwald.

Nach vielen Stunden hielt er endlich in einem verlassenen Dorfkrug eine kurze Rast.

Der Wirt, ein graubärtiger Aller, mit einem verwitterten Gnomengesicht, brachte ihm ein Glas Milch und versuchte ein ländliches Gespräch.

Doch Kurt gab ihm nur ganz einsilbige Antworten und starrte aus blicklosen Augen in die sonnige Weile.

Der Riß in seinem Bewußtsein hatte sich allmählich zu einer unüberbrückbaren Kluft vertieft, daß er sich auch der letzten Beziehungen zu seinem einstigen Sein und Ich entrückt fühlte und wie in einer brennenden Wirrnis lebte, in der all seine Gedanken einmündeten und vergingen.

Am späten Nachmittag saß er endlich wieder im Aulo und strebte von neuem der unbekannten, sehnsüchtigen Ferne zu.

Er halle bereits die höchste Geschwindigkeit eingeschaltet und jagte mit achtzig Kilometer durch die fliehende Ebene, doch noch immer erschien ihm die Art seiner Fortbewegung wie ein Schneckentempo.

Der Abend war unterdes langsam hereingesunken.

Um die alten Obstbäume flirrte das Licht der scheidenden .Sonne wie gesponnenes, blauglilzcrndcs Glas.

Ein Dorf flog vorbei, ein zweites.

Verzehnfacht hallte das Toben des Motors von den Gebäude- wänden zurück, daß Menschen und Tiere entsetzt zur Seite flohen.

Und immer noch wuchs die Schnelligkeit der tapferen Ma- schine, als ob es einem Wettlauf gelte mit dem lockenden Phan- tom der Ferne, die an jeder Wegebiegung immer weiter in die flammende Glut des Himmel hineinwich.

Jetzt schwang sich die Chaussee in einem weiten Bogen zu einem Walde hinauf.

Unwillkürlich schaute Kurt zurück.

Eine ungeheure Staubwolke stieg unablässig aus der brausen- den Spur des Autos auf und legte einen Schleier über das abendliche Land.

l'nd plötzlich dünkte es ihn, als forme sich aus den Airbeln- den Massen das graue Gespenst eines zweiten Wagens.

Fortsetzung folgt

Maria Corda ielephoniert von Hollywood nach Budapest

l'hot. Hrst Saiioiiat

Xh 'Mt ^i^

Kf(f ftuidt^ ULIAN HARVEYaM 7ä0C

FRAGEN

die uns erre i cht ert

Anfragen erbitten uir an dir Redaktion des Ki 1 in -M a y az i n ". Berlin SW 68, Zimmerstr. 3S-41. Scherlverlag. Antwort er(uli;t im „Film-Magaiin". Die Einsendunti von Rückporto l>at also keinen Zweck

An viele: Die Frasc, «io man zum Film i^ommt. konpcn wir im einzcln<-ii nicht mohr boanlwdrten. Wir empfohlen, in sülclicn Fiillrn Iicsondcrs wenn es sieh um Damen oder Herren handelt, die keinerlei Vorhildiinp haben sieh an die Deutsche Filmselmle in München. Sonnenstraße, zu wenden. Die Be,«iirj;iinff > on Aiito^^rainnien erforderi in manchen Fällen längere Zeit; wir liitten nnsere Loser deshalb nni Geduld.

F i I m f r e u n d A h f , H ii - t o w : Jl.uia Pandler und Jenny .Tu(r» sind »» alt. wie .'^ie <;eschätzl lial)en. Maria I'atidler ist (jesehio- don. .lonny .liij;<) mit Enri<'0 Ben- fiT verloht. Heide jrelien Auto- ^riimmo. .Jenny .Iiiku wurde am II. .luni in AVien «:el)orcn. Maria rjiiidlor am 2». .Itini in Tetschen- IJcidonliach. Erich Kaiser-Titz ist nie .\l.iurer Kowosen. Er stammte aus einer allen .Sehauspiolerfami- lle. I'at, alias l'arl .'^chenström. war früher Buchbinder und „fahrender tiosoll', Luciann .Vlbortirii .Marine- tiirnlelirer. Film hat nichts mit VermÖKon /u tun, das Talent ent- scheidet. Aber zunächst prüfen Sie sich <-inmal, ob Sie auch wirklich Talent h:iben. Dtinn wenden Sic sich am besten ilirokt an die Film- tfosellschafton.

.V s t r i d II.. IIa m hur«;: In natura ist .lohn (ülbort bartlos, (lar.-i Bo« ;;ibt -VutoRfamme.

H a II II e 111 aus. Beut h e n : M.i; ry I'iokfiird ist mit ItouRlas Fair- lianks verheiratet, l.ya Mala niit Fric<lrich Zelnik. Käthe von Xaey ist ueschieden. Eine Familienälin- lichkoit zwischen dem verstorbe- nen Werner Pittschau und simeni Brillier Ernst besteht. Erii*l l'itt- sclinii filmt auch, ist aber nur in kleineren Itollen zu sehen.

K o b e r t (i., F r a n k f ii r t - Main: .lawolil. .Mady Christians ist eine (trolle Blumenfreundin. .sie ist sehr musikalisch. Spricht flie- Ueiiit Eiitrlisch und Französisch. Treibt KunstKOschichte. Ein Biieli über sie Ribt es nicht.

P ii II I T., B 0 c h 11 m : Lassen Sie sich einen Prospekt von der Miiiichcner Film>oliulo scnilon. d.anii orfahroii Sie alles, was .Sie wissen iiiiichti'ii. .Vkiios Petersen i>t mit lv;in Mosjiikln verheiratet und j;ibt AiiloKramnie. Sie können :iii Laura l.i Plante deutsch schreiben, fni- Acrsal-Studios, riiiversal-City, Ka- lifornien. Eine öffentliche Besich- tiKun^r der l'f.i-.VIoliers in Xeuba- belsber«- findi't nur in Aiisti.ibiiie- fällon statt.

H. B.. B r o s I a u : die Sznieiibilder stets haltsaiiitabon vom Filmkiiricr Berlin W StraUo .17. Vielleicht sich auch einmal .-iii aiiilrinenstr.'ifie IJd.

W alter S., B e weiterseleitef.

Fritz B r., Mannheim: Kino-i.i'i,lli;liler sind Am besten. Mo wenden sich in Ihrer \ .li.-loKenheit ableiliinKen der FilmKosell-cb.ifioii.

A e n n o B. .•! ii s L ii d w i };■ > h ;i f e n : Ifjo Sviii Berlin und ist durch Stiaiiss-rilm. Berlin .'sU in. erreichen. Charles Farreils Aiiscjuilt: Mol \\ Csior

W alte r C>. in B r ;i ni b .i ii c r - I. ü n <■ n : keine BatschläKO Kcben zu können, wie mau .Sie Filmschausploler werden widleii. niüssi'u Schäften uiiniiltelb:ir in Verbiiidun»;' setzen.

C h a r I o 1 1 e C. B r a ii n s c h w c i ;; : Eine .\iiierik:in( Stiefel, die im dciitsohen Film lätifr sein soll Thomson ist unseres Wissens verheiratet.

Herbert (!., Bremen: Die «ow ünschton Filmbücher erhalten Sie durch den M.ix .Mattisson-VerhiK. .Adrossi- nii anderer stelle. ..Dii' Ki'pii- blik der Backfische" soll an Ort und .SKdle .luf^-onouimeii worden sein.

Alfred M., Berlin: Die Titelrolle in ..EiiroI der Strallc- spielte .laiiot (iayiior. Der Titel v(ui Lien Deyers' iiächsloin Film fest. .Sie spielt wieder mit Dietorle zusammen. Käthe vei Film ist ..M.isootichen". Die Kollo der Filmdiva ii spielte Mariett.'i Milliior. Dila I'arlo filmt erst kurze .letzt in folgenden Filmen: ..Die Dame mit der hoimiiisso des (»rieiits". ..rnj;:irisobo Kliai Hiebt nach HidlvwotHl. Kim

II. B., Essen: Anna Lis;i Ryiliiip: ist durch das Vasa-Thealer, stooklKdiii, zu erreichen. Es tut uns leid. Ihnen die Adressen s ä m t - lieh e r amcrikanisoher Filmstars nicht aiiKobon zu können, da in Hollv-

U OOil

Ihnen hofoii

nicht :ibor, filmt

w oniKcr sich il.is vorläufig

lDei__smd

unzertrennliche nde.

< 91

Sie finden bei den In-

Illiistriorteii 9, Kölhenor wenden .s;ie

den Postkartenverlap:

Preis

2.20

Kos

' 1 i II

Dil

Berlin SW «8, Alex- heiden Bildkarten sind an die Künstler

nicht verkäuflich, an die Reklamo-

filiiit zur Zeit im

Friodrichstralii" .'i-H. zu

.\vo., Hollywood, Kai.

Wir beilaiiorii, Ihnen

zum Film kommt. Wenn

Sie sieh mit den FilmiresoH-

rin mit Namen ist uns nicht bekannt. Fred

-tobt iiuoli Hieb

von Xasys neuester

.,>loderne Piraten"

Zeit und spielte bis

Maske". ..Heimkehr", ,.Ge-

. iodio". Maria Paudlor ;;elit

Filmsohaus|)ieleriii IIa Kina gibt es. .Icnny

Jiigo wohnt Berlin W, Kaiscrdamm -9. und gibt AutOKramme.

als I- bis .VMi Filmkünstlor loben. Wir eiupfelil' ,labrbuoli Filnidaily zu hesehaffen. Holen von .Müiieh- nieht. Wohniiiij;: Berlin W Ci. Kiirfürstenstral'.e :ifi. Hein ;; L.. C h a r 1 o t t e n - b 11 r h: : C(dlooii Moore und Bon Lyon sin<l iiiiter der .Vdrosse: First Xational. Burliaiik-Hollyw ood, Kai., zu erreichen, Pat und Patachon durch die ]*alla<liuiii. Ko'ponhaKcn. Emil .T;inniiiKs und Mary Pickf<ird wohnen in BoviTly-Hills. Holly- wood. Kai. Maroellji .\lhanis .\ilrosse: Berlin-AVilniers<lorf, Kaisoralloo ITi. Teddy Bill widint Berlin W .'»n. Ho- H;ensburKor Straße :>:\.

E. E.. 1) . . . d 0 r f : Paul We«e. ner. Berlin W .i.-i. Am K.ilsbail 2. I n «• e M., B o r 1 i ii : Frisch ne- w.-iKt ist halli «owoniioii! MöKlicb. daß Ernst Vorebes Sie omiifäli};!. Verehes bat am (>. Dezember (io- biirtst.i'T. Tiiliien. ..Serenissimus ii. die letzte .Iiin^frau". Xächsto .\r- beit: ..Die Zirkusiu-iiizossin".

X. B., K ö n i jr s b o r (; : Con- rad Veidt wohnt in Heverly-Hills, Holl.> wiMid. Kai.

.1. B., Dresden : \'era Voro- nilia tribt .Xntosramme. Sie siiiolto kürzlich in (b'iii Hegewald - Film ..ti'schichton ;nis dem Wiener Wald" eine Haii|>trolle. Die .\drosse des „Film - Kuriers" ist: Berlin W 9. Köthener Straße ;17. Die Adresse vom Hoss-Verl;ig finden ,Sie :in an- derer Stelle.

K ä t h e T.. T e m |i o 1 h o f : .VI- fred Br.-iuii ist veiheir.itot. H.irry l.iedtkes .söhne sollen niolit in Ber- lin wohnen.

W. S., D o r t 111 II 11 d : La .lana widiiit Blii.-Charlotteiihurg. B.iyorn- alloe l.'i. sie üibt .Vutogramme und hat am H. .\ii;;iist (ioburtst.ig.

F i 1 m f r << ii n d i n .\ n n o in i e: Wann B.inion No\airos ..Fürst der .Mientoiirer" nach .Maiiiilioim komiiii, erf.ihron Sie am bosti'ii durch den Besitzers Ihres .Slammkiiios. Dou- glas Fairbanks' Sidin filmt noeh.

\ 1 f r 0 d B.. W ü r z h u r g: Die heidoii hühschen .Vufn.'ihmen, für die w ir herzlich daiikon. werden in einem der nächsten Hefte gebr.iehl. Ernst K., F r i i' d e n a ii: Der l>ilian H.Trvoy-Film ..Ihr dunkler Punkt" gelangt .Mitte .lanuar im tilori.i-Palasl zur rraiiffiilirung.

Herbert R.. H a iii b ii r g: Hii- dolf Klein - Koggi' wohnt Berliii- Lichterfelde-W.. llorfensienstr. !.'>. wurde am 21. Xovember in Kiilii geboren, gibt .Viitogramme, s<dl sich mit Mary ,1<diiison verlobt ha- ben, war kürzlich in ..Wolga Wolga" zu sehen und spielt eine Hauptrolle in dem französischen Um „Tu m'appartiens" mit Siizy Vernmi.

t! 1 e i w i t z 2 t): Das Ranion Xovarro-Biicb bekommen Sie heim Ver- Ma.x Mattisson, Berlin SW CK, l?ifterstr;iße 71. Bamon Xovarros richti- ger Xaiiie ist KaiiKui Saiiioniegn. Sie köiiiien deutsch an ihn sclireibeii. H a n II a ('<.. B r e s I a u ; Die beiden Photos sind an .Maria Paiidli^r und Evelyn Holt weilergeleitet. Iiiire K;iday w(dint Berlin W, tw'isli Straße 21. Pension Xürnberger Platz. Fiigvir. Etwa ilrei .lahre beim F Sein nächster Film: ..Ein kleiner Vorschuß auf die .Seligki'it " mit Dina tiralla. .lawidil. Liliaii Ellis ist ein neuer Filmstar, spielte ihre erste größere Bolle in ,.Heiit siuelt di'r .Strauß". Sie ist so jung, wie sie .-iiis- sieht. Harry l.iedtkes söhne filmen nicht:- der älteste diirfte großjährig sein, der jiingste ungefähr .11 .l.ihre alt.

M i m ni i K.. l' Sc h.: Ly;i de Piitti ist Fngarin. Fred .Solni-Robert Castle kommt vorläufig nicht nach Deiitschhind. Felicitas Malten ging schon als neunjähriges Kind zur S|irechbüline. Für den Film wurde sie » or etwa einem .Talir von dem l'fa-Direktor (irau i-nideckt. Brigitte Hi-Im ist nicht bei der Sprechbüne. Von Fritz Lang eiitdeikt. Bubikopf. Xächster Film: ..Die wunderbare Lüge der Xina Petrowna". .laques Catelaiii ist l'r.anznse. »Seit mehreren .lahrcn heim Film. .letzt in Paris. Unseres Wissens sein richtiger Xame. Die Titelrolle des Cagliostro in dem gleicb- nnmigen Film siiielt Hans Stüwe (vor .lahren Conrad Veidt). Fabrikat: .\lbatros-Wengeroff, also französische Produktion.

Hilde St., Potsdam: Die Bildkarte ist an Walter Rilla weiter- geleitet worden.

Ivan P e t r o v i c h - V e r e h r e r i n , Dortmund: Wir werden Ivan Petrovieh einmal an das fällige -Vutogramm erinnern. Seine nächsten Filme sind: ..P.iris, du Stadt der Liebe" und ..Der Zarew itscli ". Frühere Filme: ..Fürst oder Clown". ..Der Däiiion". ..Frauenarzt Dr. .Schäfer" und kürzlich „C;ehcimnisse de§ Orients".

der Birken sind Kräfte die wirken.

m

3 75, Yz Lfr 6 -, 1 Ltr. 1O.50

lag

iliii.

litlli

l'nvoiliciratet. iloiii l'iodiiktionslcitcr Erster Film: „Küiii;;!" l.iiiso". l>a- (U's rrban Hell". >«iielister Film:

Zwei Willy F r i i s i- h - \' e i o li r e r i ii n (! ii . iC r f vi r t : FraRcn iibcr die Kniitession unserer Stars hoantwortcii wir K"i'<lsälzl'el' "ielit. Willy Fritseh gelit nielit iiatli Hollywood. Er filmt seit 192.'J. Photos vom Fritsch erhalten Sie in jeder u"ten l'apierliandluns. Einer seiner ersten Filme war „Stolze Frauen", uaeli dem IJoman ..Hallig Hooge" von Anny Wothe. Er spielte ". a. in folgenden Filmen: .,Wal/,ertraum". ..Die keuselio Susanne". ..Her Tanzstudent'', ,,I)ie Ciirnien von St. Pauli", ...Spione", ,.1'ngariselie IJhapsodie''.

H. H., Dan zig: Hans Stiiwe ist mit einer Ilulgarin verheiratet und spielte erstmalig die Titelrolle in ..Prinz I-ouis Ferdinand". La .lana hat am 8. Angust (iel)urtstag ninl spielte zuerst in dem Defu-Film ..Der Kiher- pelz". Lil Dagover hat am :10. S.'iitemlier (iehurtstag. Zu ihren ersten Filmen gehören: ,,Der müde Tod" und ..Tiefland". Hans .funUermann stammt aus einer alten Herliuer Sehauspielerfamilie. ist selion viele .lahro beim Film und mit Julia Serda verheiratet. Mareella AIhnni ist ein Künstlername. Mareella Alb.ini wunle am 7. Dezemlier in Hom gelioreu. Sie filmte zuerst in Rom unler der Kegie ihresi (iatteu (;uido Sehamherg. Luciano Albertini: am ;iO. November in Lugo (Italien) geboren.

I r m a' A., Berlin: Fred Döderlein wohnt Herlin-fharlottenbur}; Kantstraß'e liü-lJl. Am 2J. April in Sankt Avold geboren. Früher Keklamefaehmann. Im SeptemlKT 1927 von Grund (Terra) für den Film entdeckt, nach „Blutrache", ..Die drei Frauen „Das Tagebueh einer Kokotte".

K X. Berlin: Xenia Desni wohnt BerIin-^^ ilmersilorf, Riidesheimer Straße ■!.' Die Telepiionnummern der Filmstars teilen wir nicht mit.

H. <r. S. D.: Die betreffenden Nummern sind vorhanden und wer- den auf Wunsch per Nachnahme geschickt. „Die Yacht der sieben Siiiulen" ist schon vor einiger Zeit in Berlin herausgekoinmeu. Bri- gitte Helm ist in einem Kloster erzogen und später von Fritz Lang liir den Film entdeckt worden. Erster Film: ..Metropolis". Neue Filme: „Skandal in Badi'ii-Baden ", ..Cield (ield-. ..Die wunderbaren Lügen der Nina I'elrowna". Sen- den Sie Ihre Bilder an die Natio- nal, Berlin SW 4«, Friedrichstr. W. oder an die Aafa. SW 18. Frie.l- richstraße 223.

E. (i., Leipzig: ilaria Corda erreichen Sie unter: First Natio- iial-Studios. Burbank - H(dlywood. Kalifornien.

J u m ho K.. Berlin: Sie sinil im Irrtum, denn nicht Charles Farrell, sondern Oskar ilarion spielte den Liebhaber in .,Water- loo". Charles Farrell lebt nicht in Berlin, sondern in Hollywood.

A s t a v. S t., Düsseldorf: Hans Adalbert v. Schlettow wurde am 11. .Juni in Frankfurt a. Main geboren. Mit einer Schauspielerin verheiratet.

M. K.. B e r 1 i n: Die Hauptdar- steller von ..Stolzenfels am Klieiii ' waren folgende: Maria Mindzenli. Cirete Reinwald, Helen von Münch- hofen, Carl de Vogt. Harry Frank, (ierd Brieso spielte ii. a. in: „Ro- senmontag". ,,Reveille, das große Wecken", „U 9, Weddigcn", ..Frei- wild".

C; n d r u n Sc li.. Kassel: Mady Christians wurde am 19. Ja- nuar in Wien geboren. Mimosen. Reiten. Mit Dr. von Müller verhei- ratet. Christa Tordy ist Maily Chri- stians' Cousine. ]>ien Deyers ist un- verheiratet. Das Alter geben wir grundsätzlich nicht bekannt.

Hans- Jochen B., Wil- mersdorf: Luis Trenker ist Diplomingenieur, in Bayern gebo- ren und wohnt Bozen, Vi;i Yittorio Emanuelc 3.

Kieler S p r o t t c h e n : Die Beschreibung von ,,Dr. Bessels Ver- wandlung" erhalten Sie durch den Hliistrierten Filmkurier, Berlin AV 9. Köthener Straße 37. (irit Ilaid ist Lianes Schwester. Vilma Banky ist mit Rod la Rociine verheiratet.

(i e 0 r g D.. Hoch u m : Da brauchen. Ihr Besuch ist uns aber Maria K. aus Leipzig: filmt wenig, lli ist im

K 1 » a und E d i t h C, S I c t t i :i : Dr. (.ierd Briesc ist nicht niit Paul Richter verwandt. Anny Oiidr.is Partner in der ..S:ixophon5usi" war der Engländer M;ilc(din Todd. Anny Ondra wurde am 1;'). Mai in Tariia geboren. Von dem Regisseur Carl Lamac entdeckt. Auch Tänzerin. Etwa seit vier .lalireii beim Film. Widmung: Bcrlin-Charlottcnburg, Kurfürstelldamm 17.S.

Li esc I D., Berlin: Harry Piel wohnt Berlin-Schiineberg, Am Park 12.

Fritz B.. H .i 1 1 e : Harold Lloyd ist verheiratet.

.\! o n i k a v. B. a u s 1) r e s den: l-i;ine Haids Partner in ..Marriuis il'Eun (..Der Spion der Pomp.-iilour") war der kiirzlich verstorbene Deiic Morel. Den Vetter von Evelyn Holt in ..Frauen.-irzt Dr. Schäfer" spielte Inire Raday.

Ingeborg P., Salzwedel: Anita Dorris wolint noch in und filmt fleißig. Die Liebbaberridle in „Svengali" spielte toni. Käthe von Nagy ist von dem Regisseur schieden.

E d <■ I t 1 a 11 d t lt.. II .1 n ii o v e r : Luis Trenker ist Bayer, vor heiratet. Diplomingenieur und wohnt Bozen. Vi.i Vittorio Emanuele : wird w.'itcr filmen.

T s c h e c h o w a - B r a diu- V e r e h r e r i n a u s M.: Olga Tsche- chow.i wcdiut Berlin NW «7. Klop>toek>ti.iße 20. .Maria Jacoliini sipielte

noch in folgenden Fili i: ..Bigamie". ..Fr.iiienga«se von .Mgier'

Fall dl s Staatsanwalts M.'', ..Vill;i F.-ilconieri ". Nächster Film lebende lA'ichnam". Adresse: Berlin Der neueste Douglas Fairb;iiiks-Film (Jiay spielt die weibliche Hauptrolle

Berlin Aii'ire Mat- Constantin David ge-

Er

unö gealtert t»oc

um '^a\)n

öurd) öcn rrti)Teufd)aftlid) fun6icitcn ricrücnnäbrftoff

BiOCITIN

iVfflcftellt nad) 6cin ücrfa[)i-cn u. V^^l i)al)ci-mann. Darum: 6ct^ öcinc Herücn in 6tan6! nimm BiDcitin! (frbältlid) in 5IpDtl)cfcn u. Droocnbanölg. Drurffad). feftcnl. öiocitinfabrif, Berlin SW 29/ Fm.

.Manu^krip( ist leider nicht zu ge-

trotzilem gelegentlich :ingenehm.

.Sie haben reiht, Egon von Joiil.in

-Viigeiililiek noch in N\ien. (iroßer Blumenfreund.

lieh einmal I^eipzig. Ernst Verebes

' r a 11 k f II r t .-i. Od e r

Ernst Ildfiiiaiin filmt

Fritz Lang ..Die Frau

: Sehr

: Sic dürfen selten. Willy im .Moiiil " mit

Sic nicht zum

sind auch tat-

Er gibt .\uto-

ibeii. Helle

ist nicht mit

Vielleicht hesucht Henny Porten filmt seit ungefähr vier J:ihreii.

F i 1 m f r e u ii d i n P. a u s F Fragen stellen, sooft .'«ie mögen. Fritsch arbeitet augenblicklicli bei Oerda Mauriis als I'artneriii.

.\ u m a r y .Sc h., Leipzig: Sehr vernünftig, daß Film wollen, weil der Beruf überfüllt ist! Die .\ussiclilen sächlich sehr gering. Igo .Sym hat am 3. Juli (lebiirt''tag. gramine. Er ist Deutscher, Sie können also deiit^cb sehr Augen, dunkles Haar. Neuester Film: ...Spelunke". Igo .Sym Fay Marb6 verlobt.

L o t t e - H e r t h a . Seil: Hilda Rocbs neuester Film ist ..Die Zir- kusprinzessin". Einer der ersten Filme mit .lack Trevor war der Ellen Richter-Film ,.I)ie tolle Herzogin".

.V n n i Sc h., W e i ß e r Hirsch: Henry Stuart wohnt Berlin W. Püssaiier Straße 17, und ist ledig. Lola Kreiitzberg wohnt in demsellie'i Hause.

T. B., K ö 1 n : Anna May Wong filmt augenblicklich unter Richard Eicilhergs Regie den ...Vsphaltschmetterling" in Neiihabelslierg. Durch Eichberg-Film, SW' .18. Friedriebstraße 171. zu erreichen. Anna Mny Wong spricht nur sehr wenig Deutsch. Von Job.t ua RaKluii. ilie in lle\erl.\- Hills. Holl.Nwooil. woliiil. erhalten Sie Karten beim Koss-\'erlag, Berlin SW KM. .\rcx;iiidriiieiistr:iße I !o. Elga Hriiik «ohnt Herliii W .j<l, Pr^ig'-r Straße ni.

„Der Der

W ].-). Joachimsih.iler Straße 22/2.'.. i-^t ..Der vierte Musketier". Eie 1 ..Lockendes Oift". In London.

F r a II H e d i W., .M a n n - li e i m: Ivan Petrovicli gibt Aulo- graiiime. Durch lireeiibaiim - Film, Bi-rliu SW 68. Kochsiraße fil. zu erreichen. Sic erhalten Bildkarten \ 011 l\aii Petrovicli beim Ross-Ver- lag. Berlin SW fiS. .Mexandrinen- straße 110.

W alter P., Z ii 1 1 i e h a u : Von einem Bruder (ireta Oarbos. der hier am Schariiiützelsee eine Villa haben soll, ist uns nichts be- k.innt. (ireta (!:irbo ist noch in Euroiia.

Christine K., JI i t t w e i d a : liai|ucl Meiler filmt vorläufig nicht. M a r i e F.. W i e n: Ivan Petro- vicli ist unverheiratet.

N o v a r r o - Verehrerin. K a r I s r n h e: Die .Ankunft Ita- mon Novarros wird 'selbstverständ- lich vorher im ..Film - Magazin" bekanntgegeben. ..Die tolle Kom- teß" ist vor einiger Zeit herausge- kommen. Luis Trenkers Adresse finden Sie an anderer Stelle. Neue- ster Film: ,.Der K.impf ums Mat- terhorn".

F r i e d e 1 O.. Zeitz: Fern Andras letzter Film war ..Fuiik- z.Milier". Ein Buch über sie gibt e^. Hau* -Mien'iidorff ist verheira- tet iiud bat ein Söhnchen.

S c h.: Lissy Arna wohnt Berlin \\ 9. Lindauer Straße 9. l'nverhei- latct.

C u r t A., Oggersheim: \ Cr.i Sclimilerlöw wolint Berlin- llalensee. Nestorsiraße 1. Schwe- din, rnverheiratet. Spielte u. a. in folgenden Filmen: ..Frau .Sorge", ..Der F.ihnenträger von Sedan". ..Wenn die .Mutter mit der Toch- ter". Letzter Film: „Seine stärkste Waffe".

Lg.. W 1.. H i n d e n b u r g: Wir bedauern. Ihnen keine Ratschläge geben zu können, da wir Filni- eiigagement'; nicht vermitteln. Wol- len Sie sich bitte unmittelbar au ilie Filmgesellschaften wenden. Wir iii;icheii aber gleich dar;iiif auf- merksaiii. daß ilic .\iissichten .•iiicli für Kinderdarsfeller heim Film nur sehr gering sind.

L u e i e H.. Wilmersdorf: Jack Mylong - Münz wohnt Berlin \\' Vi. ituisburger Straße 17. gibt .Viitogr.'ime und ist mit Maria Mind- zenti verheiratet.

F i I 111 f r e ii n d aus. Köln:

Fritz Lang erreichen Sic durch

Fritz L.iug - Film. Berlin SW 48,

Fricdriclistraße 221.

F i I 111 f r e II 11 d v o n (i e r d a il a u r u s : tierda M.iiirus wohnt

Berlin-W iliiiersd(nf. Hohenzolleriidamm ,')2. ist iinverheir.-itet, am 2.'). .\ugust

in Zagreb (Kroatien) geboren, gibt Autogramme, von Fritz L;uig für den

I-'iliii entdi-ckt. .\iicli bei der .S)(rechhübiie gewesen. Titelrolle im neuen

Lang-Film: „Die Frau im Mond".

IJ I I u B., H ;i n n 0 v e r : Marcella Albani ist Italienerin, in Koni geboren. Künstlername. Verheir.ilet. ..Die Frau im Mond" kommt in der nächsten Spielzeit berauv. l.ilian II.ir\ey ist eine große Blumen- freiiiidiii.

(i e r t r u d 'röcbterclicu. werilen Ihnen 111. s bitte die Vivian (iibson sehen.

AV e r 11 e .Xiilograinm erinnern.

E i n H a r r y P i e I - \' e r e h r er. K ö ii i ; Piels .\dresse finden Sie an anderer Stelle. Er .irlj an der ..Mitteriiacbtstaxe".

(i. K., D t. - K r 0 II e : .\iiiiy Ondras .\dresse an anderer Stelle. Lie.i Deyers ist durch die Deulsehe rni>ersal. Berlin .SW. .M.iiierstraße 82. zu erreichen. H.inui Reiuwald wohnt Bi-rlin W, Kurfürsleiidanim .'i7, Pen- sion Reglii.i. (üna -Maiies" .\dresse: Berlin-Cbarlottenburg, .\ugsburger Straße -17. *

Haus s. St.. .\I .1 r b II r g : D.i- Phi.to ist zur Aiitogranimbesorgiing an Vivian lühsoii geschickt worden.

H a n 11 e I o r e B.. Stettin: (Jiislav Fröhlich wohnt Berlin- Wesieii.l Kiirläiuler .\llcc I. uiul hat am 21. März Oebnrtstag.

T.. ('< I .au c h :i u : Vi\i.iu (;ib«oii ist geschieden. Ein AVohnung: Bcriin-Schlachteiisec. \\ annseeslraße 109. Wir gern da* gewünschte .\iitograiiiiii besorgen. .Senden Sie

Bildkarte der Künstlerin und O.öO RM. in Briefmarken, war kiirzlich im Liedtke-Film ..Der moderne Crtsanova" zu

M.

N e II k ö 1 1 n

Mir werden Ilarrv I.iedtkc an d.is

: s b e r g : Harry i'itet aiigenhlieklicli

Die Ufa ^Theater werden mit

gereinigt.

Vorkautsstellcn:

Berlin W 50, KmlüiiUnilamin 2Sb / Beathen, Baliiilio(>lr . U /' Braunschweig, Münzbtr. la Bremen, llLrdi.nlorslcinwc(i 5 / Breslau, Junkcrnstr. 38f40

Chemnitz, FalkcplaU 2 / Coblenz, SchloOstr 35 ; Dortmund, Kaiscrstr. 6 / Dresden, Präger Str. 35 I Duisburg, Kiihtor 2/4, Gcncralanzcificrhaus / Düsseldorf, Steinsti. 2 / Eisenach, Kraucnberg Q Elberfeld, Alti^iimarkl ! i / Essen, Huysscnallcc 93 / Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 59/63 / Halle, Magdeburger Sil'. 5b / Hamburg-Nord, Gr. ßlckhen .^1 ' Hannover, Bahnliol.str 13 Karlsruhe, Kaiscrstr. 305 ' Kiel, Holstonstr. 61 f Köln, Hohe Str. 64 I Königsberg,

Münistr. 17 / Leipzig, Kiidolplisti. 1 ' Lübeck. Breite Str. 19 / Magdeburg, Breite Wc^ 3h Mannheim, A 2. 5. / München, Salvalorslr. 18 I Nürnberg,

Kärherslr. 16 / Stettin, Moltke.^tr 5 / Stuttgart, Rotebühlslr. 41 ,' Wiesbaden, Wilhelmstr. 18. AuBerdem Verkaufsstellen in weiteren GroB- und Mittelstädten des Reiches.

bell? alfoljolurme ürgflid) empfof}Jcnc l^ 0 ( f «f 1} c { r ö n t

S t jp h ü II L o I ü